61e Bataillon du Génie
61° Bataillon Colonial du Génie

Abzeichen
des 61e B.G. en E.O.
Vorweg, das spätere 61e B.G. ist keine Legionseinheit im eigentlichen Sinne. Anfangs sind noch überhaupt keine Legionäre im Bataillon vertreten.
Das Bataillon wurde am 16. Februar 1945 in Vienne an der Isère aufgestellt. Es enstand aus dem 17e Régiment du Génie und wird zunächst als 61e Bataillon Colonial du Génie bezeichnet.
Nach der Aufbauphase wird das 61e B.G. am 16. Januar 1946 über Marseille nach Indochina verschifft.
Nach seiner Ankunft in Saigon am 05. Februar 1946 wird das 61e B.G. im Raum Lai Thieu, My Tho in Cochinchina und im Raum Nha Trang in Annam eingesetzt.
Im November 1946 wird das 61e B.G. in Tonkin wieder zusammen geführt. Dort werden zunächst provisorisch die ersten Legionäre in das Bataillon eingegliedert.
Nach dem Ausbruch der Kämpfe im Dezember 1946 ist das 61e B.G. an der Route Coloniale 5 zwischen Haiphong und Hanoi bei der Reparatur der zerstörten Straßen und Brücken eingesetzt. Oft unter dem Feuer des Gegners, der Stück für Stück zurückgedrängt wird.
Die Arbeit wiederholt sich an der Route Coloniale 4 zwischen Tien Yen und Langson.
Für die gezeigten Leistungen wird das 61e B.G. am 15. März 1947 ausgezeichnet.
In den folgenden Jahren ist das 61e B.G. im gesamten Tonkin eingesetzt.
Im Oktober 1947 beteiligt sich das 61e B.G. an der Operation Léa. Im Anschluß der Operation baut das Bataillon die Route Coloniale 3 von Cao Bang bis Bac Kan aus. Die Posten an der R.C. 3 werden durch das I/3e R.E.I. besetzt.
Bis Ende 1947 baut das 61e B.G. zudem das Flugfeld von Cao Bang aus.
Während die 61/3 Anfang 1948 in Cao Bang verbleibt und ihre Arbeiten an der R.C. 3 und der R.C. 4 fortsetzt, wird der P.C. des 61e B.G. mit der 61/2 zunächst nach Langson gesandt.
Dort verbleiben sie jedoch nicht lange. Während der P.C., gefolgt von der 61/1 nach Hanoi verlegt, zieht die 61/2 nach Loc Binh.
Die 61/4 verbleibt ab 1947 in Yen Chau.
Nach den blutigen Überfällen an der R.C. 4 werden im Sommer 1949 die Abordnungen der 61/3 nach Cao Bang und auch in Dong Khe beendet.
1949 - Génie-Légion
Zum 01. August 1949 verliert das 61e B.G. schließlich seine Bezeichnung Colonial und wird zum 61e Bataillon du Génie.
Im Zuge der Umstrukturierung wird am 16. August 1949 die 21e Compagnie de Commandement du 61e B.G. fast ausschließlich mit Fremdenlegionären besetzt.
Ab 1949 zählt das 61e B.G. daher mit seiner 61e B.G./21e C.C. zu den Einheiten des Génie-Legion.
Unterdessen wird die 61/3 nach einem kurzem Aufenthalt in Hanoi Ende 1949 wieder nach Langson an die R.C. 4 verlegt.
Dort verbleibt sie bis Oktober 1950, als man Langson nach dem Drama an der Route Coloniale 4 aufgibt.
Der P.C. des Bataillons vebleibt in der Citadelle von Hanoi. Zwei der Kompanien finden sich ebenfalls in Hanoi, während die dritte Kompanie in Nam Dinh stationiert ist.
Man ist bald im gesamten Tonkin-Delta auf den Operationen mit den Groupes Mobiles eingesetzt, als auch ab 1951 beim Bau der De-Lattre-Linie. Einzelne Abordnungen werden bis nach Na San und Lai Chau entsandt.
Die Arbeiten setzen sich bis zum Waffenstillstand im Juli 1954 fort. Dann wird das 61e B.G. nach Cochinchina verlegt, wo es im September 1955 schließlich aufgelöst wird.
In seinen Jahren in Indochina haben sich die Pioniere des 61e B.G. neben der erwähnten Auszeichnung à l´Ordre de l´Armée aus dem Jahre 1947, fünf Auszeichnungen der Kompanien, 12 Croix de Chevalier de la Légion d´Honneur, 60 Médailles Militaires und über 1.300 einzelne Citations verdient.

