3e Régiment Étranger d´Infanterie
Neuaufstellung 1945
Nach seinem erfolgreichen Feldzug in Europa wird das Régiment De Marche De La Légion Étrangère 1945 wieder nach Fés in Marokko verlegt, wo es am 01. Juli 1945 seinen alten Namen 3e Régiment Étranger d´Infanterie (3e R.E.I.) wieder annimmt.
Am 06. Januar 1946 verlässt das 3e R.E.I. Fés in Richtung Marseille. In Aubagne und Carpiagne wird das 3e R.E.I. in drei Bataillonen aufgestellt und an der neuen britischen Ausrüstung ausgebildet.
Am 31. März 1946 wird schließlich das I/3e R.E.I. und das II/3e R.E.I. mit dem Stab des Regiments an Bord der "Johann de Witt" nach Indochina verschifft.
Das III/3e R.E.I. folgt am 24. Mai 1946 auf der "Pasteur".
Parade 1946 in Thu Duc
Foto von Robert R., 4e Compagnie, I/3e R.E.I.
Cochinchine 1946 bis 1947

Abzeichen des 3e R.E.I. ab 1946
Das I/3e R.E.I. und das II/3e R.E.I. erreichen Saigon am 25. April 1946, gefolgt vom III/3e R.E.I. im Juni 1946.
Die Bataillone des 3e R.E.I. werden zunächst in Cochinchine, im Mekong Delta verteilt.
Das I/3e R.E.I. mit Sitz in Thu Duc, das II/3e R.E.I. in Ben Tré und das III/3e R.E.I. in Sadec.
Zerstreut auf Posten in Compagnie- oder Sectionsgröße, hat das 3e R.E.I. einen Bereich von mehreren tausend Quadratkilometern zwischen Kambodscha, dem Chinesischen Meer und der Plaine des Joncs abzudecken.
Die Legionäre liefern sich harte Kämpfe mit den lokalen Vietminh und werden dafür 1947 mit der ersten Citation ausgezeichnet.
Karte des Mekong Deltas (6,2 MB)
Urkunde zur ersten Palme des 3° R.E.I.
von Kurt K., 2e Cie., I/3e R.E.I.
Tonkin 1947 bis 1950

Abzeichen des 3e R.E.I. ab 1948
1947 wird das 3e R.E.I. nach Tonkin versetzt. Es hat bis dato bereits 19 Offiziere, 41 Unteroffiziere und 340 Legionäre verloren.
Colonel Royer übernimmt das Regiment von Colonel Méric und führt das 3e R.E.I. in das Hochland des Tonkin, wo es sich parallel zur chinesischen Grenze entlang der Route Coloniale 4 und der R.C. 3 verteilt.
Das I/3e R.E.I. übernimmt die R.C. 3 von Bac Kan bis nach Cao Bang. Der Regimentsstab unter Colonel Simon hat seinen Sitz in Cao Bang.
Das III/3e R.E.I. übernimmt den Teil der Route Coloniale 4 zwischen Cao Bang und That Khe, das II/3e R.E.I. den Teil zwischen That Khe und Langson.
Die Vietminh sind in der Region sehr stark und es kommt in den Jahren 1947 bis 1950 zu fortwährenden und verlustreichen Angriffen gegen die Posten des 3e R.E.I. und den Konvois auf der Route Coloniale 4 .
Diese wird wird bald zurecht als"route sanglante", die "blutige Straße" bezeichnet.
Langson
Foto von Hans M., 3e R.E.I.
Im September 1950 muss nach dem Drama an der Route Coloniale 4, welches sich aus dem vom Oberkommando angeordneten Rückzug des III/3e R.E.I. aus Cao Bang entwickelt, die gesamte Grenzregion aufgegeben werden.
Das III/3e R.E.I. wird dabei fast komplett vernichtet, das II/3e R.E.I. hat große Verluste. 26 Offiziere, 98 Unteroffziere und 963 Legionäre sind gefallen oder in Gefangenschaft geraten.
Karte der Region Cao Bang (5,9 MB)
Fahnenweihe des 3° R.E.I in Phu Lu 1950
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Fotos von Hans M. |
Neuaufstellung 1950/1951

Abzeichen des 3e R.E.I ab 1950
Nach den schweren Verlusten an der Route Coloniale 4 wird das 3e R.E.I. Ende 1950 in der Gegend um Hanoi wieder neu aufgestellt.
Bereits im Dezember 1950 nimmt das Regiment wieder an Operationen im Bereich des Pins Parasols Massivs teil.
Es kommen im Rahmen der neuen Taktik De Lattres im Februar 1951 zwei neue Bataillone dazu, welche vorwiegend aus Vietnamesen bestehen. Lediglich die Offiziere und Unteroffiziere sind Legionäre.
Das 3e R.E.I. zählt darauf 78 Offiziere und 2705 Unteroffiziere und Legionäre.
Stationiert ist es in Bac-Ninh und Sept Pagodes am nördlichen Rand des Tonkin-Deltas.
Die Bataillone des 3e R.E.I. sind nun oft in den groupes mobiles, Kampfgruppen aus mehreren Bataillonen bestehend, eingebunden um die Vietminh aufzuspüren und deren Angriffe auf das Tonkin-Delta abzuwehren.
Hier ist zunächst ein Vorstoß der Vietminh bei Vinh Yên zu nennen, an dessen Abwehr sich das 3e R.E.I. erfolgreich beteiligt hat.
Im März 1951 wird das III/3e R.E.I. bei einem Angriff auf den Posten Bai Tao in der Region Dong Trieu erfolgreich geprüft.
Zwischen den Operationen nimmt das 3e R.E.I. im Jahre 1951 an der Befestigung des Deltas unter General De Lattre de Tassigny teil.
Es werden 130 Posten und Bunker aus Beton konstruiert, um den Einfall der Vietminh in das Delta zu unterbinden.
Ehrenwache des 3° R.E.I. am 14. Juli 1952 in Hanoi
1951 bis 1952 im Tokin-Delta
Im November 1951 werden große Teile des 3e R.E.I. in die Region des Schwarzen Flusses beordert.
So gräbt sich das II/3e R.E.I. am 11. November 1951 an der R.P. 41 bei Cho Ben ein, wo es am 16. November 1951 erfogreich einen Angriff der Vietminh abwehrt.
Auch die anderen Bataillone der Regiments werden im Dezember 1951 am Schwarzen Fluss durch die Vietminh auf die Probe gestellt. Das III/3e R.E.I. bei Phuong Mao, das IV/3e R.E.I. auf dem Khe Non und das V/3e R.E.I. in der Gegend vo Thai Binh.
Die Angriffe des Gegners in der Region werden erfolgreich abgewehrt, aber es gelingt den Vietminh immer wieder mit seinen Bataillonen in das Delta vorzustoßen.
1952 ist von zahlreichen Operationen des 3e R.E.I. zur Abwehr der Angriffe auf das Delta geprägt. Die Bataillone sind in den verschiedensten Regionen eingesetzt, Bac Ninh, Phuc Yen, am Schwarzen Fluss, u.s.w.
Im Herbst 1952 starten die Vietminh einen Vorstoß auf das Thai-Hochland. Nghia Lo und die Posten der Gegend fallen.
Der neue Befehlshaber Salan beschließt den Ausbau einer Festung im Thai-Hochland, um den Gegner zu stoppen. Als Ort wird Na San ausgewählt.
In der Festung Na San sind vier Bataillone der Legion einsetzt. Das 3e R.E.I. ist mit dem III/3e R.E.I. vertreten.
Ende November und Anfang Dezember 1952 starten die Vietminh ihre Attacke auf die Festung, erleiden jedoch herbe Verluste.
Na San wird zum vollen Erfolg für die französischen Truppen.
Antreten vor Colonel Laimay
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Fotos von Werner R. |
1953 bis 1954
Im Jahr 1953 starten die Vietminh ihre Offensive auf den Norden von Laos. Das II/3e R.E.I. und das III/3e R.E.I. werden nach dort, in die Plaine Des Jarres, die Ebene der Tonkrüge verlegt, wo sie für 6 Monate operieren.
Zwischenzeitlich werden das IV/3e R.E.I. und das V/3e R.E.I. in die vietnamesische Armee eingegliedert.
Das II/3e R.E.I. ist in der G.M. 5 im Delta aktiv.
Bei der Abwehr der Offensive auf Laos werden die beiden Bataillone des 3e R.E.I. auf ein harte Probe gestellt. Trotzdem gelingt es dem III/3e R.E.I. im starken Regen der Jahreszeit, unter Gefechten mit dem Gegner, in einer Woche über 200 Kilometer Wegstrecke zurückzulegen, um die Straße von Muong Sai zu öffnen und Muong Mat einzunehmen.
Der Druck des Gegners in der Region nimmt im Oktober 1953 weiter zu. Eine mögliche Axe der Offensive der Vietminh ist bereits im Osten durch Stellungen in der Plaine Des Jarres und Luang Prabang blockiert.
Um einen Vorstoß weiter westlich zu unterbinden, wird der Aufbau einer großen Stellung im Tal von Diên Biên Phú beschlossen und ab November 1953 begonnen.
Im Verlauf der Schlacht, die sich ab Anfang 1954 um Diên Biên Phú entwickelt, hält das III/3e R.E.I. den Posten "Isabelle" bis zum Fall von Diên Biên Phú im Mai 1954.
Zur gleichen Zeit, zwischen Dezember 1953 und Juli 1954 ist das I/3e R.E.I. im Delta aktiv. Es ist im Raum Bac Ninh und zwischen Hanoi und Haiphong eingesetzt gegen die dort immer aktiver werdenden Vietminh.
Das II/3e R.E.I. ist in Laos eingesetzt. Es deckt im Januar 1954 den Rückzug der Garnison Muong Khoua und opfert sich dabei gegen die Angriffe eines kompletten Vietminh-Regiments fast komplett auf. Es gelingt nur unter starken Verlusten, sich nach Muong Sai zurück zu ziehen.
Das II/3e R.E.I. wird darauf im Februar 1954 im Delta neu aufgestellt. Bereits am 21. April 1954 muss es sich erneut gegen eine Übermacht von drei Vietminh-Bataillonen in der Gegend von Ban Yen Nhan, an der Straße zwischen Hanoi und Haiphong behaupten.
Abschied aus Indochina 1954
Nach dem der Krieg im Juli 1954 beendet ist und die überlebenden Gefangenen aus den Kämpfen der Route Coloniale 4 und Diên Biên Phú freigelassen werden, sammelt sich das 3e R.E.I. in Cuu Vien.
Colonel Raberin übernimmt die Führung des Regiments von Colonel Lalande, der in Diên Biên Phú in Gefangenschaft geraten war.
Im Dezember 1954 verlässt das 3e R.E.I. Indochina nach Algerien.
Von allen in Indochina eingesetzten Einheiten der Fremdenlegion hatte das 3e R.E.I. den höchsten Preis bezahlt. Es verlor in Indochina 77 Offiziere, 364 Unteroffiziere und 3396 Legionäre.
Für seine Leistungen bekam das 3e R.E.I. 4 neue Citations à l´ordre de l´armée und einen dritten Fourragère in den Farben der Medaille Militaire an seine Regimentsfahne.











