News Danke/Bitte Kontakt/Impressum Disclaimer Sitemap

Feldpost

P.A. 26 in Na San

Einleitung

Na San

Der P.A. 26 ist eine Hügelposition, drei Kilometer westlich des Zentrums von Na San gelegen.

Nach einer kurzen Besichtigung am 23. November 1952 durch Commandant Favreau und seinem Stellvertreter Capitaine Lacote, werden die Kompanien des III/3e R.E.I. auf dem P.A. 26 eingeteilt.

Die 9e Compagnie von Lieutenant Canfin übernimmt die westliche Flanke, die 10e Compagnie von Lieutenant Tholozany den nördlichen Teil, die 11e Compagnie von Lieutenant Fournier den östlichen Part und die 12e Compagnie von Lieutenant Des Rieux De Villoubert den Süden.

Die nächsten Tage und Nächte sind von dem Ausbau des P.A. 26 geprägt. Man rechnet mit einem baldigen massiven Angriff und daher drängt die Zeit.
Trotzdem werden die Stellungen sehr sorgfältig angelegt. Minenfelder und Drahtverhaue sollen den Gegner aufhalten. Unbesetzte verminte Bunker werden angelegt, während stark bewaffnete Bunker versteckt angelegt werden. Diese werden so ausgebaut, dass sie auch den Beschuss der eigenen Artillerie standhalten können.
Dazu werden Mikros im Vorfeld installiert, um das Herannahen der Vietminh früh zu entdecken und vieles mehr.
Es zahlt sich hier aus, dass Commandant Favrau ein Veteran des Stellungskrieges aus dem 2. Weltkrieg ist.

Der P.A. 26 in Na San

erhält Nachschub per Luftabwurf

Foto von Joseph W., III/3e R.E.I.

01. Dezember 1953

Am 01. Dezember 1953 ist das III/3e R.E.I. für den bevorstehenden Angriff auf den P.A. 26 bereit.
Es bleibt geheim woher diese Information stammt, aber man vermutet bereits, dass die Attacke für dieses Datum angesetzt ist.

Tatsächlich nimmt man am Nachmittag verdächtige Geräusche um den P.A. 26 wahr, welche darauf deuten, dass die Vietminh sich in Position bringen.
Die Luftaufklärung kann im Dschungel jedoch keine Vietminh ausmachen. Probeschüsse der eigenen Artillerie verhallen.

Am Abend bekommt der P.A. 26 die ersten Mörsergranaten der Vietminh ab. Es bleibt zunächst bei vereinzeltem gegenseitigen Beschuss.

02. Dezember 1952

Von 00:00 Uhr bis 01:00 Uhr bleibt es bei vereinzeltem Artilleriebeschuss. Aber um 01:20 Uhr bricht der massive Angriff der Vietminh auf der westlichen, der nördlichen und der östlichen Flanke des P.A. 26 los.
Unterstützt von einem heftigem Artilleriefeuer brechen die Angriffswogen der Vietminh auf die Verteidiger ein. Insbesondere die 10e Compagnie im Norden wird auf eine harte Probe gestellt.
Zahlreiche Hindernisse überwinden die Vietminh, doch die Legionäre behaupten ihre Positionen und so bricht die erste Angriffswelle um 02:30 Uhr ab.

Die Atempause währt nur kurz. Um 02:40 Uhr bricht der Angriff erneut los. Diesmal an der südlichen und westlichen Flanke, bevor auch die nördliche Flanke wieder attackiert wird.
Um 02:55 Uhr halten die Vietminh erneut ein.
Aber nur um gegen 03:00 Uhr wieder eine Angriffswelle zu starten. Diese kann um 03:10 Uhr gestoppt werden. In der kurzen Gefechtspause können sich die Legionäre mit Munition versorgen.

Um 03:20 Uhr bricht eine dritte Angriffswelle auf die südliche Flanke ein. Auch diese kann abgewehrt werden und bereits um 03:25 Uhr ziehen sich die Vietminh an dieser Stelle wieder zurück.

Die nächsten anderthalb Stunden wird vereinzelter Artilleriebeschuss ausgetauscht. Die Kämpfer beider Seiten brauchen die Pause nach dem stundenlangen Kampf.

Die Vietminh versuchen es schließlich noch ein viertes Mal. Um 05.00 Uhr bricht nochmals ein Generalangriff der Vietminh auf den P.A. 26 ein.
Ab 05:15 Uhr kann aber auch dieser Angriff abgewehrt werden und die Vietminh ziehen sich zurück. Um 05:30 Uhr kehrt Ruhe auf dem Schlachtfeld ein.

Im Anschluss werden die möglichen Rückzugswege der Vietminh durch die Artillerie unter Beschuss genommen.

Bilanz

Am Morgen kann man sich einen Überblick verschaffen. 260 tote Vietminh werden um den P.A. 26 aufgefunden.

Zahlreiche Waffen und Verletzte konnten die Vietminh bei ihrem Abzug einsammeln. Aber sechs verletzte Vietminh werden noch gefunden und gefangen genommen.
Dazu finden sich 32 Gewehre, 30 P.M., neun F.M., ein M.G., einen Mörser und zwei S.K.Z.

Wie man später herausfindet, wurde das III/3e R.E.I. in jener Nacht von einem Bataillon des T.D. 88 und zwei Bataillonen des T.D. 174 angegriffen.
Für die erfolgreiche Abwehr, bei nur sieben eigenen Toten und 22 Verletzten, erhält das III/3e R.E.I. seine sechste Palme auf seine Fahne.

Nachwort

Man befürchtet zunächst, dass die Vietminh einen erneuten Angriff wagen, doch dieser bleibt aus.

Bis über den Jahreswechsel verbleibt das III/3e R.E.I. noch auf den P.A. 26.
Auch das Weihnachtsfest 1952 verbringt das Bataillon dort.

Weihnachten 1952 auf P.A. 26

Foto von Gerd S., 10e Cie., III/3e R.E.I.