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Compagnie Parachutiste du 3e R.E.I.

Aufstellung und Ausbildung 1948

Abzeichen

Cie Para du 3e R.E.I.

Die Vorteile des Einsatzes von Fallschirmjägern im unwegsamen Gelände Indochinas, insbesondere in den abgelegenen Bergregionen des Tonkin liegen auf der Hand.

Am 01. April 1948 beschließt das französische Oberkommando in Hanoi die Aufstellung einer Compagnie von Fallschirmjägern aus den Reihen der Fremdenlegion.
Lieutenant-Colonel Simon, damaliger Chef de Corps des 3e R.E.I., wird mit der Aufstellung beauftragt.

Es ist die erste Einheit von Fallschirmjägern bei der Fremdenlegion und besteht aus Freiwilligen, teilweise erfahrene Kämpfer von denen viele schon im 2. Weltkrieg Erfahrungen auf verschiedenen Seiten gesammelt haben. Jedes Infanterieregiment der Legion in Indochina, das 2e R.E.I., das 3e R.E.I. und die 13e D.B.L.E., stellt jeweils eine Section.

Diese Compagnie gehört als Compagnie Parachutiste du 3e R.E.I. zum 3e R.E.I. , ist gleichzeitig aber verwaltungstechnisch an das 3/1er Régiment de Chasseurs Parachutistes (III/1er R.C.P.) angegliedert.
Die Traditionen der Legion weichen dabei etwas auf, da man auch vom 1er R.C.P. ausgerüstet wird und man trägt statt dem Képi Blanc das Barett der Gurkhas.

Der damals 23-jährige Lieutenant Jaques Morin wird von Simon mit der Leitung der Compagnie betraut.
Mit ihm die Lieutenants Salles, Camus, Audoye, Arnaud de Foiard und Vion. Dazu Adjudant Masetto, die Sergent-Chefs La Scola und Montal, die Sergents Casper, Cansier, Coalan und Avogadri.

Anfang April 1948 macht die Compagnie ihre Ausbildung in Hanoi beim III/1er R.C.P. unter Fossey-Francois und absolviert dabei einige Ausbildungssprünge, den letzten am 16. April 1948.
Am 17. April erhalten die ersten 83 Legionsfallschirmjäger ihr Brevet Para, das französische Fallschirmjägerabzeichen.
Im weiteren Verlauf wird die Compagnie eine Stärke von rund 120 Mann haben.

Ausbildung im April 1948 in Hanoi

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Fotos von Roloff J., C.P. du 3e R.E.I.

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Die ersten Einsätze 1948

Am 26. April 1948 hat die Compagnie bereits den ersten Sprung im Kampfeinsatz, nahe des Dorfes Van Xá, im Sektor Gia Lâm, bei Hanoi.
Das Dorf wird ohne Widerstand besetzt.
Zum 30. April 1948 ist man wieder in Hanoi und feiert dort den Legionsfeiertag "Camerone".

Die Erholung ist nur von kurzer Dauer, den Anfang Mai ist die Compagnie dann schon wieder im Einsatz. Im Sektor von Son Tay findet eine größere Operation statt.
Die Compagnie wird in die Stadt Son Tay verbracht und befindet sich im Alarmzustand.

Am frühen Morgen des 05. Mai 1948 kommt dann der Befehl zum Aufbruch. Die Compagnie setzt sich zu Fuß in Richtung Süden in Bewegung. Die Section Audoye an der Spitze.
Schon nach ca. einer halben Stunde, nahe des Dorfes Ay Mo Tông, fällt die Compagnie an einer Brücke in einen Hinterhalt.
Die Gruppe von Sergent Moret nähert sich langsam der Brücke, als das Feuer der Vietminh losschlägt. Der erste Legionär wird auf der Stelle getötet.
Lieutenant Morin ist beim kommandieren der Compagnie von seinen Funkern umgeben und so ein ideales Ziel, er wird durch einen Schuß am Bein verletzt.
Lieutenant Salles übernimmt das Kommando und es gelingt bis Mittag, den Feind in die Flucht zu schlagen.

Am nächsten Tag wird das Dorf Xa Hieu eingenommen, es wird nur durch lokale, schwach bewaffnete Rebellen verteidigt, doch hinterlassene Fallen sorgen für Verluste unter den Legionären.

Am 16. Mai 1948 bricht die Compagnie um 01:00 Uhr morgens von Gia Loc auf. Der Fluß Song Dinh Dao wird auf Höhe von Thau Thon per Boot überquert.
Bei der Einnahme des Sektors Gia Lôc stößt man auf eine Einheit des Gegners in Compagniestärke.
Im Gefecht wird der Gegner komplett aufgerieben, an die 100 Vietminh werden dabei getötet und ein Dutzend werden gefangen genommen. Dazu fallen Waffen und Munition in die Hände der Legionäre.

Die Compagnie springt am 09. Juni 1948 über Cao Bang an der Route Coloniale 4 ab, um die dortige Garnison des 3e R.E.I. zu unterstützen.
Dort begleitet die Compagnie Convois auf der Route Coloniale 4 und verstärkt die Posten des 3e R.E.I., beteiligt sich aber zunächst an der Einnahme und Besetzung von Quang Uyen.
Ab 10. Juli 1948 werden dort u.a. in der Operation Michel die Posten Phuc Hoa und Ta Lung eingenommen und besetzt.

Nach einer Ruhepause im Oktober 1948 in Hanoi, wird die Compagnie im November weiter südlich an der Route Coloniale 4 im Bereich Lang Sôn eingesetzt. Am 01. November findet ein Absprung von Lang Sôn aus über Nuoc Hai statt mit einer anschließenden Operation, am 14. und 15. November 1948 im Sektor Lôc Binh.
Die Compagnie bleibt bis zum 24. November 1948 an der Route Coloniale 4 im Einsatz, bevor sie in ihre Quartiere nach Hanoi zurückkehrt.

Die Compagnie benötigt eine Ruhephase, da viele Legionäre krankheitsbedingt ausgefallen sind. Das harte Klima in den Bergregionen des Tonkin fordert seinen Tribut.
So war die Compagnie bei einer Operation am 23. Oktober 1948 mit nur 63 Mann angetreten.

Auf Operation

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Fotos von Roloff J., C.P. du 3e R.E.I.

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1949

Im Januar 1949 ist die Compagnie schließlich wieder auf Operation, im Sektor von Bac-Ninh.
Insbesondere zwischen dem 29. Januar und dem 04. Februar 1949 ist hier die Operation Parasol mit dem 1er R.C.P. zu nennen.

Am 23. März 1949, Flug von Hanoi nach Lao Cai an die chinesische Grenzregion im Norden von Tonkin. Hier führt die Compagnie wieder auf sich selbst gestellt eine längere Operation durch.
In der Bergregion wird u.a. die ehemalige Wetterstation Cha Pa eingenommen.
Man trifft jedoch auf wenig Vietminh, eher auf lokale Milzen und auf Ureinwohner der Region.
Es kommt zu Gefechten, wie am 10. April 1949 bei Lang Phen, wo man einem Hinterhalt entgeht und die Vietminh in die Flucht schlägt.
Am 13. und 14. April 1949 überquert man den Roten Fluss, um Coc Xam zu erreichen.
Bei Dong Mo und Lang Thac gelingt es abermals den Widerstand der Vietminh zu brechen.

Am 21. Mai 1949 findet dann, von Lao Cai aus, ein Sprung auf Nghia Lo statt, worauf eine Operation im Gebiet zwischen dem Roten Fluss und dem Schwarzen Fluss folgt.
Am 01. Juni 1949 erfolgt schließlich der Rückflug von Nghia Lo nach Hanoi.

Auflösung

Grab

des Legionärs Arthur Egg, C.P./3e R.E.I., gefallen am 16.11.1948

Am gleichen Tag wurde die Compagnie Parachutiste du 3e R.E.I. auf dem Papier aufgelöst und in das 1er B.E.P. eingegliedert.

Insgesamt verlor die Compagnie Parachutiste Du 3e R.E.I. während ihrer Einsätze 12 Legionäre.