III/3e R.E.I.
Cochinchine 1946 - Mekong
Das III/3e R.E.I. unter Commandant Goujon folgt den beiden anderen Bataillonen des 3e R.E.I. am 24. Mai 1946 auf der Pasteur in Richtung Indochina.
Nach seiner Ankunft am 11. Juni 1946 in Saigon übernimmt das III/3e R.E.I. noch im gleichen Monat den schwierigen Sektor von Sadec am Mekong.
Der Sektor erstreckt sich von der Grenze Kambodschas bei Chau Doc entlang des Mekong und des Bassac...
Karte westliches Mekong Delta mit Chau Doc, Cho Moi und Lap Vo (5,5 MB)
am Rande der Plaine des Joncs, über Sadec im Zentrum des Sektors...
Karte Saigon und östliches Mekong Delta mit Sadec und Vinh Long (6,2 MB)
...bis an das Meer im Süden.
Karte südliches Mekong Delta mit Soc Trang und Tra Vinh (5,7 MB)
Nga Tu
Nahe Sadec
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
Die Posten sind in dem großflächigen Sumpfgebiet weit verstreut. Es kommt zu fortwährenden Angriffen der örtlichen Guerillas auf die Posten, die Patrouillen und die Versorgungskonvois des III/3e R.E.I. zu Lande und zu Wasser.
Dazu werden immer wieder Straßen und Brücken sabotiert.
Der Gegner ist in zahlreichen kleinen, gut bewaffneten Gruppen in der Region aktiv und entzieht sich größeren Gefechten.
Trotzdem sind die ständigen Angriffe, die kaum in den Chroniken des Regiments erwähnt werden, eine harte Bewährungsprobe für die Legionäre des III/3e R.E.I.
So wird am 26. August 1946 eine Patrouille der 12e Compagnie unter Capitaine De Belloc de Chamborant auf einem Sampan nördlich von Sadec zwischen Cao Lanh und dem Kanal von Cai Beo angegriffen.
Die Legionäre in Stärke einer Section bringen das Sampan an Land, um nicht komplett zerschossen zu werden und setzen sich am Ufer fest.
Über eine Stunden hält man am Ufer gegen die Angriffe der zahlenmäßig überlegenen Rebellen durch, aber die Legionäre werden Mann für Mann dezimiert.
Der Capitaine und die zwei begleitenden Sous-Lieutenants Rincent und Thizon sind bereits gefallen, als die letzten überlebenden Legionäre fliehen können.
Die wenigen festen Wege in der Region werden durch die Guerillas regelmäßig unbrauchbar gemacht.
So am 14. September 1946 die Straße zwischen Sadec und Cho Moi im Bereich zwischen My An Hung und Hoi An. Während drei Brücken zerstört wurden, ist die Straße durch etwa 300 gefällte Bäume blockiert.
Legionäre der 10e Compagnie aus Cho Moi rücken an, um die Straße wieder Instand zu setzten, werden aber angriffen. Ein LKW brennt nieder. Und während die Straße durch die Legionäre geräumt wird, greifen die Rebellen deren Posten an.
In einer daraufhin in der Region durchgeführten Operation kann man den Rebellen schließlich einige Verluste beibringen.
Feldpost vom 15. Juli 1946 aus Lap Vo
Exp: Legionnaire Harry K., 11e Compagnie des III/3e R.E.I.
Ähnlich setzt sich das Jahr 1946 für die Legionäre des III/3e R.E.I. in der Region des Mekong-Deltas fort.
Nur ein Waffenstillstand, der jedoch bereits im Dezember 1946 wieder gebrochen wird, bringt kurzfristige Ruhe.
Siehe dazu auch Auf Posten Ende 1946 aus der Feldpost des Legionärs Harry K., 11e Compagnie des III/3e R.E.I.
Am 20. Dezember 1946 triffte eine kleine Patrouille bei Ba Dua auf eine komplette Kompanie Rebellen.
Es gelingt, sich unter Mitnahme der zwei Verletzten, aus der Affäre zu ziehen.
Das Jahr endet mit einem tödlichen Hinterhalt am 26. Dezember 1946 auf der Straße von Vinh Long in Richtung Tra Vinh.
Bei Ap Phuoc Loc, nur 10 Kilometer südöstlich von Vinh Long wird ein Konvoi angegriffen.
Es entwickelt sich ein heftiges Gefecht, bei dem Sous-Lieutenant Richard getötet wird.
Konvoi
zwischen Vinh Long und Tra Vinh
Foto von Hermann W., C.A.B, III/3e R.E.I.
1947 - Mekong
Das Jahr 1947 setzt sich für das III/3e R.E.I. im Sektor am Mekong fort, wie das Jahr 1946 geendet hatte.
Am 22. Januar 1947 wird Sous-Lieutenant Cyvoct bei Nga Tu getötet. Am gleichen Tag, nur 30 Kilometer weiter nördlich, fällt Sous-Lieutenant Lajouanie von der 11e Compagnie bei einem Angriff auf einen Konvoi bei Cai Lay, auf der Straße zwischen Vinh Long und My Tho.
Da aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Großteil der Patrouillen und Versorgungsfahrten zu Wasser in den zahlreichen größeren und kleineren Kanälen stattfinden muss, hat sich das III/3e R.E.I. inzwischen eine kleine Flotte von L.C.T., L.C.V.P. und verschiedenen Booten zugelegt.
Am 28. Januar 1947 wird ein solches L.C.V.P. auf dem Bassac, nur 6 Kilometer von Chau Doc entfernt, angegriffen.
Lieutenant Troussard und mehrere Legionäre fallen dabei.
Den 08. Februar 1947 erwischt es eine Schaluppe bei My Luong, südöstlich von Cho Moi.
Bei dem Angriff gibt es plötzlich eine heftige Explosion an Bord.
Lieutenant Dubouchet und 11 Legionäre der 10e Compagnie sterben
L.C.V.P.
auf dem Fluß
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
Am 10. März 1947 verschwinden Lieutenant Lenoir und 11 Legionäre der 12e Compagnie auf einer Patrouille.
Man nimmt an, dass sie bei einem Überfall getötet wurden. Sie werden nie gefunden.
Mit einer teilweise gepanzerte Schaluppe wird am 16. März 1947 eine Versorgungsfahrt zu drei Posten in der Gegend von Lap Vo unternommen.
Alles läuft zunächst normal, als die Schaluppe, besetzt duch eine Abordung der 9e Compagnie mit einem Offizier, zwei Unteroffizieren, zwölf Legionären, zwölf Partisanen und mehreren Zivilisten, gegen 15:00 Uhr wieder in Richtung Sadec umkehrt.
Auf dem Rückweg, gegen 16:00 Uhr, kommt man plötzlich unter heftiges Feuer automatischer Waffen vom Nordufer.
Man versucht unter Gegenfeuer zu entkommen, aber als die Schaluppe schließlich manövrierunfähig geschossen wird, ist man ein noch leichteres Ziel. In dem fortdauernden Gefecht werden mehrere Legionäre, darunter Caporal Klein, getötet, andere werden schwer verletzt. Die die Lage ist, da bald auch die Munition zu Neige geht, mehr als bedrohlich.
Die Funkgeräte der Schaluppe sind bereits durch Einschüsse beschädigt, so dass ein Legionär sich freiwillig meldet, um sich zum nächsten Posten durchzuschlagen und Verstärkung anzufordern.
Es gelingt ihm tatsächlich, mehr tauchend als schwimmend, gefolgt von den Schüssen der Rebellen, das rettende Ufer zu erreichen und sich zum zwei Kilometer entfernten Posten Lap Vo durchzuschlagen.
Mit der Verstärkung aus Lap Vo können die Rebellen tatsächlich in die Flucht geschlagen und die Überlebenden der Schaluppe gerettet werden.
In einen weiteren Hinterhalt geraten Legionäre des III/3e R.E.I. am 23. April 1947 bei Tieu Can in der Region Tra Vinh.
Trotz des fortwährenden Widerstands, setzt das III/3e R.E.I. seine Operationen in der Region weiter fort.
Siehe dazu auch Operation im April 1947 aus der Feldpost des Legionärs Harry K., 11e Compagnie des III/3e R.E.I.
Erst in der Zeit von Mai bis Juni 1947 wird das III/3e R.E.I. schließlich durch Tirailleurs abgelöst und verlässt den Sektor Sadec am Mekong.
Es hat dort einige Legionäre zurücklassen müssen, die allerdings auch vom Gegner teuer bezahlt wurden.
1947 - Ca Mau in Cochinchina
Patrouille bei Ca Mau
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
Zunächst verlegt das III/3e R.E.I. nur einige Kilometer weiter, in die Region zwischen My Tho und Saigon.
Ende Juli 1947 wird das Bataillon von dort aus aber in die Region von Ca Mau an die südlichste Spitze Cochinchinas entsandt.
Für die dort stationierten Truppen hatte sich die Situation zugespitzt und so führt das III/3e R.E.I. in der Region zahlreiche Operationen durch.
Patrouille bei Ca Mau
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
Bei einer solchen Operation der 10e Compagnie an den Rachs Cai Nhiem und Van Nhon, kommt es am 22. August 1947 zu einen schweren Gefecht.
Die Gegner müssen arge Verluste hinnehmen, aber auch einige Legionäre fallen, dazu Lieutenant Campenet.
Im September 1947, nach den Operationen im äußersten Süden Indochinas, verlässt das III/3e R.E.I. endgültig Cochinchine und folgt den beiden anderen Bataillonen des 3e R.E.I. nach Tonkin.
Am 08. September 1947 besteigt das Bataillon die Tourville in Richtung Haiphong.
In der Halong-Bucht
auf dem Kreuzer Tourville
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
1947 - Tonkin
Am 21. September 1947 trifft das III/3e R.E.I. schließlich in Tonkin ein. Über Haiphong wird das Bataillon unter Chef de Bataillon Caume zunächst nach Hanoi verbracht.
In Gia Lam wird der P.C. des Bataillons untergebracht.
Die Legionäre des III/3e R.E.I. besetzen bald Posten entlang der Route Coloniale 5 zwischen Hanoi und Hai Duong und unternimmt daraufhin einige Operationen in der Region.
Siehe dazu auch Überfahrt und Ankunft in Tonkin 1947 aus der Feldpost des Legionärs Harry K., 11e Compagnie des III/3e R.E.I.
Einer dieser Posten in Ke Sat, der von der 9e Compagnie gehalten wird, erfährt am 24. Oktober 1947 einen Angriff eines kompletten Bataillons Vietminh, mit schweren Waffen ausgerüstet.
Über 14 Stunden können die Legionäre den Angriffen standhalten. Als Unterstützung anrückt, ergreifen die Vietminh die Flucht und lassen 62 Tote zurück.
Karte des Tonkin Deltas mit der R.C. 5 zwischen Hanoi und Hai Duong (6,1 MB)
1947 - Riviere Claire
in Richtung Phu Doan
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
Ab 28. Oktober 1947 ist das III/3e R.E.I. mit seiner C.A.B., der 10e und der 11e Compagnie im Rahmen einer großen Operation eingesetzt.
Auf dem Rivière Claire geht es auf Schiffen von Vietri bis nach Phu Doan (Doan Hung).
Dort sind zahlreiche Soldaten des 43e R.I.C. eingeschlossen, welche am 31. Oktober 1947 erreicht und befreit werden können.
Mit diesen zusammen, geht es dann zu Fuß über mehrere Tage wieder in Richtung Delta.
Siehe dazu auch Herbst 1947 - Operation in Tonkin aus der Feldpost des Legionärs Harry K., 11e Compagnie des III/3e R.E.I.
Karte der Region nördlich von Hanoi mit Vietri, Doan Hung und dem Raum Bac Ninh (6,6 MB)
Foto von Hermann W., C.A.B., III/3e R.E.I.
Vom 02. bis 07. Dezember 1947 beteiligt sich das III/3e R.E.I. an der Operation Catherine im nördlichsten Teil des Deltas. An dem Großunternehmen ist u.a. auch das I/3e R.E.I. beteiligt.
Das III/3e R.E.I. operiert im Gebiet um Bac Ninh zwischen der R.C. 3, dem Song Cau und dem Canal des Rapides.
Dabei fällt am 06. Dezember 1947 der Sous-Lieutenant Robert De Beauchamp.
1948 - Untersektor Dong Khé
Im März 1948 übernimmt Chef de Bataillon De Lambert das III/3e R.E.I. Im gleichen Monat verlässt das Bataillon schließlich das Delta von Tonkin und wird zu den beiden anderen Bataillonen des 3e R.E.I. an die Route Coloniale 4 versetzt.
Die Reise beginnt am 26. März 1948 und führt über Luc Nam zunächst bis zum 10. April 1948 nach Langson. Von dort erreicht man über die Route Coloniale 4 am 14. April 1948 die Stadt Dong Khe.
Das III/3e R.E.I. übernimmt dann ab 15. April 1948 den Untersektor Dong Khé, wo der P.C. des Bataillons unter Commandant De Lambert seinen Sitz findet.
Die Legionäre des Bataillons besetzen bald zahlreiche kleine Posten an der Route Coloniale 4 vom PK 22 (südlich von Cao Bang) bis Na Pha (nördlich von That Khé) und in Richtung der chinesischen Grenze im Osten.
Karte der Region Cao Bang mit Dong Khe an der R.C. 4 (6,1 MB)
Den 12. und den 30. Mai 1948 werden durch das III/3e R.E.I. Operationen in den Raum westlich von Dong Khe durchgeführt.
Ab 01. Juli 1948 operiert man in Richtung Norden und Osten. Dies ist der Auftakt für die Operation Michel, welche am 10. Juli 1948 beginnt.
In der Operation wird der Untersektor Dong Khe im Juli 1948 in Richtung der chinesischen Grenze ausgedehnt.
Weitere Posten, wie Ta Lung und Phuc Hoa können mit Hilfe des R.I.C.M. und der neu aufgestellten Cie Para du 3e R.E.I. erobert und im August 1948 besetzt werden.
Am 06. September 1948 kann ein Kommandoposten der Vietminh bei Phuc Hoa ausgehoben werden.
Während sich die Aktivitäten des Gegners im Verlauf des Jahres 1948 auf andere Regionen an der Route Coloniale 4 konzentrieren, kommt es eher zu weniger Angriffen auf das III/3e R.E.I., wie am 30. September 1948 auf den Posten Choc My.
Trotzdem ist der Gegner in der Region aktiv, so wird am 23. Oktober 1948 der Lieutenant De Bronac De Vazelhes bei einer Operation nahe Na Po, westlich von Dong Khe tödlich verwundet.
Am 25. Oktober 1948 trifft eine Patrouille auf Operation bei Loung Tan auf Widerstand und hat Tote und Verletzte.
Ende des Jahres 1948 steigt der gegnegrische Druck in der Region. Der 10. Dezember 1948 bildet einen bitteren Höhepunkt als eine Section der Musique des 3e R.E.I. auf zwei Fahrzeugen etwa 10 Kilometer südlich von Cao Bang überfallen wird.
Es gibt 11 Tote, 2 Vermisste und 10 Verletzte. Nur 2 Legionären gelang es, sich bis zur Entsatzkolonne durchzuschlagen.
Kurz vor dem Jahreswechsel, am 28. Dezember 1948, fällt eine kleine Truppe von Lung Phai kommend, auf dem Rückweg nach Dong Khe in einen Hinterhalt.
Es gibt einen Toten, Sous-Lieutenant Le Pelletier De Woillemont, dessen Jeep auf eine Mine gefahren war. Unter den drei Verletzten befindet sich C.B.A. De Lambert.
Am darauffolgenden Tag, den 29. Dezember 1949 wird Dong Khe, als auch der Posten PK 33 schwer angegriffen.
1949 - Untersektor Dong Khé
Das Jahr 1949 beginnt für das III/3e R.E.I. im Untersektor Dong Khe, wie das Jahr 1948 endete.
Bereits am 16. Januar 1949 hat die 10e Compagnie bei einem Angriff auf eine Patrouille, südlich von Dong Khe, 3 Verletzte.
Am 20. Januar 1949 wird eine Patrouille der 11e Compagnie des III/3e R.E.I. beim Öffnen der Route Coloniale 4 südlich von Dong Khe, am Boulevard de la 73/2, überfallen.
Es gibt fünf Tote, darunter Capitaine Puiroux, der Chef der 11e Compagnie. Er wird in der Folge durch Lieutenant Barbat ersetzt.
Nur fünf Tage später trifft es eine Patrouille nördlich von Dong Khe bei Kilometer 42. Es gibt drei Tote, darunter Lieutenant Potet vom III/3e R.E.I.
Am 05. Februar 1949 wird erneut eine Patrouille am Boulevard de la 73/2 zum Ziel des Gegners. Legionäre des II/3e R.E.I. und des III/3e R.E.I. öffnen dort die Straße, als sich ein heftiger Angriff entwickelt. Es gibt drei Tote und zwei Vermisste, darunter Lieutenant Da Silva, dessen Leiche man zwei Tage später findet.
Mit der Offensive der Vietminh im März 1949, ist der Konflikt an der Route Coloniale 4 in eine neue Phase getreten, die sich im im April 1949, mit Angriffen auf That Khe und am 08. und 09. April 1949 auf Tra Linh, blutig fortsetzt.
Dies bekommt auch das III/3e R.E.I. zu spüren. Am 10. April 1949 wird ein Konvoi auf der R.P. 37 von Dong Khé nach Ta Lung von einem Bataillon Vietminh überfallen. Der Konvoi, eskortiert von der 9e Compagnie des III/3e R.E.I., verliert 12 Tote und 25 Verletzte.
Die heftigen Attacken setzen sich auch in den folgenden Wochen fort. An der R.P. 37 trifft es am 23. Mai 1949 erneut einen Konvoi. Die 25 Mann des R.I.C.M. verlieren 7 Tote, 3 Vermisste und 9 Verletzte. Die Eskorte der 9e Compagnie des III/3e R.E.I. hat 11 Tote, darunter Sous-Lieutenant Laspoumaderes, 7 Vermisste und 24 Verletzte zu beklagen.
Ab Juni 1949 übernimmt Capitaine Gallouet die Führung des III/3e R.E.I.
Der Außenposten Ta Lung an der Grenze zu China, gehalten von der 12e Compagnie unter Capitaine De Solms, gerät inzwischen immer mehr in Bedrängnis. Am 12. Juni 1949 verliert man an der Lebensader von Ta Lung, der R.P. 37, erneut 8 Tote und 5 Verletzte.
Als sich das französische Oberkommando in Hanoi schließlich dazu entschließt, die entlegenen Posten im Grenzgebiet zu räumen, trifft es auch die Posten des III/3e R.E.I. östlich von Dong Khe.
In der Operation Lucien werden ab dem 23. Juli 1949 die Posten der 9e und der 12e Compagnie, Ta Lung und Ba Cao, dann Phuc Hoa, Choc My und Kheo Kha, sowie Ka Linh und Ban Nien, in nur drei Tagen verlassen.
Das III/3e R.E.I. hält von nun an im Untersektor Dong Khé nur noch jene Posten, die direkt an der Route Coloniale 4 liegen. Zwei Kompanien sind von Dong Khe aus zur Intervention eingesetzt.
Aber auch nach der Umstrukturierung wächst der Druck auf die Route Coloniale 4 weiter. Am 03. September 1949 trifft es erneut einen Konvoi am Lung Phai Pass. Es ist grausames Massaker, etwa 100 Menschen werden getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. 55 Fahrzeuge werden vom T.D. 174 zerstört. Nur wenigen Überlebenden gelingt die Flucht.
Legionäre des III/3e R.E.I. waren ebenfalls an dem Gefecht beteiligt.
Im Oktober 1949 wird Capitaine Gallouet von Chef de Bataillon Ogier de Baulny an der Spitze des III/3e R.E.I. abgelöst.
Die Serie der Angriffe reißt nicht ab und so trifft das III/3e R.E.I. am 04. und 05. November 1949 beim Öffnen der Route Coloniale 4 am Lung Phai erneut auf heftigen Widerstand.
Mit der Übernahme der Grenzregion durch Colonel Constans, kommt es ab November 1949 zu weiteren Umstrukturierungen an der Route Coloniale 4. Das 8e R.T.M. löst das III/3e R.E.I. in Dong Khé heraus, gleichzeitig werden die kleinen Posten zwischen Cao Bang und That Khé geräumt.
Das Bataillon wird zunächst in Dong Khé gesammelt, dann in That Khé stationiert. Das III/3e R.E.I. ist nun frei einsetzbar und wird darauf im Dezember 1949 in Region von Loc Binh entsandt, wo es an der Entwaffung der Nationalchinesen beteiligt ist, die in Tausenden die Grenze passieren.
1950 - Route Coloniale 4
Anfang Januar 1950 ist die Entwaffnung der Chinesen abgeschlossen und das III/3e R.E.I. wird wieder nach That Khé als Eingreiftruppe verlegt.
Die Lage an der Route Coloniale 4 ist ruhig, da die Vietminh die Zeit nutzen, um sich mit chinesischer Hilfe aufzubauen und auszurüsten.
Am 05. April 1950 wird das III/3e R.E.I. in That Khé abgelöst und verlegt nach Dong Dang.
Die 12e Compagnie wird auf die Posten um Dong Dang verteilt, während der Rest des Bataillons zur freien Verfügbarkeit in Dong Dang verbleibt.
Das III/3e R.E.I. wird ab 14. Mai 1950 von der Route Coloniale 4 abgezogen und in einer Serie von Operationen im Tonkin Delta eingesetzt.
Bei einer der Operationen, der Operation Foudre in der Gegend von Phu Ly, fällt am 27. Mai 1950 der Commandant des III/3e R.E.I., Chef de Bataillon Ogier De Baulny einer Mine zum Opfer.
Er wird provisorisch durch Capitaine Labignette ersetzt.
Auch der Lieutenant De La Bigne von der 10e Compagnie fällt an diesem Tag. Er wird durch Lieutenant Bonfils an der Spitze der Compagnie abgelöst.
Als sich Ende Mai 1950 die Lage an der Route Coloniale 4 zuspitzt und Dong Khé, gehalten von 2 Kompanien des 8e R.T.M., in die Hand des Gegners fällt, aber kurz darauf durch das 3e B.C.C.P. zurück erobert werden kann, werden die Bataillone des 3e R.E.I. neu auf der Route Coloniale 4 verteilt.
Nach Abschluß der Operationen im Delta geht es so auch für das III/3e R.E.I. ab 05. Juni 1949 wieder an die Route Coloniale 4 zurück. Zunächst nach Dong Dang.
Das Bataillon wird von dort am 16. Juni 1950 als Eingreiftruppe nach Cao Bang transportiert. Capitaine Gaudron übernimmt nun die Führung des III/3e R.E.I.
Von Cao Bang aus unternimmt das III/3e R.E.I. mit dem 3e B.C.C.P. am 24. Juni 1950 in der Operation Albatros einen Vorstoß in Richtung Nordwesten, in die Kalkfelsen von Nuoc Hai. Ähnliche Operationen folgen.
Im September übernimmt Chef de Bataillon Forget dann das III/3e R.E.I.
Bis zum Oktober 1950 verbleibt das III/3e R.E.I. in Cao Bang, wo es einen Teil der Sicherung übernimmt und von wo es kleinere Operationen in die Region unternimmt.
Dann wird Cao Bang in der Operation Orage über die Route Coloniale 4 evakuiert, was für das III/3e R.E.I. vernichtend endet...
1950 - Das Drama an der R.C. 4
Der Abzug aus Cao Bang über die Route Coloniale 4 in der Kolonne unter Colonel Charton beginnt am Morgen des 03. Oktober 1950.
Siehe dazu auch 3. Oktober 1950, Kolonnen Charton und LePage
Am 04. Oktober 1950 muss man die Route Coloniale 4 verlassen und schlägt sich unter Zurücklassung der Fahrzeuge in das Quang Liet Tal.
Siehe dazu auch 4. Oktober, Kolonnen LePage und Charton.
Im undurchdringlichen Dschungel des Tals löst sich die Kolonne am 05. Oktober 1950 unter ersten Gefechten mit den Vietminh langsam auf.
Das III/3e R.E.I. übernimmt die Nachhut der Kolonne, wo sich Dramen unter den zurückbleibenden Zivilisten abspielen.
Siehe dazu auch 5. Oktober, Kolonnen LePage und Charton.
Im Tagesverlauf des 06. Oktober 1950 liefert sich das III/3e R.E.I. weitere Nachhutgefechte.
Am Abend erreicht man den Hügel 590 und bekommt den Befehl, diesen zu halten. In der Nacht ist man heftigen Angriffen der Vietminh ausgesetzt.
Siehe dazu auch 6. Oktober, Kolonnen LePage und Charton.
Am Morgen des 07. Oktober 1950 stößt das III/3e R.E.I. zum Rest der Kolonne am Hügel 477 vor, den der Gegner im Begriff ist einzunehmen.
Das Bataillon bekommt den Befehl zum Gegenangriff, den es erfolgreich ausführt. Commandant Forget fällt dabei.
Während die anderen Einheiten sich in einzelnen Gruppen in den Dschungel Richtung That Khé schlagen, bekommt das III/3e R.E.I. den Befehl sich zu opfern und den 477 zu halten, um den Abzug zu decken.
Siehe dazu auch 7. Oktober 1950, Ende des B.E.P. und der Kolonnen.
Bis zum Morgen des 08. Oktober 1950 halten die Legionäre den Hügel 477. Erst dann folgen sie den Resten der Kolonnen.
Sie haben damit die geringste Chance, That Khé zu erreichen.
Siehe dazu auch 8. Oktober 1950, That Khé.
Das III/3e R.E.I. ist damit verloren. Kaum einer der Legionäre des III/3e R.E.I. schafft es, sich bis nach That Khé durchzuschlagen.
Die Überlebenden gehen in mehrjährige Gefangenschaft, die für einen Großteil der Legionäre tödlich endet...
Karte der nördlichen Route Coloniale 4 (5,9 MB) mit Cao Bang, Dong Khé und That Khé
Offizielles Schreiben
zum Tod des Legionärs Wilhelm M., III/3° R.E.I.
der nach dessen Gefangennahme an der R.C. 4 im Oktober 1951 im Camp 3 verstorben ist.
1951 - Neuaufstellung

Abzeichen
des 1er Bat. de Marche
In Sidi-Bel-Abbès wird bereits Ende 1950 ein neues Bataillon aufgestellt.
Es wird am 20. Dezember 1950 als 1er Bataillon de Marche du 1er R.E.I. nach Indochina verschifft, wo es am 06. Januar 1951 eintrifft und am 07. Januar 1951 in Haiphong an Land geht.
Ab 01. März 1951 wird dieses Bataillon offiziell zum III/3e R.E.I. umbenannt.
In Tonkin bekommt das neue III/3e R.E.I. schon bald die Gelegenheit, sich zu beweisen.
Die Vietminh starten Ende März eine erneute Offensive auf das Tonkin-Delta, diesmal in der Region von Dông Trieu, wo das Bataillon auf verschiedenen Posten stationiert ist.
Zunächst wird in der Nacht vom 04. auf den 05. April 1951 der Posten Bai Tao, gehalten von der 9e Compagnie zum Ziel des Gegners. Ein heftiger Angriff des Gegners dauert bis in die Nacht hinein. Erst gegen 03:00 Uhr ziehen die Vietminh sich zurück, um bald darauf wieder anzugreifen.
Die Kämpfe dauern zwei Tage, dann räumen die Vietminh das Schlachtfeld. 80 Gefallene mussten sie zurücklassen. Die 9e Compagnie konnte sich behaupten, musste aber auch 15 Tote und 20 Verletzte hinnehmen.
Unterdessen konnte sich auch die 11e Compagnie behaupten. In Ben Tam konnten die Angriffe der Vietminh ebenfalls erfolgreich abgewehrt werden.
Für den Rest des Jahres ist das III/3e R.E.I. in den Ausbau der De-Lattre-Linie eingebunden, unterbrochen von zahlreichen kleineren Operationen.
Bei einer dieser Operationen, kommt es am 16. August 1951 nördlich von Bac Ninh zu einem schwereren Gefecht mit dem Gegner. Mehrere Vietminh werden dabei getötet.
Am 27. Oktober 1951 wird das III/3e R.E.I. in Bong Lo und Dong Bai von zwei gegnerischen Bataillonen angegriffen.
Bald darauf, im Dezember 1951, geht es auch für das III/3e R.E.I. im Rahmen der Schlacht um Hoa Binh in die Region am Schwarzen Fluss.
Das Bataillon ist in Phuong Mao stationiert. Dort erfährt die 12e Compagnie am 31. Dezember 1951 einen schweren Angriff auf ihren Posten.
1952 - Tonkin-Delta
Nach dem Rückzug aus der Region am Schwarzen Fluss, nimmt das III/3e R.E.I. ab 07. Februar 1952 an der Operation Bégonia bei Nghi Giang teil.
Bei der Operation fällt am 08. Februar 1952 u.a. Lieutenant Le Roch von der 9e Compagnie des III/3e R.E.I.
Am Grab
von Lieutenant Le Roch, 9e Cie., III/3e R.E.I.
Foto von Joseph W., III/3e R.E.I.
Vom 29. Februar bis 03. März 1952 ist das Bataillon dann in einer Operation in der Region von Hoa Loan eingebunden.
Vom 04. bis 13. März 1952 folgt die Operation Sable in der Region von Phuc Yen.
Unter Capitaine Torquat de la Coulerie nimmt das III/3e R.E.I. dann vom 13. bis 24. April 1952 sukzessive an der Operationen Porto, Polo und Turco, teil.
Hierbei zeichnet sich das Bataillon insbesondere in der Operation Turco aus, in der vom 18. bis 23. April 1952 dem Gegner heftige Verluste zugefügt werden. Das Regiment 98 der Vietminh verliert ca. 200 Mann.
Es folgen das Jahr 1952 über zahlreiche weitere Operationen in den Regionen Bac Ninh, Phu Yen und Ha Dong.
1952 - Ta Khao und Na San im Hochland
Am 16. Oktober 1952 wird das III/3e R.E.I. schließlich in das Thai-Hochland eingeflogen. Dort nimmt das Bataillon unter Chef de Bataillon Favreau an der Kontrolle des Schwarzen Flusses teil und richtet sich im Stützpunkt Ta Khoa ein.
Es unternimmt einige offensive Aktionen als Brückenkopf am Nordufer des Schwarzen Flusses.
Am 26. Oktober 1952 kommt es für die 10e Compagnie von Lieutenant Tholozany bei Ban Pa Truong zu einen schweren Gefecht gegen einen zahlenmäßig stark überlegenen Gegner.
Bei dem Marsch auf einen bewaldeten Hügel war die Compagnie in einen Hinterhalt geraten.
Den 19. November 1952 bekommt das III/3e R.E.I. schließlich den Befehl Ta Khao zu räumen und sich auf dem Landweg nach Na San zurückzuziehen.
Drei Tage dauert der zehrende Marsch mit den anrückenden Divisionen der Vietminh im Rücken.
Am 23. November 1952 erreicht das III/3e R.E.I. erschöpft die Festung Na San. Umgehend wird eine defensive Position auf dem P.A. 26 eingenommen und ausgebaut.
Karte der Region Na San mit Ta Khoa (6,7 MB)
Der P.A. 26 in Na San
erhält Nachschub per Luftabwurf
Foto von Joseph W., III/3e R.E.I.
Nach schweren Angriffen auf die verschiedenen Points d´Appui, wird in der Nacht vom 01. auf den 02. Dezember 1952 schließlich auch der P.A. 26 des III/3e R.E.I. heftig attackiert.
Der Kampf, bei dem die Vietminh auch schwere Waffen einsetzen, dauert mehr als vier Stunden. Die letzte Angriffswelle starten die Vietminh noch im Morgengrauen.
Aber auch diese wird abgewehrt und an den Hängen des P.A. 26 finden sich am Morgen 237 tote Vietminh.
Für die erfolgreiche Abwehr, bei nur 7 eigenen Toten und 22 Verletzten, erhält das III/3e R.E.I. seine sechste Palme auf seine Fahne.
Siehe dazu P.A. 26
Bis über den Jahreswechsel verbleibt das III/3e R.E.I. noch auf den P.A. 26.
Auch das Weihnachtsfest 1952 verbringt das Bataillon dort.
Weihnachten 1952 auf P.A. 26
Foto von Gerd S., 10e Cie., III/3e R.E.I.
1953 - Na San im Hochland
Nachdem das III/3e R.E.I. die ersten Tage des Jahres in Na San verbracht hat, wird es am 20. Januar 1953 durch das B.T. 3 herausgelöst.
Am 25. Januar 1953 verlegt das Bataillon, bis auf seine 10e Compagnie, nach Chien Dong, wo das 5e B.P.C. abgelöst wird.
bei Na San
Foto von Gerd S., 10e Cie., III/3e R.E.I.
Die 12e Compagnie verlegt von dort aus mit Teilen der C.C.B. am 03. Februar 1953 nach Co Noi, um am 04. Februar 1953 nach Na San zurückzukehren und dort den P.A. 10 zu besetzen.
Am 05. Februar 1953 wird auch der Rest des III/3e R.E.I. in Chien Dong durch das 6e B.P.C. herausgelöst und verlegt ebenfalls wieder nach Na San.
Na San 1953
Foto von Gerd S., 10e Cie., III/3e R.E.I.
In Na San verbleibt das III/3e R.E.I. noch bis in den März 1953. Weitere Stellungen werden errichtet und ausgebaut.
Vom 19. bis zum 21. März 1953 wird das III/3e R.E.I. schließlich nach Hanoi zurückgeflogen und verlegt auf seine Basen nach Phu Luu und Dinh Bang.
Doch der Aufenthalt dort währt nur kurz, bereits am 26. März 1953 wird das Bataillon von Hanoi aus nach Laos, in die Plaine des Jarres, eingeflogen.
Citation
Inzwischen, mit Entscheidung vom 22. April 1953, wird das III/3e R.E.I. vom französischen Verteidigungsminister Pleven für seine gezeigten Leistungen in den Jahren 1952 und 1953 a l´Orde de l´Armée ausgezeichnet.
Auszeichnung
von Sergent Hans Kranz, 10e Cie., III/3e R.E.I.
1953 - Thai-Hochland in Laos
Es folgen in den nächsten Wochen und Monaten viele verlustreiche Operationen im Hochland, so am 16. Mai 1953 auf Phu Lich Lieck.
Vom 10. bis 15. Juni 1953 nimmt das Bataillon an der Operation Fougères auf Muong Soi teil.
Erst am 06. Juli 1953 verlässt das III/3e R.E.I. schließlich das Hochland und wird zurück nach Phu Luu bei Hanoi verbracht.
1953 - Tonkin-Delta
Nach kurzer Erholung wird das Bataillon am 29. Juli 1953 an die R.P. 60 verlegt.
Am 12. September 1953 nimmt das III/3e R.E.I. an der Operation Flandres an der R.N. 1 teil.
Im Anschluss bezieht das Bataillon eine Stellung bei Gian Khau, nördlich von Ninh Binh am Song Day gelegen.
Von dort aus werden, u.a. mit dem 2e G.A. du 1er R.E.C. mehrere Operationen in der Region durchgeführt.
So am 22. Oktober 1953 an der R.P. 12 in Richtung Gia Vien, bei der 28 Vietminh getötet werden.
Es sind Aktionen im großen Gefüge der Operation Mouette. In der Großoperation in die gegnerische Provinz Thanh Hoa geht es direkt in das Rückzugsgebiet der Division 320.
An der Operation sind neben diversen anderen Einheiten auch das II/13e D.B.L.E., das III/13e D.B.L.E. und das I/5e R.E.I. beteiligt.
Die vorerst letzte Operation im südlichen Delta für das III/3e R.E.I. findet Mitte Dezember 1953 unter dem Namen Gerfaut in den Regionen Bui Chu und Thai Binh statt.
Karte des südlichen Tonkin mit Nam Dinh, Thai Binh und Ninh Binh (6,1 MB)
Base Arriere
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Fotos von Joseph W., III/3e R.E.I. |
1954 - Diên Biên Phú
Ab 01. Januar 1954 wird das III/3e R.E.I. unter Commandant Grand d´Esnon in die neu unter Lieutenant-Colonel Lalande aufgestellte G.M. 6 eingebunden.
Vom 02. bis zum 03. Januar 1954 erfolgt dann, von Bach Mai in Hanoi aus, die Luftverlastung des Bataillons nach Diên Biên Phú.
Im Talkessel von Diên Biên Phú richtet sich das III/3e R.E.I. im P.A. Isabelle, einige Kilometer südlich des Zentrums der Festung, ein.
Das Bataillon teilt die folgenden Wochen das Schicksal der übrigen Besatzung von Diên Biên Phú.
Nach dem Beginn des Angriffs der Vietminh im März 1954 wird auch der P.A. Isabelle konstant mit schweren Waffen beschossen und immer weiter von den gegnerischen Gräben eingekreist, dass man schließlich komplett vom Zentrum abgeschnitten auf sich allein gestellt ist.
Trotzdem wird Isabelle vom III/3e R.E.I. noch gehalten, als am 07. Mai 1954 im Zentrum von Diên Biên Phú der Widerstand aufgegeben wird.
Doch am 08. Mai 1954, nach einem missglückten Ausbruchsversuch in der Nacht, gehen auch die wenigen Überlebenden des III/3e R.E.I. mit ihren Kameraden den bitteren Weg in die Gefangenschaft der Vietminh.
Nur wenige Legionäre schafften es, sich durch den Dschungel bis zu befreundeten Partisaneneinheiten durchzuschlagen.
Das III/3e R.E.I. wurde damit zum zweiten Mal komplett vernichtet.
Siehe dazu auch Isabelle (unter Ereignisse > Diên Biên Phú).
1954 - Neuaufstellung
Am 01. Juni 1954 wird das IV/3e R.E.I. in Laos zum neuen III/3e R.E.I. Die 13e bis 16e Compagnie, wurde zur 9e bis 12e Compagnie umbenannt.
Das neue III/3e R.E.I. wird zunächst, nachdem es aus Laos eingeflogen wurde, am 15. Juni 1954 in Phu Luu, zwischen Hanoi und Bac Ninh, zusammengeführt.
Die Kompanien unter Chef de Bataillon Cler bekommen dort wenige Tage später in einer feierlichen Zeremonie aus den Händen von Lieutenant-Colonel Petit, dem provisorischen Commandant des 3e R.E.I., die Kompaniefahnen des III/3e R.E.I.
Phu Luu
Géneral Gambiez vor Legionären des III/3° R.E.I.
Foto von Helmut K., III/3e R.E.I.
Bis auf die Fahne der 12e Compagnie. Diese erhält General Gambiez, dessen Sohn als Sous-Lieutenant in den Rängen der 12e Compagnie am 23. März 1954 in Diên Biên Phú gefallen war.
1954 - Tonkin-Delta
Foto von Helmut K., III/3e R.E.I.
Am 29. Juni 1954 wird das III/3e R.E.I. der G.M. 3 unterstellt, die in der Region Hung Yen am Roten Fluss, im Süden des Deltas, auf Operation ist.
Am Folgetag wird das Bataillon in die Region zwischen Luc Dien, Dao Vien und Yen Lao, nahe der Route Coloniale 5 verlegt.
Es kommt dort als Eingreifreserve jedoch nicht zum Einsatz.
Commandant Cler vor einem Panzer
Foto von Helmut K., III/3e R.E.I.
1954 - Lac Dao
Schon am 08. Juli 1954 wird das Bataillon der 2e D.M.T. unterstellt und verlegt nach Lac Dao, nördlich von Ban Yen Nhan.
Es sorgt dort auf einem Teilabschnitt für die Sicherheit der R.C. 5 und der Bahnstrecke zwischen Hanoi und Haiphong.
Kleiner Posten an der Bahnstrecke
Foto von Helmut K., III/3e R.E.I.
Es gibt hier die letzten Verluste, hauptsächlich durch Minen und durch nächtliche Angriffe. Denn am Tag lässt sich der Gegner nicht blicken.
So fährt am 13. Juli 1954 ein Fahrzeug auf eine Mine. Die Besatzung, bestehend aus Capitaine Pichard, seinem Fahrer und seiner Ordonnanz sind auf der Stelle tot.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Juli 1954 fällt eine Patrouille in einen Hinterhalt. Lieutenant Assez stirbt vier Tage später an seinen in dem Gefecht erlittenen schweren Schußverletzungen.
Doch zuvor tritt am Morgen des 27. Juli 1954 der Waffenstillstand in Kraft.
Karte des Deltas mit der R.C. 5, Ke Sat und Ban Yen Nhan (6.1 MB)
1954 - Ke Sat und Ban Yen Nhan
Von Lac Dao aus wird das III/3e R.E.I. direkt am 28. Juli 1954 in Ke Sat zusammengezogen.
Das Bataillon wird dort Anfang August von Colonel Gardy besucht.
Als das I/3e R.E.I. am 08. September 1954 nach Ke Sat verlegt wird, räumt das III/3e R.E.I. den Platz.
Es richtet sich ab 09. September 1954 in Ban Yen Nhan ein.
Flagge des III/3° R.E.I. 1954
Foto von Helmut K., III/3e R.E.I.
1954 - Umbenennung zum III/13° D.B.L.E.
In Ban Yen Nhan wird das III/3e R.E.I. am 01. Oktober 1954 zum III/13e D.B.L.E. umbenannt.
Die Flaggen des III/3e R.E.I. werden bei einer feierlichen Parade in Ban Yen Nhan an Colonel Raberin übergeben.
Damit endet die Geschichte des III/3e R.E.I. in Indochina. Ein III/3e R.E.I. wird erst im Juli 1955 in Algerien wieder neu aufgestellt.
Siehe nun III/13e D.B.L.E. > 1954 - Neuaufstellung in Tonkin






