76e Bataillon du Génie - Légion
Einleitung

Abzeichen
des 76e B.G.L.
Am 01. Juli 1951 wird das 76e B.G. aufgestellt.
Die Hauptaufgabe des 76. B.G. besteht in dem Ausbau der Infrastruktur für die französische Luftwaffe.
Dies beinhaltet neben dem Bau der Rollbahnen auch den Ausbau der Gebäude und Hangars, sowie der Zufahrtsstraßen, etc.
Das 76e B.G. besteht aus drei Kompanien, welche unabhängig von einander in verschiedenen Teilen Indochinas eingesetzt sind.
76/1 - Tonkin
Die Compagnie 76/1 existierte bereits zuvor unter verschiedenen Bezeichnungen.
Zunächst als Compagnie de Génie de l´Air, als Compagnie de Génie des Aérodromes und als Compagnie d´Engins Lourds. Schon zu dieser Zeit sollen Legionäre einen Teil der Truppe gestellt haben.
In den Monaten Juli und August 1951 wird die 76/1 mit 70 Legionären, dazu einigen Einheimischen, aufgefüllt und einsatzbereit gemacht.
Ab 13. August 1951 widmet sich die 76/1 dem Ausbau des Flugplatzes von Do Son in Tonkin.
Die Arbeit beschränkt sich nicht nur auf die Start- und Landebahnen, auch die Hangars, die Unterkünfte der Piloten, etc. müssen gebaut werden.
Der Bau beschäftigt die 76/1 bis in das Jahr 1952 hinein.
Im Jahr 1952 steht die 76/1 unter dem Kommando von Capitaine Le Guillou. Unter ihm ist die 76/1 zudem am Ausbau der Flugplätze von Kien An, Bui Chu und Hung Yen beteiligt.
Die Arbeiten an den Flugplätzen setzen sich auch im Jahre 1953 fort. Hinzu kommen Straßenarbeiten, vorwiegend im Raum Bui Chu, im südlichen Tonkin-Delta.
Am 01. Januar 1954 steht die 76/1 unter der Führung von Capitaine Broye.
Zu diesem Zeitpunkt zählt sie 5 Offiziere, 10 Unteroffiziere (darunter 7 Legionäre und 3 Einheimische), sowie 177 Pioniere, darunter 88 Einheimische.
Ihr Fuhrpark besteht u.a. aus etwa 60 Arbeitsmaschinen, wie Rauben, Traktoren, Walzen, Betonmischern, etc.
Das erste Halbjahr 1954 erweitert die 76/1 ihren Aufgabenbereich auf den Ausbau von Ninh Giang und der maritimen Anlagen in Do Son.
Mit dem Ende des Konflikts im Juli 1954 wird die 76/1 zu einer regulären Pionierkompanie.
Sie setzt ihre Aufgaben in Tonkin auf diversen Baustellen noch weiter fort. Mit dem Abzug aus Tonkin, wird die Compagnie nach Tourane in Zentral-Annam verlegt, wo sie zum 31. Dezember 1955 aufgelöst wird.
76/2 - Zentral-Annam
Die 76/2 wird in Zentral-Annam aufgestellt. Nach der provisorischen Führung der Lieutenants Brunel, Balduchi und Podère, wird die 76/2 von Capitaine Le Grève übernommen. Sie besteht zunächst aus 14 Unteroffizieren und 66 Pionieren, darunter Franzosen, Einheimische und Legionäre.
Die 76/2 ist zunächst auf dem Luftwaffenstützpunkt Tourane eingesetzt und übernimmt dort die Bauarbeiten.
Ab 1952, unter Capitaine Brunel, ist sie auch mit dem Bau von Teibstoff- und Munitionslagern in Tourane, sowie dem Ausbau der eigenen Kaserne beschäftigt.
Darüber hinaus werden durch die 76/2 auch Straßenarbeiten in der Region übernommen.
1953 bis zum 19. Mai 1954 errichtet die 76/2 den Flugplatz von Qui Nhon.
Zum Zeitpunkt des Waffenstillstands im Juli 1954 findet man die 76/2 in der Region Kompong Sang in Kambodscha, wo sie Straßenarbeiten durchführt und Behelfsbrücken errichtet.
Auch die 76/2 wird schließlich zum 31. Dezember 1955 aufgelöst.
Capitaine der 76/3
76/3 - Cochinchina 1951 und 1952
Die 76/3 wird 1951 in Saigon zum Bau der Flugplätze in Cochinchina aufgestellt. In der Aufbauphase der 76/3 werden zunächst diverse Arbeiten durchgeführt.
Neben Minenräumung und Straßenarbeiten werden einige Wachtürme für Posten der Region aufgestellt.
Im April 1952 wird eine Abordnung von 40 Unteroffizieren und Legionären unter Lieutenant Bruneau nach Ben Luc entsandt, um dort die 71/2 beim Bau einer Behelfsbrücke zu unterstützen.
Diese wird am 17. April 1952 feierlich eingeweiht.
Zwei Kameraden der 76/3 bei Brückenarbeiten
Kurze Zeit später, übernimmt die 76/3 den Ausbau des Flughafens Than Son Nhut von Saigon.
Arbeiten der 76/3 am Flugfeld
Eine Section ist zudem bei Straßenarbeiten in Bien Hoa eingebunden.
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Straßenarbeiten der 76/3 |
76/3 - Laos ab 1953
Mit dem Druck der Vietminh auf Tonkin und Laos, wird die 76/3 im Jahre 1953 schließlich aus Cochinchina nach Laos verlegt.
Sie übernimmt diverse Arbeiten am Flugplatz von Seno. Zudem beteiligt sie sich am Ausbau des Flugfeldes von Diên Biên Phú.
Dies setzt sich auch im Jahre 1954 unter der Führung von Capitaine Barrial fort. Allerdings beschränken sich die Arbeiten nicht ausschließlich auf den Flugpatz von Seno, sondern werden auch an den anderen Flugplätzen in Laos, wie z.B. in Vientiane und in der Plaine des Jarres durchgeführt.
Nach dem Waffenstillstand wird die 76/3 am 01. Oktober 1954 zur Compagnie Mixte du Génie au Laos.
Unter Capitaine Moutaud behält die Compagnie zunächst ihren Anteil von Legionären. Von den 210 Pionieren, stammen ein Offizier, 10 Unteroffiziere und 81 Pioniere aus der Legion.
Die Compagnie führt bis in den Herbst 1954 ihre Arbeiten fort. Dann räumt sie ab November 1954 die Flugplätze von Seno und der Plaine des Jarres. Die Legionäre verlassen nach und nach die Compagnie, deren Material an die Pioniereinheiten der laotischen Armee übergeben wird.
Im Jahre 1955 wird der Rest der Compagnie schließlich komplett in die laotische Armee eingegliedert.




