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That Khé

II/3e R.E.I.

Cochinchine 1946 - Ben Tre

Das II/3e R.E.I. kommt mit dem I/3e R.E.I. auf der gecharterten Johann de Witt am 25. April 1946 in Indochina an.

Es wird über Saigon und Thu Duc im Juni 1946 nach Ben Tre verlegt, wo sich der Stab des Bataillons unter Commandant Mausset, später unter Capitaine Pfirrmann einrichtet.

Karte Saigon und Mekong Delta mit Ben Tre (6,2 MB)

Ben Tre

Garde im Hof des Bataillons

Foto von Werner S., 8e Cie., II/3e R.E.I.


Das II/3e R.E.I. ist für das kommende Jahr für die Sicherheit im Sektor Ben Tre, südlich von Saigon im Mekong-Delta gelegen, zuständig.

Es wird auf zahlreichen größeren und kleineren Posten im Sektor verteilt, die es selbständig errichtet.

Postenbau bei Soc Sai

Foto von Werner S., 8e Cie., II/3e R.E.I.


Die wenigen Straßen und Brücken in der Region werden häufig das Ziel von Sabotageakten.
Und es kommt schon bald zu den ersten Überfällen der örtlichen Rebellen auf Konvois und Patrouillen in dem regen Sektor.

Am 26. Juni 1946 wird eine Patrouille der 8e Compagnie zwischen Cai Mit und Giong Trom überfallen.
Nur 4 Kilometer vom Posten Cai Mit entfernt, dauert der Überlebenskampf der Patrouille drei Stunden an.
Alle acht Legionäre sind bereits tot, als sich der allein übrig gebliebene Sergent mit seinen letzten Patronen selbst richtet.

Eine Patrouille

des II/3e R.E.I. durchquert einen Fluss


Die notwendigen Patrouillen und Operationen zum aufspüren der Gegner gestalten sich denkbar schwierig in der sumpfigen Deltaregion, welche von unzähligen Nebenarmen des Mekong und Kanälen durchzogen ist.

Die Serie der Überfälle setzt sich derweil weiter fort. Am 18. Juli 1946 wird Lieutenant Chauvet von der 6e Compagnie zwischen Mo Cay und Cho Cai Quao getötet.

Im August 1946 wird das II/3e R.E.I. ausgedünnt. Eine Compagnie wird nach Kambodscha entsandt, eine andere nach Vinh Long, um den Mekong-Sektor zu unterstützen.

Es folgen zahlreiche weitere Überfälle und Gefechte, wie am 11. September 1946 bei Phong My, bei dem Lieutenant Gioan getötet wird.

Der Posten An Hoa im März 1947

Foto von Werner S., 8e Cie., II/3e R.E.I.

1947 - Ben Tre

Das Jahr 1947 setzt sich fort, wie das Jahr 1946 geendet hatte. Der Guerillakrieg fordert zahlreiche Opfer. Die Bekämpfung der Rebellen, die am Tag friedliche Reisbauern sind und sich nach einem Überfall schnell verflüchtigen, gestaltet sich weiterhin schwierig.

Auch die Versorgung der Posten fordert Opfer. Am 18. Februar 1947 wird der Posten Cai Mon per L.C.M. über den Fluß versorgt.
Als die Vietminh das eingesetzte L.C.M. angreifen, wird Capitaine Picquart von der C.C.B. des II/3e R.E.I. getötet.
Acht Legionäre werden verletzt, das L.C.M. schwer beschädigt.

Ein L.C.M.

Foto von Werner S., 8e Cie., II/3e R.E.I.


Am 06. Mai 1947 kommt es zu einer Attacke auf den Posten von Huong Diem, gehalten von der 6e Compagnie des II/3e R.E.I.
Der Angriff kann abgewehrt werden, allerdings wird das benachbarte Dorf dabei schwer zerstört.

Huong Diem nach dem Angriff

Foto von Werner S., 8e Cie., II/3e R.E.I.


Am 19. Mai 1947, dem Geburtstag von Ho Chi Minh, wird ein Konvoi des II/3e R.E.I. etwa 3 Kilometer nördlich von bei Phu Le auf der Straße zwischen Ba Tri und Dong Xuan überfallen.
Unter den Opfern befindet sich auch Capitaine Vallat, der Commandant der 8e Compagnie.

Brücke von Ngai Trung, zwischen Ben Tre und Ba Tri

Foto von Werner S., 8e Cie., II/3e R.EI.


Ab Juni 1947 werden die Posten des II/3e R.E.I. sukzessive durch Tirailleurs übernommen und das Bataillon wird allmählich wieder mobil.

Am 11. Juli 1947 nehmen Legionäre aus dem II/3e R.E.I. am Gefecht von Bang Tra am Song Ham Luong teil.

Ende August 1947 verlässt das II/3e R.E.I. schließlich das Mekong-Delta und verlegt nach Saigon.

Tonkin 1947 - Operation Léa

Als man im Herbst 1947 die Besetzung des Hochlandes in Tonkin plant, wird das II/3e R.E.I. schließlich aus Cochinchine nach Tonkin versetzt.

Am 10. September 1947 besteigt das II/3e R.E.I. unter Chef de Bataillon Raberin die Marechal Joffre und bricht entlang der Küste in Richtung Norden auf.

In der Bucht von Halong

Foto von F.G., 6e Cie., II/3e R.E.I.


Nach seiner Ankunft in der Baie d´Along geht das Bataillon am 15. September 1947 in Cam Pha Port an Land.
In Mong Duong, wenige Kilometer nördlich von Cam Pha Port verbleibt das II/3e R.E.I. für einige Tage.

Am 23. September 1947 schließt sich das II/3e R.E.I. dem Groupement unter Colonel Beaufre in Dinh Lap an der Route Coloniale 4 an.

Karte des Operationsgebietes mit Cam Pha, Dinh Lap und Lang Son (6,4 MB)

In der Operation Léa geht es unter Beaufre ab dem 07. Oktober 1947 in einer Serie kleinerer Gefechte von Langson über die Route Coloniale 4 nach Na Cham.

Am 09. Oktober 1947 nimmt das Bataillon an einer Operation am Song Ky Cong teil, bevor es am 10. Oktober weiter nach That Khé geht.

Die Stadt wird am 11. Oktober 1947 erreicht und ab diesem Zeitpunkt wird That Khé der neue Sitz des II/3e R.E.I.
Für die 5e und 7e Compagnie geht es noch weiter nach Norden. Am 14. Oktober 1947 erreicht die 5e Compagnie Dong Khé und lässt sich dort nieder.
Für die 7e Compagnie geht es weiter bis nach Cao Bang, wo sie am 15. Oktober 1947 auf das I/1er R.C.P. trifft, welches dort abgesprungen war.

Karte der Region Cao Bang bis That Khé (6,1 MB)

Tonkin 1947 - Route Coloniale 4

In der Region von That Khé wird das II/3e R.E.I. zunächst verbleiben.
Der Stab unter Chef de Bataillon Raberin richtet sich mit der 8e Compagnie unter Lieutenant Legouaille direkt in That Khé ein.

Dazu werden Garnisonen mit diversen Aussenposten in Na Cham (6e Compagnie unter Capitaine Saint-Raymond), Dong Khé (5e Compagnie unter Capitaine Allard) und Cao Bang (7e Compagnie unter Lieutenant Ricaud) besetzt.

Poma 1947

Die Besatzung des Postens Poma im Gruppenbild

Foto von F.G., 6e Cie., II/3e R.E.I.


Es ist klar, dass der Sektor von That Khé sehr gefährlich ist. Die Antwort der Vietminh auf die Besetzung der Route Coloniale 4, in ihrem Rückzugsgebiet, lässt nicht lange auf sich warten.
Bereits am 30. Oktober 1947 kommt es zu einem Angriff der Vietminh an der Pont Bascou, nördlich von That Khé.

Am 05. November 1947 beteiligt sich das II/3e R.E.I. an einer Operation westlich der Route Coloniale 4.

Am Folgetag kommt es zu einem Angriff der Vietminh auf den Posten Vo Chang. Lieutenant Rifflet von der 7e Compagnie wird dabei getötet.
Bereits am 17. November 1947 wird der Posten erneut angegriffen.

Den 20. November 1947 unternimmt man einen erfolgreichen Vorstoß auf Po Ma.

Vom 25. bis zum 27. Dezember 1947 werden mehrere Posten des II/3e R.E.I. in der Region von That Khé angegriffen.

Die Überfälle der Vietminh auf die Konvois, Patrouillen und Posten bringen der Route Coloniale 4 schon bald den Beinamen "blutige Straße".

1948 - Sektor That Khé

Isidore

7e Cie., II/3e R.E.I.

Das Jahr 1948 beginnt für das II/3e R.E.I., wie das Jahr 1947 aufhörte.

Die 7e Compagnie ist weiterhin in Cao Bang stationiert. Die übrigen drei Kompanien sind mittlerweile im Sektor That Khé auf den Posten PK 22, PK 28, PK 33, Tunnel, PK 38, PK 49, Dong Khé, Ha Pha, Lung Phai, Pont Bascou, That Khé, Ben Me, Po Ma, Song Ky Cong, PK 45 und PK 41 Est verteilt.

Dazu müssen die Konvois auf der Route Coloniale 4 eskortiert werden und gefährliche Aufklärungspatrouillen unternommen werden.
So kommt es bereits am 01. Januar 1948 zu einem Überfall auf einen Konvoi, der nur 22 Kilometer von Cao Bang in Richtung Dong Khé gekommen war. Der Angriff kann von den Legionären der 5e Compagnie abgewehrt werden, aber es gibt 20 Tote und 35 Verletzte.

Es kommt auch immer wieder zu Angriffen auf die Posten, wie in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1948 auf den Posten Ben Me.
Der Posten, von einer kleinen Truppe unter Sergent-Chef Crouail gehalten, wird über 4 Stunden von etwa 150 bis 200 Vietminh angegriffen, kann den Angriff aber abwehren.

Am 28. Januar 1948 kommt es zu einem Überfall auf die 2e Section der 6e Compagnie unter Sergent Chini, welche sich nahe des Postens Song Ky Cong auf Patrouille befand.

Am 05. Februar 1948 kommt es in der gleichen Gegend wieder zu zwei Überfällen auf Patrouillen, welche die Route Coloniale 4 für einen Konvoi aus Langson frei machen sollen.
Die erste Patrouille setzt sich aus Legionären der 5e Compagnie aus dem PK 28 zusammen. Sie wird im Bereich des PK 33 angriffen, so wie auch der PK 33 selbst und der Posten Tunnel.
Zugleich trifft es eine Patrouille der 8e Compagnie aus Dong Khé in Richtung Loung Phai.
Zwar können die Angriffe abgewehrt werden und der Konvoi darauf unbehelligt passieren, doch es gibt 17 Tote, 4 Vermisste und 11 Verletzte zu beklagen.

Die 7e Compagnie in Cao Bang wird im Februar 1948 von Capitaine Vieules übernommen.
Am 28. Februar 1948 bricht eine Marschgruppe, bestehend u.a. aus der 7e Compagnie des II/3e R.E.I. und gepanzerter Begleitung des R.I.C.M., unter der Führung von Lieutenant-Colonel Simon von Cao Bang auf, um die Route Coloniale 4 in Richtung Süden zu öffnen, da der P.K. 28 seit drei Tagen vom Gegner belagert ist.
In Höhe Kilometer 24 kommt es zu einem heftigen Überfall. In dem schweren Gefecht gibt es in der Marschgruppe 25 Tote und 27 Verletzte, darunter Lieutenant Vallin, welcher später seinen Verletzungen erliegt.

Im März 1948 wird die 6e Compagnie von Lieutenant Rambaud übernommen.
Den 12. März 1947 werden wieder Angriffe der Vietminh im Raum That Khé vermeldet.

Am 16. März 1948 muss erneut eine Patrouille die Route Coloniale 4 öffnen. Diesmal von That Khe aus in Richtung Süden, für einen Konvoi aus Langson.
Die Patrouille, an der Legionäre der 6e Compagnie des II/3e R.E.I. teilnehmen, trifft 8km südlich von That Khé in der Ebene von Ban Nam auf heftigen Widerstand und sitzt dort fest.
Chef de Bataillon Raberin stellt umgehend, u.a. mit zwei Panzern und dem Peleton des Élèves Caporaux des II/3e R.E.I. von Lieutenant Cocquelle, einen Unterstützungstrupp zusammen und übernimmt persönlich dessen Führung.
Doch der Weg ist blockiert, ein Panzer verunglückt, bei dem Versuch, ein Hindernis auf der Straße zu umgehen. Die Legionäre erreichen trotz allem den Ort des Geschehens und starten mehrere Gegenangriffe.
Mit der Verstärkung aus That Khé, sowie einsetzender Luftunterstützung, kann der Gegner schließlich in die Flucht geschlagen werden und der Konvoi kann bis That Khé vorstoßen.
Leider gibt es 11 Tote und 29 Verletzte. Man findet 7 Tote Vietminh, die Aufklärung lässt jedoch verlauten, dass mindestens 33 Vietminh starben.

Am Folgetag, dem 17. März 1948, muss die Route Coloniale 4 für den Konvoi in Richtung Cao Bang geöffnet werden. Es sind erneut die gleichen Kräfte wie am Vortag beteiligt. Die Patrouille überquert den Col de Loung Phai, wird aber kurz vor dem Boulevard de la 73/2 überfallen.
Bis zum Mittag liefert man sich ein heftiges Gefecht, muss sich aber schließlich zum Posten am Loung Phai zurückziehen. Es sind 6 Gefallene zu beklagen.
Gegen 16:30 Uhr starten man einen erneuten Versuch, diesmal mit der Unterstützung von Kräften aus Dong Khe. Diesmal gelingt der Durchbruch und die Vereinigung bis um 17:20 Uhr. Der Konvoi kann passieren und erreicht Dong Khe um 19:30 Uhr.

Am 18. März 1948 erreicht der Konvoi schließlich auch Cao Bang, um am gleichen Tag wieder umzukehren und erneut am Boulevard de la 73/2 in einen Hinterhalt zu fallen. Man kann sich diesmal jedoch nach einem kurzen Gefecht nach That Khe durchschlagen.

Ende März 1948 erreicht schließlich auch das III/3e R.E.I. die Route Coloniale 4 und übernimmt im April 1948 vom II/3e R.E.I. die nördliche Hälfte des bisherigen Zuständigkeitsbereiches, den Untersektor Dong Khé.
Der Bereich des Untersektors That Khé, den das II/3e R.E.I. nun bis Oktober 1949 abzudecken hat, erstreckt sich um That Khé von Loung Phai bis Lung Vai.

1948 - Untersektor That Khé

Das sich der durch das II/3e R.E.I. abzudeckende Bereich nun halbiert hat, können die Posten im Untersektor That Khé verdichtet werden. Mit der sich etwas beruhigenden Lage, wird ab 03. Mai 1948 der Posten 41 West errichtet.
In Richung der chinesischen Grenze werden ab 25. Juni 1948 die Posten Bi Nhi und Po Ma besetzt.

Unter der Führung von Capitaine Clemencon, dem stellvertretenden Bataillonsführer des II/3e R.E.I., gelingt es derweil, die arg zerstörte Stadt That Khé, mit ihren mindestens 15.000 Einwohnern wieder langsam aufzubauen.

Gleichzeitig werden die Aufklärungspatrouillen im Untersektor erfolgreich intensiviert. So kann eine kleine Patrouille aus Po Ma, unter Lieutenant Da Silva von Capitaine Labignettes 5e Compagnie, am spätend Abend des 21. Juli 1948 ein Dutzend Kader der Vietminh bei einem Treffen in einer Hütte überraschen.

Labignette selbst wird ab August 1948 an der Spitze der 5e Compagnie durch Capitaine Celerier ersetzt.
Auch in der 7e Compagnie gab es einen Führungswechsel, diese wird nun von Lieutenant Met geführt

Während sich die Angriffe des Gegners im Juli und August 1948 auf den Bereich der R.C. 3 konzentrieren, gibt es beim II/3e R.E.I. erst Ende August wieder gesteigerte Feindaktivitäten.
So gibt es einen Toten und fünf Verletzte bei einem Konvoi von That Khé nach Po Ma am 21. August 1948.

Am 26. August 1948 muss der Posten Deo Cat gegen eine drohende Einkreisung des Gegners von That Khé aus unterstützt werden.
Den 31. August 1948 gerät der Posten abermals in Bedrängnis, aber die Vietminh können erneut vertrieben werden.

That Khé selbst erhält am 04. September 1948 ungebetenen Besuch der Vietminh. Der Angriff kann jedoch abgewehrt werden.
Die Vietminh versuchen es am 26. September 1948 erneut, werden jedoch wiederum zurückgeschlagen.

Der Posten Lung Vai, von 7 Europäern und 20 Partisanen besetzt, fällt unter tragischen Umständen, wird aber darauf vom II/3e R.E.I. wieder besetzt.

Am 19. November 1948 wird ein Konvoi nahe des Postens Song Ky Cong angegriffen. Die Angreifer können aber zurückgeschlagen werden.
Es gibt erneute Angriffe auf Konvois, wie am 22. und am 25. November 1948.
Am gleichen Tag kommt es bei Po Ma zu einen Gefecht.

Den 03. und 04. Dezember 1948 werden die Posten Luong Phai und Pont Bascou angegriffen.
Überfälle auf Patrouillen werden am 08. Dezember 1948 vom Posten 41 West und am 12. Dezember 1948 vom Posten Bi Nhi gemeldet.
Am 14. Dezember 1948 trifft eine Patrouille östlich des Postens Lung Vai auf eine größere Einheit Vieminh und verliert dabei 3 Tote und 7 Verletzte.

Am 23. Dezember 1948 werden die Posten Keo Kouan und Ben Me angegriffen. Die entsandte Unterstützung gerät südlich von Keo Kouan in einen Hinterhalt, kann dem Gegner aber einige Verluste zufügen.

Der letzte Überfall des Jahres 1948 findet auf den Posten Loung Phai statt, am 26. Dezember 1948.

1949 - Untersektor That Khé

QUO NON ASCENDAM

8e Cie., II/3e R.E.I.

Das Jahr 1949 setzt sich mit den Angriffen auf die Posten und Patrouillen des II/3e R.E.I. unter Commandant Raberin im Untersektor That Khé fort.

Am 05. Februar 1949 wird eine Patrouille am Boulevard de la 73/2 zum Ziel des Gegners.
Legionäre des II/3e R.E.I. und des III/3e R.E.I. öffnen dort die Straße, als sich ein heftiger Angriff entwickelt.
Es gibt drei Tote und zwei Vermisste, darunter Lieutenant Da Silva, dessen Leiche man zwei Tage später findet.

Der März bringt die heftigsten Angriffe, die Vietminh starten eine Offensive.
Zunächst wird am 02. März 1949 eine Patrouille am Loung Phai angriffen und verliert dabei einen Mann, sowie mehrere Verletzte.
Am 14. März 1949 wird der Posten am Lung Phai attackiert.

In der Nacht vom 15. auf den 16. März 1949 werden die Posten um That Khé, Pont Bascou, Song Ky Cong und Deo Cat angegriffen.
Jeder Posten hat sein Camerone...Der Posten Song Ky Cong, von einer Section der 8e Compagnie gehalten kann nicht gegen die Übermacht durchhalten, genauso wie der Posten Deo Cat, der von einem Sergent-Chef mit zwei Gruppen gehalten wurde.
Im zerstörten Posten Deo Cat findet man am nächsten Tag keine Spur mehr von der Besatzung...

Siehe dazu That Khé, 15. bis 16. März 1949.

Die Angriffe auf Posten, Konvois und Patrouillen um That Khé setzen sich im März fort. So wird in der Nacht vom 21. auf den 22. März 1949 der Posten Ben Me attackiert.
Abends um 19:15 Uhr beginnt der Beschuß mit schweren Waffen, der im Posten die ersten Ausfälle fordert. Um 21:00 Uhr starten die Vietminh ihre erste Infanterieattacke, die aber im Abwehrfeuer stecken bleibt.
Bis 01:00 Uhr morgens unternehmen sie weitere Angriffswellen, dann ziehen sie sich unter Mitnahme ihrer Toten und Verletzten geschlagen zurück. Nur 9 Leichen werden am nächsten Morgen aufgefunden. Die Blutspuren lassen aber auf heftige Verluste unter den Angreifern schließen.
Der Posten Ban Me konnte gehalten werden, aber es gibt 4 Tote und mehrere Verletzte unter den Legionären.

Der Konflikt an der Route Coloniale 4 ist nun in eine neue Phase getreten, die sich im im April, mit Angriffen auf That Khé und am 08. und 09. April 1949 auf Tra Linh, blutig fortsetzt.
Am 25. April 1949 trifft es erneut einen Konvoi am Lung Phai. Während des Angriffs kommt auch der Posten Lung Phai in Bedrängnis. Es gibt 11 Tote, 25 Verletzte und 6 Vermisste.

Im Mai 1949 beschließt das Oberkommando in Hanoi die Räumung der entlegenen Posten. Beim II/3e R.E.I. werden die Posten Bi Nhi, Na Man, Binh Dao und Ben Pen in Richtung der chinesischen Grenze geräumt.

In dieser Zeit verlässt Commandant Raberin das II/3e R.E.I. und Chef de Bataillon Frossard übernimmt das Bataillon.
Derweil wird die 5e Compagnie wird von Lieutenant Mazeau übernommen.
Bei der 8e Compagnie hatte es bereits im April 1949 einen Führungswechsel gegeben, diese wird nun von Capitaine Oudry geführt.

Auch nach der Umstrukturierung wächst der Druck auf die Route Coloniale 4 weiter.
Am 18. Juni 1949 wird abermals ein Konvoi am Lung Phai auf dem Rückweg in Richtung That Khé überfallen. Die 3e Escadron des R.I.C.M. und die 8e Compagnie des II/3e R.E.I. verlieren zusammen 15 Tote, 28 Vermisste und 43 Verletzte.

Im August 1949 wechselt die Führung des II/3e R.E.I. erneut. Capitaine Demiautte übernimmt das Bataillon.
Gleichzeitig übernimmt Capitaine Jaugeon die Führung der 6e Compagnie.

Am 03. September 1949 trifft es erneut einen Konvoi am Lung Phai Pass. Es ist grausames Massaker, etwa 100 Menschen werden getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. 55 Fahrzeuge werden vom T.D. 174 zerstört. Nur wenigen Überlebenden gelingt die Flucht.
Unter den Opfern ist auch eine Abteilung des II/3e R.E.I. unter Capitaine Di Meglio aus That Khé, welche zur Sicherung des Konvois eingesetzt war.

Mit der Übernahme der Grenzregion durch Colonel Constans, kommt es im November 1949 zu weiteren Umstrukturierungen an der Route Coloniale 4.
Das 6e G.S.M.P. löst das II/3e R.E.I. nach und nach von den Posten im Untersektor aus, während sich das II/3e R.E.I. in That Khé sammelt.

Unterdessen halten die Vietminh ihrem Druck in dem Bereich aufrecht. Am 05. November 1949 greifen sie in den Morgenstunden den Posten Ben Me, 10 km nordöstlich von That Khé, mit einer großen Übermacht an Kräften an.
Der Posten, frisch von zwei Peletons des 6e G.S.M.P. besetzt, wird umgehend durch zwei Kompanien des II/3e R.E.I. unterstützt, die am Nachmittag dort eintreffen und die Vietminh vertreiben können.
Am späten Nachmittag beginnen die Vietminh dann, die vier Posten zwischen Deo Cat und Lung Vai der 6e und 7e Compagnie, anzugreifen.
Gegen die Posten 45 und Ban Be sind die Angriffe durch Beschuß aus sicherer Entfernung nur sporadisch. Aber gegen die Posten 41 Ost, gehalten von einer Section unter Lieutenant Grue, kommt es zu zu einem Infanterieangriff, der abgewehrt werden kann.
Am Schlimmsten trifft es den Posten 41 West, besetzt durch eine Section unter Lieutenant Poupard.
Ab dem Nachmittag wird der Posten mit schweren Waffen in Trümmer geschossen. Mehrere Infanterieangriffe werden teils per mit der Hand geworfenen Mörsergranaten abgewehrt. Bis um 04:30 Uhr setzen die Vietminh ihre Angriffe fort, dann ziehen sie sich zurück.

1949 - Dong Dang

Dies war zunächst der letzte Angriff auf das Bataillon in diesem Bereich. Im Dezember 1949 verlegt das II/3e R.E.I. schließlich nach Dong Dang, wo es als Eingreifreserve stationiert ist, während das III/3e R.T.A. den Untersektor That Khé mit seinen Posten übernimmt.

Ab diesem Zeitpunkt führt Capitaine Labaume das II/3e R.E.I. Er behält die Führung auch im kommenden Jahr.

1950 - Dong Dang

Im Jahr 1950 nimmt das II/3e R.E.I. von Dong Dang aus auch wieder an größeren Operationen teil.
So mit zwei weiteren Bataillonen vom 18. bis 25. Januar 1950 an der Operation Vincent, südöstlich von Langson. Es geht in ein Rückzugsgebiet der Vietminh, nahe der chinesischen Grenze.

Im Februar 1950 übernimmt Lieutenant Bart die 8e Compagnie.

Vom 08. bis zum 10. März 1950 beteiligt sich das II/3e R.E.I. mit dem I/3e R.E.I. an einer Operation in das Tal von Diem He, westlich von Langson.

Am 13. Mai 1950 ist das II/3e R.E.I. im Dreieck zwischen Dong Trieu, An Chau und Luc Nam in der Operation Parpaing eingesetzt. Eine Section fällt dabei in einen Hinterhalt.

1950 - That Khé

Als sich am 26. Mai 1950 die Lage an der Route Coloniale 4 zuspitzt und Dong Khé, gehalten von 2 Kompanien des 8e R.T.M., in die Hand des Gegners fällt, aber kurz darauf durch das 3e B.C.C.P. zurück erobert werden kann, werden die Bataillone des 3e R.E.I. neu auf der Route Coloniale 4 verteilt.

Am 30. und 31. Mai 1950 wird das II/3e R.E.I. wieder nach That Khé transportiert.
Von dort aus ist das Bataillon erneut als Interventionsbataillon tätig.

Hier finden im Juni 1950 zwei Wechsel bei der Kompanieführung statt.
Die 5e Compagnie wird von Capitaine Vollaire übernommen, nachdem sie im Mai kurz von Lieutenant Tirat geführt wurde.
Die 7e Compagnie wird unterdessen von Lieutenant Mozat übernommen.

Vom 05. bis 08. August 1950 nimmt das II/3e R.E.I. in der Operation Tapis an der Öffnung der Route Coloniale 4 südlich von That Khé teil.

Herbst 1950 - Route Coloniale 4

AVEC LE SOURIRE

6e Cie., II/3e R.E.I.

Das II/3e R.E.I. übernimmt neben That Khé am 06. September 1950 auch Dong Khé mit seinen Aussenposten, wo das 8e Tabor abgelöst wird.
Während in und um That Khé die 7e und 8e Compagnie stationiert sind, wird Dong Khé von der 5e und der 6e Compagnie gehalten.

Vom 16. bis zum 18. September 1950 wird Dong Khé von 16 Bataillonen Vietminh angegriffen.
Die 5e und die 6e Compagnie des II/3e R.E.I. halten zwei Tage und zwei Nächte gegen die Übermacht des Gegner durch, dann brechen die letzten Überlebenden aus.
Doch nur wenigen Legionären gelingt es, sich bis That Khé durchzuschlagen.

Siehe dazu Dong Khé.

In der darauf folgenden Schlacht um die Evakuierung der gesamten Region, können die übrig gebliebene 7e und 8e Compagnie des II/3e R.E.I. unter der Führung von Capitaine Labaume die Stadt That Khé bis zum 10. Oktober 1950 halten und die Überlebenden der Kolonnen Charton und Lepage in Empfang nehmen.

Siehe dazu Route Coloniale 4.

Man zieht sich dann unter Gefechten über Na Cham, Dong Dang und Langson von der Route Coloniale 4 zurück.
Am 18. Oktober 1950 wird auch Langson geräumt. Der Rest des II/3e R.E.I. verlegt über Dinh Lap und Chu nach Phu Luu, nördlich von Hanoi, wo sich die Überlebenden des 3e R.E.I. sammeln.

1950 - Wiederaufstellung in Hanoi

Die Bataillone des 3e R.E.I. werden mit Nachschubkräften aus Nordafrika bis zum Ende des Jahres 1950 in der Region von Hanoi wieder neu aufgestellt.

Im Dezember 1950 ist das II/3e R.E.I. bereits wieder auf kleineren Operationen im Raum Bac Ninh.
Als sich Ende Dezember die Schlacht von Vinh Yen anbahnt, liegt das II/3e R.E.I. in Luc Nam, wo es den Gegner aufhält.

1951 - Delta

Am 10. Januar 1951 kehrt das II/3e R.E.I. wieder nach Bac Ninh zurück.
In den nächsten Wochen baut es Betonbunker in der Region von Sept Pagodes bis Phu Lang Thuong.
Dazwischen, während der Schlacht von Vinh Yên, übernimmt es wichtige Verteidigungspositionen entlang der De Lattre-Linie zwischen Bac Ninh und Dap Cau.

Ab 24. Februar 1951 ist das II/3e R.E.I. wieder in der Region von Luc Nam, wo auch wieder Bunker erstellt werden. Sind diese fertig, werden sie oft umgehend mit senegalesischen Schützen besetzt.

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Fotos von Werner R., II/3e R.E.I.

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Nach dem Angriff der Vietminh auf Mao Khé, Ende März 1951, wird auch das II/3e R.E.I. nach dort verlegt.
Das Bataillon ist in der Folge in lokalen Operationen und dem Halten der Posten um Mao Khé eingesetzt.
Mit dem I/3e R.E.I. wird am 20. August 1951 eine Aufklärungsmission nach Nui Dong Mai unternommen.

Im Sommer 1951 übernimmt Commandant Aubert de Vincelles die Führung des II/3e R.E.I. von Capitaine Labaume.

Am 04. November 1951 werden das I/3e R.E.I. und das II/3e R.E.I. in Dong Trieu zusammen geführt.
Für beide Bataillone geht es in den zwei folgenden Tagen in die Region von Cho Ben im Südwesten des Deltas im Vorfeld der Operation Tulipe und der Schlacht von Hoa Binh.

1951 - Cho Ben

Ab 11. November 1951 richtet sich das II/3e R.E.I. defensiv an der R.P. 21, bei Cho Ben ein.
Die Vietminh sind mit Regimentern der Divisionen 316 und 320 in der Region, welche die Einheiten in der Legion ins Visier genommen haben.

Zunächst zeigen sich die Gegner nicht. Doch am 16. November 1951 kommt es bei der Einnahme der Höhe von Toum Nao zu einem schweren Überfall.
Commandant Aubert de Vincelles, Lieutenant Touyarot von der 5e Compagnie und 14 Legionäre werden getötet. Dazu gibt es sieben Verletzte und 24 Vermisste.
Der Gegner hinterlässt 60 Gefallene.

Siehe dazu Toum Nao.

Nur wenige Tage später, am 19. November 1951 wird der P.C. des II/3e R.E.I. in Lan Duong angegriffen.

Am 24. November 1951 wird der P.A. Quang Mang auf der Cote 74, gehalten duch die 7e Compagnie von Lieutenant De Broucker schwer angegriffen. Nachdem die Vietminh den P.A. teilweise überrannt haben, können diese durch einen Gegenangriff von zwei anderen Kompanien des II/3e R.E.I. und einer Compagnie des 1er B.E.P. wieder zurückgestoßen werden.

P.A. Cote 74

Foto von Hans Georg K., II/3e R.E.I.


Aufgrund der Bedrohung für den P.A. wird auch die 6e Compagnie nach dort verlegt.
Und die Vietminh greifen erneut an. Es ist das komplette Regiment 57, welches in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 1951 die beiden Kompanien des II/3e R.E.I. angreift.
Die Lage gegen die anstürmenden Massen von Infanterie wird in dem mehrere Stunden andauernden Gefecht kritisch, da die Munition im Laufe der Nacht rar wird. Aber am frühen Morgen ist der Angriff durch zwei Gegenangriffe abgewehrt und der Gegener zieht sich zurück.
158 tote Vietminh und zahlreiche Waffen werden um den P.A. aufgefunden. Aber auch 10 Legionäre wurden getötet und 28 Legionäre verletzt.

Siehe dazu Cote 74.

P.A. Cote 74

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Fotos von Werner R., II/3e R.E.I.

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1952 - G.M. 5 im Delta

Das II/3e R.E.I. verbleibt noch bis zum 27. Mai 1952 mit der G.M. 5 in der Region von Cho Ben.
Dann verlegt die G.M. 5 in die Region südlich von Van Dinh.

Bis Anfang Juli 1952 ist das II/3e R.E.I. in den Operationen Kangourou, Antilope und Sarigue eingebunden.
Dabei kommt es für das II/3e R.E.I. am 07. Juni 1952 zu einem Gefecht bei Noi Thon.

1952 bis 1953 - Phu Ly am Day

Ab dem 08. Juli 1952 übernimmt das II/3e R.E.I. vom IV/3e R.E.I. den Sektor Thanh Liem in der Region Phu Ly am Day-Fluss.

Das II/3e R.E.I. verbleibt in dem Sektor bei Phu Ly, beteiligt sich aber auch für den Rest des Jahres 1952 an den Operationen Boléro, Lorraine und Bretagne.

Am 27. Juli 1952 ist ein schweres Gefecht bei Dong Ca bekannt. Dabei fällt Lieutenant Schmit an der Spitze seiner Compagnie.

Bis Anfang des Jahres 1953 verbleibt das II/3e R.E.I. in der Region von Phu Ly am Day-Fluss.

Erst am 20. Februar 1953 verlässt das Bataillon die Region und wird nach Trinh-Xa bei Haiphong verlegt.
Es kommt am 28. Februar 1953 zu einem Überfall auf die 5e Compagnie, der aber abgewehrt werden kann.

Posten des II/3e R.E.I.

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Fotos von Werner R., II/3e R.E.I.

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1953 - Laos

Am 16. März 1953 wird das II/3e R.E.I. in die Plaine des Jarres nach Laos eingeflogen.
Das Bataillon richtet sich auf dem Hochplateau von Tran Ninh, südöstlich des Flugfeldes Tran Ninh, ein.
Vom 20. April bis zum 10. Mai 1953 kommt es zu Angriffen der Vietminh auf das Plateau von Tran Ninh.

Ab dem 11. Mai 1953 unternimmt das II/3e R.E.I. für den Rest des Monats Mai zahlreiche offensive Operationen in Richtung Xieng Khouang und Ban Ban.
Darunter auch die Operation Dépannage um die Flüchtenden aus Sam Neua zu retten.

Im Juni 1953 richtet sich das II/3e R.E.I. dann in Xieng Khouang ein. Dort verbleibt das Bataillon bis zum Juli 1953.
Es wird dann am 23. und 24. Juli 1953 in die laotische Hauptstadt Luang Prabang eingeflogen.

Für den Rest des Jahres 1953 folgen zahlreiche Operationen im Norden von Laos.
So am 03. September 1953 die Operation Dampierre auf Ban Sop Tiek, vom 03. bis zum 06. Oktober 1953 in der Region östlich von Pak Seng und am 24. November 1953 die Operation Ardéche auf Muong Khoua und Muong Ngoi.

1954 - Muong Khoua

Die Operationen des II/3e R.E.I., des Bataillon Cabaribère, im Norden von Laos setzen sich auch im Jahre 1954 fort.

So ist die 6e Compagnie am 03. Januar 1954 in die Operation Achille zur Bereinigung der Region östlich von Moung Khoua eingebunden.
Am 20. Januar 1954 operiert die 7e Compagnie nordöstlich von Muong Khoua.

Als die Vietminh mit ihrer kompletten 308. Division in die Region vorrücken, wird die Evakuierung von Muong Khoua befohlen.
Vom 30. Januar bis zum 04. Februar 1954 kommt es für das II/3e R.E.I. als Nachhut im Verlauf des Rückzugs aus Muong Khoua nach Süden in Richtung Muong Sai zu schwersten Gefechten.
Das II/3e R.E.I. verliert 287 von seinen 325 Mann und ist damit praktisch aufgelöst.
Nur die 5e Compagnie, seit November 1953 in der Region von Muong Sai, hat lediglich geringe Verluste erlitten.

Siehe dazu Muong Khoua.

Karte der Region von Muong Khoua am Nam Ou (6,7 MB)

1954 im Delta - Neuaufstellung

Im März 1954 wird das II/3e R.E.I. mit neuen Kräften aus Afrika in Tong wieder neu aufgestellt.
Es wird dann, am 15. März 1954, in die Region von Phu Luu, nordöstlich von Hanoi, verlegt.
Es geht zunächst um die Freihaltung der R.C. 5 und es folgen einige Tage in Vat Cach Thuong.

Am 09. April 1954 wird das II/3e R.E.I. der G.M. 3 in Ban Yen Nhan unterstellt
Vom 10. bis zum 20. April 1954 ist das in der Öffnung der R.C. 5 von Ban Yen Nhan nach Trai Truc eingesetzt.

Es kommt am 21. April 1954 zu einem schweren Angriff an der R.C. 5, nordwestlich von Ban Yen Nhan.
Zwei Bataillone des Regiments 42, sowie ein schweres Bataillon, greifen die Legionäre gegen 08:45 Uhr an. Es trifft zunächst die Vorhut, die 6e Compagnie, aber bald sind auch die 7e und 8e Compagnie das Ziel der Angreifer.
Erst als die 5e Compagnie aus Ban Yen Nhan den Ort des Geschehens erreicht, fliehen die Vietminh. Bis 12:00 Uhr gelingt schließlich die Öffnung der Straße.
Zu einem hohen Preis, das II/3e R.E.I. hat seinen Führer Commandant Cabaribère verloren, dazu Capitaine Pernet und Lieutenant Rigneault, sowie 30 Unteroffiziere und Legionäre. Dazu gibt es 68 Verletzte und 40 Vermisste.

In mehreren hundert Kilometer Entfernung werden am 21. April 1954 auch 4 Unteroffiziere und 43 Legionäre des Bataillons über Diên Biên Phú abgesetzt, die am 19. April 1954 ausgewählt wurden, nachdem sich das II/3e R.E.I. komplett freiwillig zu dem Einsatz dort gemeldet hatte.
Ihr Opfer ändert nichts am Schicksal von Diên Biên Phú. Die Festung fällt am 08. Mai 1954.

Nach dem erneuten Aderlaß geht es am 03. Mai 1954 für das II/3e R.E.I. nach Hanoi zum Flugplatz Gia Lam, den das Bataillon die nächsten Tage schützt.

Am 12. Mai 1954 geht es für die 6e und 7e Compagnie wieder auf Operation in die Region von Binh Tru. Trotz mehrerer Angriffe kann das gut verteidigte Dorf durch die 6e Compagnie nicht genommen werden und man muss sich mit Verletzten wieder zurückziehen.

Nach der Operation wird der Wachdienst in Gia Lam für die kommenden Tage wieder fortgesetzt.

1954 - Ke Sat

Am 27. Mai 1954 wird das II/3e R.E.I. wieder von der G.M. 3 angefordert. Es geht daraufhin am 28. Mai 1954 für das Bataillon nach Cap Thuong.
Nach einer Operation am 29. Mai 1954 auf Dong Phan und Binh An, geht es am 30. Mai 1954 nach Ke Sat.

Ke Sat wird die neue Basis des II/3e R.E.I. Es geht jedoch schon am 01. Juni 1954 über die R.P. 39 nach Luc Dien, wo sich das Bataillon nahe der Kirche einrichtet.

Im Juni 1954 ist das II/3e R.E.I. in Operationen um Luc Dien eingebunden. Während Pioniereinheiten die seit langem zerstörte R.P. 39 in Richtung Hung Yen herrichten, schützt das II/3e R.E.I. die Arbeiten.
Die Operation, von den Legionären Samba getauft, verläuft relativ ruhig. Trotzdem gibt es Verluste, hauptsächlich durch Minen. So am 18. Juni 1954, als Lieutenant Tirat bei Ap Binh Ap durch eine Mine getötet wird.

Am 08. Juli 1954 erreicht man Dong Ly, wo man sich mit anderen Einheiten einrichtet.
Dort kommt es am 11. Juli 1954 zu einem Gefecht mit den Vietminh.

Nach Abschluß der Arbeiten geht es vom 17. Juli bis 27. Juli 1954 wieder nach Gia Lam.

Karte des Deltas mit der R.C. 5, Ban Yen Nhan, Ke Sat, Luc Dien und Hung Yen (6.1 MB)

1954 - Nach dem Waffenstillstand

Nach dem Waffenstillstand geht es für das II/3e R.E.I. am 28. Juli 1954 wieder nach Dong Ly, wo man bei der Evakuierung von Hung Yen unterstützt.

Während das Bataillon sich am 07. August 1954 My Trach zurückzieht, verbleibt die 5e Compagnie zunächst in Ke Sat, im Quartier Lieutenant Tirat.
Die 6e Compagnie verlegt nach Chy Khe, wo sie bald durch die 7e Compagnie herausgelöst wird, während der Rest des Bataillons wieder nach Ke Sat verlegt. Nur die 8e Compagnie übernimmt einen Vorposten in Ba Dong.
Nach den folgenden ruhigen Tagen, verlässt das II/3e R.E.I. am 29. Oktober 1954 Ke Sat für immer.

Es geht zunächst nach Cuu Vien, zwischen Kien An und Haiphong, wo das 3e R.E.I. zusammen geführt wird.
Hier verlassen am 01. November 1954 insgesamt 2/2/70 Mann das II/3e R.E.I. und werden in das 5e R.E.I. eingegliedert, welches weiter in Indochina verbleibt.

Der Aufenthalt in Cuu Vien währt nur kurz, bis das II/3e R.E.I. schließlich am 13. November 1954 in Haiphong die Saint Michel in Richtung Saigon besteigt.

Von Saigon aus verlässt das II/3e R.E.I. schließlich am 23. November 1954 Indochina. Auf der Athos II geht es in Richtung Bone in Algerien...