I/3e R.E.I.
Ankunft in Saigon am 25. April 1946
Das I/3e R.E.I. wird nach seiner Ankunft in Indochina auf der gecharterten Johann de Witt am 25. April 1946, über Saigon nach Thu Duc verlegt, wo sich der Stab des Bataillons unter Commandant Laimay einrichtet.
Karte Saigon und Mekong Delta mit Thu Duc (6,2 MB)
Parade 1946 in Thu Duc
Foto von Robert R., 4e Compagnie, I/3e R.E.I.
1946 - Thu Duc in Cochinchina
Von seiner Ankunft im April bis Dezember 1946 ist das Bataillon in dem Sektor vom Thu Duc, nordöstlich von Saigon, zwischen dem Song Saigon und dem Dong Nai, für die Aufrechterhaltung der Ordnung zuständig.
Anfang Mai 1946 verlässt die 1re Compagnie das I/3e R.E.I. und wird temporär nach Ba Ria, nahe Cap Saint Jacques an der Route Coloniale 15, abgeordnet.
Die anderen Kompanien haben mittlerweile im Sektor Thu Duc ihre Posten bezogen.
Die 2e Compagnie von Capitaine Vieulès in Long Binh, die 3e Compagnie in Go Gong und die 4e Compagnie von Capitaine Roux in Binh Trung.
Die Legionäre verteilen sich auf zahlreiche kleinere Posten und müssen sich, nach einer anfänglichen aber trügerischen Ruhe, an den blutigen Guerillakrieg mit den örtlichen Rebellen gewöhnen.
Mit MG werden Instandsetzungsarbeiten geschützt
Foto von Kurt K., 2e Compagnie, I/3e R.E.I.
Gegen einen oft unsichtbaren Gegner, der Straßen und Brücken sabotiert, der Posten, Patrouillen und Versorgungskonvois angreift, hat man aber bald die ersten Erfolge.
Am 30. Mai 1946 gelingt Lieutenant Mattei von der 4e Compagnie eine Kommandoaktion, genauso wie Aspirant Birolet von der 3e Compagnie am 17. Juni 1946 auf Binh Tho.

LKW auf Fähre
Foto von Johann S., 2e Compagnie., I/3e R.E.I.
Mitte Juni 1946 werden Teile der 1re und 2e Compagnie, sowie der C.A.B. 1 in die Region Vinh Long und Ben Tre am Mekong entsandt.
Was wie ein Urlaub beginnt, endet für einige Legionäre tödlich.
Nachdem zwei Sectionen der C.A.B. 1 unter Capitaine Bovet auf zwei L.C.A. einen abgelegenen Legionsposten auf der Ile de Minh unterstützen hatten, werden sie auf der Rückfahrt nach Ben Tre mehrfach vom Ufer aus angegriffen. Schwer beschädigt kehren die L.C.A. nach Ben Tre zurück.
Aus der Section von Lieutenant Hamacek wurde der Legionnaire Muhle getötet. Doch weit schwerere Verluste hatten die angreifenden Rebellen.
Auch die Abordnung der 2e Compagnie verliert einen Mann. Ein Sergent wird beim Besuch eines Marktes auf der Ile de Than Phu hinterrücks umgebracht.
Ende Juni 1946 endet schließlich die Abordnung und man kehrt in den Sektor Thu Duc zurück.
Im Juli wird die 4e Compagnie von Capitaine Roux nach Di An, nördlich von Thu Duc, verlegt.
Dort gelingt es Lieutenant Mattei von der 4e Compagnie am 24. Juli 1946, sich mit einem kleinen Kommando als angebliche Deserteure in ein Versteck der Vietminh einzuschleichen.
Das Camp kann zerstört werden, bevor man, die Vietminh dicht auf den Fersen, den Posten des Bataillons in Thu Duc erreicht.
Capitaine Roux vor Legionären der 4° Compagnie
Foto von Robert R., 4e Compagnie, I/3e R.E.I.
Im August 1946 greifen Khmer aus Siam kommend, in der Provinz Siem Reap in Kambodscha an.
Neben Fallschirmjägern, Legionären des II/3e R.E.I. und der 13e D.B.L.E., entsendet auch das I/3e R.E.I. eine Abordnung in Form seines Peletons nach Kambodscha.
In den Tempeln von Angkor Vat kommt es am 13. August 1946 zu einem Gefecht mit den Khmern, die sich dort verschanzt haben.
Es gelingt, diese dort auszuheben und schließlich aus Kambodscha zu treiben.
Unterdessen macht sich Lieutenant Mattei mit weiteren erfolgreichen Aktionen im Sektor Thu Duc einen Namen. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Am 24. September 1946 wird er vergiftet.
Er überlebt, muss aber den Rest des Jahres im Hospital von Saigon verbringen.
Capitaine Roux vor Legionären der 4° Compagnie
Foto von Robert R., 4e Compagnie, I/3e R.E.I.
Nach vier Monaten im Sektor von Thu Duc ist dort bis Dezember 1946 eine relative Ruhe eingekehrt.
In Tonkin spitzt sich die Situation derweil zu. Nach einem Zwischenfall in Haiphong beschießen die Franzosen am 23. November 1946 die Stadt.
Weitere Truppen werden erforderlich und das I/3e R.E.I. ist das erste Bataillon der Legion, welches nach Tonkin entsandt wird.
Am 03. Dezember 1946 wird das I/3e R.E.I. in Thu Duc abgelöst und bricht auf der Marechal Joffre und der Jules Verne in Richtung Haiphong in Tonkin auf.
Tonkin Delta 1946/47
Das I/3e R.E.I. richtet sich noch im Dezember 1946 in Haiphong ein. In und um die zerstörten Stadt liefert man sich zahlreiche Gefechte, bis die Vietminh sich zurückziehen.
Die ersten Operationen für das I/3e R.E.I. in Tonkin nach dem Angriff der Vietminh am 19. Dezember 1946, haben zunächst das Ziel, von Haiphong aus die Verkehrswege in das Delta frei zu machen.
So zunächst von Haiphong die Küste hinauf, über Cam Pha Port u.a., in Richtung Mon Cay. Hier kann man dem Gegner empfindliche Verluste beibringen.
Dann geht es für das I/3e R.E.I. über den Wasser- und Schienenweg nach Hanoi, während das I/2e R.E.I. auf der Route Coloniale 5 den Straßenweg frei kämpft.
Man hat es in Tonkin nun nicht mehr Guerillas wie in Cochinchine zu tun, sondern mit kompletten Vietminh-Einheiten, die sich den Kämpfen stellen, anstatt nach einem Angriff im Dschungel zu verschwinden.
In den Städten und Dörfern, welche die Vietminh verlassen müssen, finden die Legionäre oft nicht mehr, als verbrannte Erde...
Frühjahr 1947 - Nam Dinh im Delta
Anfang Januar 1947 beschließt das französische Oberkommando, auch das eingeschlossene Nam Dinh zu unterstützen.
Ab dem 04. Januar 1947 stößt die 4e Compagnie des I/3e R.E.I. auf L.C.T. über den Roten Fluss und seine Nebenarme auf Nam Dinh vor.
Am 10. Januar 1947 gelingt mit anderen Kräften der Vorstoß nach Nam Dinh, wo man über mehrere Wochen hinweg allein gegen die Vietminh aushält.
Unterdessen verabschiedet Commandant Laimay am 05. März 1947 mit dem I/3e R.E.I. in Hanoi Amiral Thierry D´Argenlieu, den scheidenden Haut-Commissaire der Franzosen in Indochina.
Commandant Laimay und Amiral Thierry D´Argenlieu
Foto von Robert R., P.C. du I/3e R.E.I.
Daraufhin wird im weiteren Verlauf des März 1947 auch der Rest des I/3e R.E.I. nach Nam Dinh verlegt.
An der Spitze eines großen Konvois kann man die belagerte Stadt erreichen und zu den Kameraden vordringen. Lieutenant Mattei stößt hier wieder zur 4e Compagnie und übernimmt deren Führung.
In den folgenden Wochen verdrängt das I/3e R.E.I. die Vietminh erfolgreich aus der Region um Nam Dinh.
Bunker am Ortseingang von Thai Binh
Foto von Robert R., P.C. du I/3e R.E.I.
Es folgen in der Region weitere Operationen. So wird am 11. April 1947 die Stadt Thai Binh befreit, am 21. April 1947 erreicht man Ninh Binh.
Zerstörte Straßen in Thai Binh
Foto von Robert R., P.C. du I/3e R.E.I.
Beide Städte wurden durch die Vietminh stark zerstört. Teile der Bevölkerung nutzen die Ankunft der Legionäre um unter ihrem Schutz nach Nam Dinh zu fliehen.
Exodus der Bevölkerung von Thai Binh
Foto von Robert R., P.C. du I/3e R.E.I.
Unterdessen stößt ein Kommando der 4e Compagnie noch weiter in Richtung Südwesten vor, bis Phu Nho Quan.
Es heißt, dass man Ho Chi Minh persönlich auf den Fersen war und nur knapp verfehlt.
Legionäre helfen Flüchlingen aus Thai Binh
Foto von Robert R., P.C. du I/3e R.E.I.
Den 30. April 1947 feiert das I/3e R.E.I. in Nam Dinh. Am nächsten Morgen geht es erneut auf Operation, nordwestlich von Nam Dinh. Man landet bei Dam Tanh und marschiert in Richtung R.C. 21.
Nach wenigen Kilometern trifft man auf harten Widerstand in Form eines Bataillons der Vietminh. Das Gefecht zieht sich über den ganzen 01. Mai 1947.
Am Ende hat das Bataillon acht Gefallene und sieben Verletzte zu beklagen. Doch auch die Vietminh mussten Verluste hinnehmen, man zählt 32 Tote.
Noch einige Woche verbringt das I/3e R.E.I. mit Operationen in der Region von Nam Dinh und Thai Binh, bevor es Mitte Juni 1947 durch das I/2e R.E.I. herausgelöst wird und schließlich nach Hanoi verlegt wird.
Zum 01. Juli 1947, noch vor der Verlegung, verlässt Commandant Laimay das Bataillon.
Für die Operationen im Tonkin-Delta wird die Fahne des I/3e R.E.I. mit dem Croix de Guerre mit Palme ausgezeichnet.
Karte des Tonkin-Deltas mit Hai Duong und Nam Dinh (6,1 MB)
Sommer 1947 - Hai Duong im Delta
Über Hanoi wird das I/3e R.E.I. nach Hai Duong verlegt. Hier bezieht das Bataillon, mittlerweile unter Commandant Sourlier, diverse Posten, um die Region und insbesondere die Verkehrswege zu schützen.
So neben der Route Coloniale 5 auch die Bahnstrecke, welche beide Hanoi mit Haiphong verbinden.
Es ist eine relativ ruhige Zeit mit kleineren Operationen in der Region. Doch auch in diesem als befriedet geltendem Sektor gibt es immer wieder Gefechte mit den Rebellen.
Unterdessen beginnen im September 1947 für die beiden anderen Bataillone des 3e R.E.I. die Operationen in Richtung der chinesischen Grenze im Norden, in das Bergland von Tonkin.
Das I/3e R.E.I. ist aber zunächst noch in den Operationen im Delta, in den Regionen Hai Duong und Ke Sat, eingesetzt.
Die letzte Operation findet am 21. Oktober 1947 statt. Es geht in die Gegend von Nha Khe und Long Xa, einige Kilometer nördlich von Hai Duong, als man plötzlich unter heftiges Feuer mehrerer gegnerischer Kompanien gerät.
Es entwickelt sich ein erbittertes Gefecht, welches bis zum Abend andauert.
Erst dann fliehen die Vietminh. Man findet allein 70 zurückgelassene Gewehre.
Das I/3e R.E.I., insbesondere die 3e Compagnie, musste einige Verluste hinnehmen. Es werden 6 Tote und 17 Verletzte gezählt.
Von den Verletzten versterben mindestens zwei, Sous-Lieutenant Loranchet-Reverdet und Caporal Lamourette, kurz nach dem Eintreffen im Hospital von Haiphong.
November 1947 - Operation Ceinture
Im Anschluss der Großoperation Léa, die für für viele anderen Einheiten im Oktober begonnen hat, bricht das I/3e R.E.I. in der Operation Ceinture ab 17. November 1947 aus Hai Duong in Richtung Norden auf.
Die Operation hat zunächst das Ziel, das nördliche Delta vom Gegner zu befreien, um dort im Anschluß die Ordnung wieder herzustellen.
Auf dem Song Thai Binh wird das I/3e R.E.I. zunächst in Richtung Sept Pagodes an der R.C. 18 verschifft.
Die Stadt fällt am 18. November 1947 in die Hände der Legionäre. Man trifft auf keinen nennenswerten Widerstand, die Vietminh sind geflüchtet. Aber auch hier hat der Gegner nur verbrannte Erde hinterlassen.
Nach dem schnellen Erfolg geht es weiter nach Norden...
Siehe dazu Operation Ceinture.
Karte der Region mit Bac Ninh, Sept Pagodes, Phu Lang Thuong, Bo Ha und Mo Trang (6,6 MB)
Dezember 1947 - Operation Catherine
Nach Beendigung der Operation Ceinture geht es in der Operation Catherine praktisch nahtlos weiter.
Von Luc Nam am Song Thuong arbeitet sich das I/3e R.E.I. auf der Route Coloniale 13 in Richtung Nordosten vor. Es geht über An Chau zunächst nach Dinh Lap an der Route Coloniale 4.
Von Dinh Lap aus geht es über Loc Binh in Richtung Nordwesten die Route Coloniale 4 entlang bis nach Lang Son.
Hier wird zunächst eine mehrtägige Pause eingelegt.
Karte mit An Chau, Dinh Lap, Loc Binh un Lang Son (6,4 MB)
Kurz vor Weihnachten 1947 geht es weiter auf der Route Coloniale 4 in Richtung Cao Bang. Man erreicht That Khe ohne Zwischenfälle.
Am 28. Dezember 1947 kommt es 20 Kilometer nördlich von That Khe zu einem Überfall. Man kann die Gegner jedoch in die Flucht schlagen und erreicht schließlich auch Cao Bang.
Hier gibt es abermals eine Pause von drei Tagen, bis weitere Kräfte des R.I.C.M. eintreffen.
Januar 1948 - Operation Catherine
Im Januar 1948 geht es mit den Kameraden des R.I.C.M. weiter, zunächst auf der Route Coloniale 3 in Richtung Westen bis nach Nguyen Binh.
Von dort weiter auf der R.C. 3 in Richtung Süden, bis nach Na Fac.
Und von dort weiter über Phu Tong Hoa bis nach Bac Kan. Hier ist das Ziel erreicht.
Während sich der Stab des I/3e R.E.I. unter Commandant Sourlier mit der C.C.B. unter Lieutenant Montoya, der C.A.B. unter Lieutenant Hamacek, sowie der 1re Compagnie unter Capitaine Grand d´Esnon in und um Bac Kan verteilt, besetzten die anderen Kompanien Posten entlang der R.C. 3 in Richtung Cao Bang.
Die 2e Compagnie unter Capitaine Cardinal in Phu Tong Hoa,
die 3e Compagnie unter Lieutenant Moreau in Na Fac und
die 4e Compagnie unter Capitaine Mattei in Ban Cao, Ngan Son und Bel Air.
Karte der Region Cao Bang mit der R.C. 3 (5,9 MB)
1948 - Route Coloniale 3
Lieutenant-Colonel Simon übernimmt Anfang 1948 die Führung des 3e R.E.I. und die Kontrolle des Sektors Cao Bang mit der Route Coloniale 3.
Die Regionen Nguyen Binh und Cao Bang werden vom 23e B.T.A. übernommen, nach dem das I/3e R.E.I. dort zunächst auch noch Posten gestellt hatte.
Das I/3e R.E.I. ist ab Anfang 1948 nun auf zahlreichen Posten entlang der 80 Kilometer des Untersektors Bac Kan an der Route Coloniale 3 verteilt.
Die Posten zwischen Bac Kan und Cao Bang sind gegen einen starken Gegner in dieser Region jedoch nur schwach besetzt.
Auch für die Konvois auf der R.C. 3 muss jedes Fortkommen erkämpft werden.
Bereits am 29. Januar 1948 wird ein Konvoi mit Verletzten aus dem Posten Na Let bei Na Fac angegriffen.
Der Posten Na Let selbst, wird am 30. Januar 1948 attackiert und wird in Folge aufgegeben.
Bei einer Aufklärungspatrouille am 13. Februar 1948 mit der Section Caderon der 3e Compagnie, trifft man im Dorf Na Loue bei Bac Kan auf Widerstand. Die Vietminh müssen sich unter zurücklassen von 10 Toten zurückziehen, aber bei der 3e Compagnie erliegt der Legionär Reichardt seinen dabei erlittenen Verletzungen.
Die C.A.B. wird im Februar 1948 aufgelöst und in die C.C.B. unter Lieutenant Montoya eingegliedert. Die C.C.B. beteiligt sich an den zahlreichen Patrouillen in der Region und unterstützt bei Zusammenstößen mit dem Gegner.
Am 20. Februar 1948 kehren die Colonels Royer und Simon von Bac Kan nach Cao Bang zurück. Beim Öffnen der Straße, mit Kräften des R.I.C.M. und den Sectionen Lacazes und Caderon der 3e Compagnie unter er Führung von Lieutenant Viard, gibt es südlich von Na Fac einen Angriff.
Man hat 11 Verletzte und einen Toten, darunter 4 Verletzte bei der 3e Compagnie des I/3e R.E.I., während der Gegner allerdings auch 25 Tote verliert.
Am 04. März 1948 trifft es bei Na Fac erneut eine zusammengesetzte Patrouille, bestehend aus einer Section der 3e Compagnie und Kräften des R.I.C.M.
Es gibt zwei Tote, darunter den Chef der Patrouille, Lieutenant Viard von der 3e Compagnie.
Der Druck in der Region nimmt zu. Der Posten der 3e Compagnie in Na Fac wird am 13. März 1948 angegriffen, Phu Tong Hoa am 15. März 1948 und am 22. März 1948 erneut Na Fac.
Trotz stetiger Verluste, sind die Erfolge des I/3e R.E.I. aber herausragend. Dies wird auch durch Haute-Commissaire Bollaert hervorgehoben, der Bac Kan am 01. April 1948 besucht.
Am 01. Mai 1948 wird eine Patrouille der 2e Compagnie bei Phu Tong Hoa angegriffen. Die Legionäre können sich aber erfolgreich behaupten, wie die nachfolgende Auszeichnung belegt.
Auszeichnung
von Kurt K., 2° Compagnie, I/3° R.E.I.
für seinen Einsatz als F.M.-Schütze am 01. Mai 1948
Für den Sommer 1948 sind zunächst nur wenige Details bekannt. Es gibt Verluste durch einzelne Gefechte bei Patrouillen, wie am 01. Juni 1948, als Sergent Stein von der 4e Compagnie bei Ban Cao getötet wird.
Im weiteren Verlauf des Juni 1948 wird die 3e Compagnie von Capitaine d´Escalopier übernommen.
Unterdessen nimmt der gegnerische Druck auf die Posten an der Route Coloniale 3 bis zum Juli 1948 weiter zu.
Da der Bereich der Route Coloniale 4 durch französische Kräfte verstärkt wurde, verlagern die Vietminh ihre Aktivitäten nun an die R.C. 3. Es ist offensichtlich, dass bald der Angriff auf einen der Posten bevorsteht.
Es beginnt am 21. Juli 1948, als starke Kräfte der Vietminh zwischen Bac Kan und Phu Tong Hoa gesichtet werden.
Am 22. Juli 1948 trifft die 4e Compagnie von Capitaine Mattei unweit von Ban Cao auf ein Bataillon Vietminh. Es gibt Verletzte und beim Versuch den schwerverletzten Lieutenant Palisser nach Cao Bang zu bringen, trifft man erneut auf Widerstand.
Siehe dazu Hinterhalt bei Kouéi Pet.
25. Juli 1948 - Phu Tong Hoa
Am 25. Juli 1948 kommt es schließlich zu der berüchtigten Attacke auf den Posten von Phu Tong Hoa.
Der Posten Phu Tong Hoa 1948
Foto von Edmund H., 1re Cie., I/3e R.E.I.
Die 104 Legionäre der 2e Compagnie können sich in einem erbitterten Nahkampf gegen eine zehnfache Übermacht der Vietminh behaupten.
Das Gefecht geht in die Geschichte der Legion ein...
Siehe dazu Phu Tong Hoa.
Auszeichnung
von Kurt K., 2° Compagnie, I/3° R.E.I.
für seine Leistungen und seine Verwundung in Phu Tong Hoa
Gleichzeitig werden auch die Posten Ban Cao und Ngan Son, jeweils von einer Section der 4e Companie gehalten, attackiert.
In den Folgetagen kommt es fast täglich zu Hinterhalten an der R.C. 3., die sich gegen die Kolonnen, die zur Unterstützung nach Phu Tong Hoa entsandt wurden, richten. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.
Obwohl die 4e Compagnie am 04. August 1948 in einem Tal in Richtung Nguyen Binh den Vietminh einen schweren Verlust beibringen kann, verschärft sich die Situation an der R.C. 3. erneut am 10. August 1948.
Der Posten Ban Cao wird erneut angegriffen. Es gibt drei Tote und drei Verletzte, aber man kann den Posten gegen etwa 600 Vietminh halten.
Verpflegungsabwurf über Ban Cao
Foto von Hans Kranz, 4e Cie., I/3e R.E.I. (+13.04.1954)
Im Anschluß der schweren Kämpfe im Sommer 1948 wird die angeschlagene 2e Compagnie von Phu Tong Hoa nach Bac Kan verlegt, während die 1re Compagnie Phu Tong Hoa übernimmt.
Da deren Capitaine Grand d´Esnon im Zuge der Kämpfe verletzt evakuiert wurde, übernimmt Lieutenant Hamacek die 1re Compagnie kurzfristig.
Er wird aber bereits im November 1948 durch Lieutenant Guillemin ersetzt.
Die 2e Compagnie, die nach Phu Tong Hoa von Lieutenant Bevalot geführt wurde, wird im Oktober 1948 von Capitaine Gaudron übernommen.
Für den Rest des Jahres 1948 erleichtert sich die Situation an der R.C. 3 zunächst wieder etwas.
Trotzdem kommt es beispielswiese am 13. September 1948 bei Cho Moi, 8 Kilometer südlich von Bac Kan, zu einem Angriff auf einen Konvoi, der das I/3e R.E.I. einen Toten und 7 Verletzte kostet.
Am 16. November 1948 erwischt es einen Konvoi nahe Kouei Pet. Es gibt 5 Tote und 9 Verletzte.
Zu weiteren Angriffen auf Konvois kommt es am 09. Dezember 1948 bei Bel Air und am 14. Dezember 1948 bei Na Fac.
Karte der Region Cao Bang mit der R.C. 3 (5,9 MB)
1949 - Route Coloniale 3
Nachdem Capitaine Mattei die 4e Compagnie nach einer langen Sejour verlassen hat, wird diese im Januar 1949 von Capitaine Roch übernommen.
Während 1949 der Druck auf die anderen Posten des 3e R.E.I. an der Route Coloniale 4 steigt, sind beim I/3e R.E.I. an der R.C. 3 keine nennenswerten Vorkommnisse zu berichten.
Dies ändert sich mit der Offensive der Vietminh im März 1949. In der Nacht vom 15. auf den 16. März 1949 wird der Posten Na Nam, westlich von Cao Bang, überfallen. Der Angriff kann jedoch abgewehrt werden.
30. April 1949 - Camerone
der 4° Compagnie vor dem Posten Ban Cao
Foto von Hans Kranz, 4e Cie., I/3e R.E.I. (+13.04.1954)
Im Mai 1949 übernimmt Chef de Bataillon Lenoir das I/3e R.E.I. Kurz darauf gibt es auch einen Wechsel in der 1re Compagnie, welche ab Juni 1949 von Capitaine Dejean geführt wird.
Die Versorgung des I/3e R.E.I. über die Route Coloniale 4 ist mittlerweile so verlustreich, dass sich das Oberkommando in Hanoi dazu entschließt, auch die Posten des I/3e R.E.I. an der Route Coloniale 3 zu räumen, um die Route Coloniale 4 zu verstärken.
In der Operation André im August 1949 werden schließlich die Posten an der Route Coloniale 3 geräumt. Sämtliche Posten werden durch ihre Besatzungen vor dem Verlassen zerstört.
Bac Kan macht den Anfang am 08. August 1949. Es folgen Phu Tong Hoa am 10. August 1949, Na Fac am 11. August 1949, Ngan Son und Ban Cao am 15. August 1949 und schließlich Bel Air am 17. August 1949.
Bis auf einen Angriff der Vietminh beim Abzug aus Ban Cao, kommt es zu keinerlei Reaktionen des Gegners.
Die Kräfte werden zunächst am 20. August 1949 in Cao Bang gesammelt.
1949 - Route Coloniale 4
Auch nach der Umstrukturierung wächst der Druck auf die Route Coloniale 4 weiter.
Im September 1949 ist das I/3e R.E.I. als Interventionseinheit in That Khe eingesetzt.
Am 03. September 1949 trifft es erneut einen Konvoi am Lung Phai Pass. Es ist grausames Massaker, etwa 100 Menschen werden getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. 55 Fahrzeuge werden vom T.D. 174 zerstört. Nur wenigen Überlebenden gelingt die Flucht.
Zwei Kompanien des I/3e R.E.I. waren von Dong Khé aus zur Sicherung an den Col 703 entsandt und an dem Gefecht beteiligt.
Am 17. September 1949 sind die 1re und die 2e Compagnie auf einer Aufklärungsmission zwischen den Posten Song Ky Cong und Deo Cat eingesetzt.
Sie treffen bei Ban Nam auf drei Bataillone Vietminh, die sich dort für den Angriff auf einen Konvoi bereit halten. Im Gefecht verliert man 7 Tote, 8 Vermisste und 3 Verletzte.
Anfang Oktober 1949 wird der Stab des Bataillons nach Langson verlegt. Das I/3e R.E.I. ist derweil mit dem 1er B.E.P. und dem 3e Tabor auf Operation an der Route Coloniale 4. Man versucht, den Bereich zwischen Lung Vai und Lung Phai von den Vietminh zu säubern.
Blick auf den Lung Vai Pass
Foto von Hans Kranz, 4e Cie., I/3e R.E.I. (+13.04.1954)
Ab 14. November 1949 übernimmt das I/3e R.E.I. zunächst den Bereich zwischen Langson und Dong Dang an der Route Coloniale 4 und wird dort auf zahlreiche Posten verteilt. Die 3e und 4e Compagnie sind in Dong Khe stationiert.

Mützenbzeichen
eines Nationalchinesen
Als sich im Dezember 1949 die chinesischen Nationalisten über die Grenze nach Vietnam zurückziehen wollen, muss das I/3e R.E.I. seine Posten aufgeben.
Das Bataillon beteiligt sich für mehrere Wochen an der Entwaffnung vieler chinesischer Einheiten und an der Verfolgung jener Einheiten, die sich einer Entwaffnung entziehen wollen.
Siehe dazu Chinoiseries.
Legionäre mit Nationalchinesen
Foto von Fritz B., I/3e R.E.I.
1950 - Route Coloniale 4
Am 06. Januar 1950 sind diese Operationen erfolgreich abgeschlossen und das I/3e R.E.I. kehrt nach Langson zurück, wo es als Eingreifresereve für den Sektor bereitgehalten wird.
Capitaine Calvin hat inzwischen ab Januar 1950 Chef de Bataillon Lenoir an der Spitze des Bataillons abgelöst.
Die 1re Compagnie wurde von Lieutenant Tissier, die 2e Compagnie vom zurückgekehrten Capitaine Mattei und die 4e Compagnie von Lieutenant Moreau übernommen.
Für die Zeit als Interventionseinheit sind nur wenige Details bekannt.
Im März 1950 beteiligt sich das I/3e R.E.I. mit dem II/3e R.E.I. an einer Operation in das Tal von Diem He, westlich von Langson.
Im April und Mai 1950 übernimmt das I/3e R.E.I. schließlich wieder kleinere Posten an der Route Coloniale 4.
Diesmal die Posten um That Khé,
Ben Me, Pont Bascou und Song Ky Cong (4e Compagnie),
in Richtung Süden
über die Posten 45, sowie 41 Ost und West (3e Compagnie),
Ban Be und Lung Vai (1re Compagnie),
bis nach Na Cham (2e Compagnie) und Dong Dang (C.C.B.) mit mehreren Posten.
Den Rest des Sommers 1950 ist von der Verteidigung der eigenen Posten und dem Schutz und der Begleitung der Konvois auf der Route Coloniale 4 bestimmt.
Es kommt zu weiteren Führungswechseln im Juli 1950. So wird die 1re Compagnie von Lieutenant Laurent übernommen und die 3e Compagnie für kurze Zeit von Lieutenant Lathière-Lavergne.
Dong Dang
Foto von Fritz B., I/3e R.E.I.
1950 - Das Drama an der R.C. 4
Im Herbst 1950, als der gegnerische Druck auf die Route Coloniale 4 weiter zunimmt und Dong Khé im September fällt, beschließt das französische Oberkommando schließlich die Räumung von Cao Bang Anfang Oktober 1950.
Es entwickelt sich daraus die Evakuierung der gesamten Route Coloniale 4. Wie viele andere Einheiten, hat auch das I/3e R.E.I. dabei heftige Verluste.
Ab 03. Oktober 1950 werden die drei Posten der 3e Compagnie, die im September provisorisch von Sous-Lieutenant Roques übernommen wurde, vernichtend angegriffen.
Der kleine Posten 41 West wird am frühen Abend des 03. Oktober durch mehrere Bataillone Vietminh mit Unterstützung schwerer Waffen angriffen. Ab 23 Uhr ist der Posten 41 West nicht mehr zu halten, die Verteidigungsanlagen sind zerschossen und die Vietminh im Posten.
Die Überlebenden unter Sergent Picco ziehen sich zum Posten 41 Ost und nach Ban Be zurück.
Am Abend des 04. Oktober 1950 greifen die Vietminh mit der gleichen Intensität wie am Vortag den Posten 41 Ost an.
Man wehrt sich tapfer, aber der Posten wird durch die gegnerischen Geschütze in Stücke geschossen und die Vietminh dringen ein.
Die Verteidiger sammeln sich im letzten intakten Bunker. Als dieser schließlich auch in Flammen aufgeht, bleibt nichts anders, als der Rückzug zum Posten 45.
Es gelingt der Besatzung auszubrechen und den Posten 45 zu erreichen.
Dieser steht nun ebenfalls unter heftigen Beschuss und sein Commandant, Sous-Lieutenant Roques sieht keine Sinn darin, den nun isolierten Posten zu verteidigen und entschließt, sich mit seinen Männern nach That Khé zurückzuziehen.
Er erreicht das 17 Kilometer entfernte That Khé am Morgen des 05. Oktober 1950, mit nur 84 Mann. Die restlichen 57 Legionäre der 3e Compagnie sind tot oder vermisst.
Als nächstes wird der Posten Bo Cung der 3e Section der 2e Compagnie unter Lieutenant Jaluzot am 05. Oktober 1950 auf eine harte Probe gestellt. Mit Hilfe der Artillerie aus Na Cham kann Bo Cung gehalten werden, die Vietminh haben bittere Verluste.
Siehe 5. Oktober, zwischen That Khé und Na Cham.
Nordöstlich von That Khé überrennen die Vietminh am Morgen des 08. Oktober 1950 den Posten Ben Me, der von einer Section der 4e Compagnie unter Lieutenant Moquais besetzt war. Der Posten konnte gegen die Übermacht des Gegners nur eine Stunde durchhalten.
Südlich von That Khé kommt am Abend des 09. Oktober 1950 der Posten Song Ky Cong, der von der 4e Compagnie des I/3e R.E.I. gehalten wird, unter Beschuß.
Während des Rückzugs, wird die 4e Compagnie des I/3e R.E.I. dann fast komplett aufgerieben.
Sie deckte am 11. Oktober 1950 den Abzug der letzten Einheiten aus That Khé und lieferte sich bittere Rückzugsgefechte.
Die 2e Compagnie, die nun von Capitaine Mattei geführt wird, hält Na Cham entgegen anderslautender Befehle bis zum Ende des 13. Oktober 1950, um weiteren Flüchtenden aus Cao Bang und That Khé die Möglichkeit zu geben, die eigenen Linien zu erreichen.
Dann zieht sich auch die 2e Compagnie, wie der Rest des I/3e R.E.I., der praktisch nur noch aus der 1re Compagnie besteht, nach Langson zurück.
Bis zum 18. Oktober 1950 ist auch Langson aufgegeben. Damit ist die gesamte Route Coloniale 4 geräumt.
1950 - Neuaufstellung in Hanoi
Der Rest des 3e R.E.I. sammelt sich bei Hanoi, wo das Regiment Ende 1950 wieder neu aufgestellt wird.
Die 4e Compagnie des I/3e R.E.I. wird hauptsächlich mit Kräften aus der C.C.R. des 3e R.E.I. aufgefüllt.
Schon im November beginnt das 3e R.E.I., darunter auch das I/3e R.E.I. wieder mit seinen Operationen, zunächst in der Region um Hanoi.
Ab 01. Dezember 1950 ist das komplette Regiment in der Groupe Mobile 5 eingegliedert.
Es wird im Dezember in den Regionen Bac Ninh bis Sept Pagodes, nordöstlich von Hanoi in den Operationen Intermède, Gantlet und Banania eingesetzt.
1951 - Groupe Mobile 5
Nach der ersten Operation des Jahres, der Operation Étang zwischen dem Canal des Rapides und Hai Duong, übernimmt das 3e R.E.I. im Rahmen der Schlacht von Vinh Yên ab 14. Januar 1951 defensive Positionen in der Region von Bac Ninh bis Dap Cau.
Nach der Schlacht geht es am 20. Januar 1951 wieder in die Region von Sept Pagodes, wo im Laufe des Jahres zwischen den Operationen Bunker gebaut werden.
Ab 27. Januar 1951 übernimmt Lieutenant-Colonel Laimay das 3e R.E.I. und die G.M.5., von der auch das I/3e R.E.I. ein Teil ist.
Ab 24. Februar 1951 richtet sich das I/3e R.E.I. in der Region von Phu Lang Thuong, nördlich von Bac Ninh ein.
Es stellt damit praktisch den letzten Aussenposten von Hanoi aus nach Norden in Richtung der chinesischen Grenze.
Ab 28. März 1951 wird in Phu Lang Thuong auch der P.C. der G.M. 5 eingerichtet.
Man verbleibt in der Region bis zum 18. Juni 1951, dann verlegt das I/3e R.E.I. mit dem P.C./G.M. 5 nach Dong Trieu an der Route Coloniale 5.
Das Bataillon operiert von dort aus u.a. am 16. August 1951 in der Region Lo Son. Mit dem II/3e R.E.I. wird am 20. August 1951 eine Aufklärungsmission nach Nui Dong Mai unternommen.
Am 04. November werden das I/3e R.E.I. und das II/3e R.E.I. in Dong Trieu zusammen geführt.
Für beide Bataillone geht es in den zwei folgenden Tage in die Region von Cho Ben im Südwesten des Deltas im Vorfeld der Operation Tulipe und der Schlacht von Hoa Binh.
In der Region Hoang Thuong wird das I/3e R.E.I. am 9. November 1951 von zwei Kompanien Vietminh angegriffen.
Die folgende Zeit bis Mai 1952 verbringen die Bataillone der G.M. 5 in der Region von Cho Ben, im Südwesten des Deltas, mit dem Ausbau und dem Halten von Stellungen in der Region.
1952 - Groupe Mobile 5
Das Jahr 1952 beginnt für das Bataillon am 14. Januar 1952 mit einem Angriff auf den Posten Phu Yen, der von der 2e Compagnie des I/3e R.E.I. gehalten werden kann.
Bis Mai 1952 verbleibt das weiter in der Region von Cho Ben. Am 27. Mai 1952 wird die Region schließlich verlassen.
Die G.M. 5 zieht mit dem I/3e R.E.I. in den südlichen Bereich der Region Van Dinh.
Bis zum Juli 1952 ist das Bataillon in die Operationen Kangourou, Antilope und Sarigue eingebunden.
Ab 15. August 1952 operiert die G.M. 5 mit weiteren Einheiten, darunter das IV/3e R.E.I. in der Operation Boléro im Bereich Nam Sadh - Chi Linh - Lo Son und Kinh Mon.
Im Oktober 1952 befindet sich das I/3e R.E.I. in der Region von Ke Sat.
Am 21. Oktober 1952 geht es mit der G.M. 5 in den westlichen Bereich des Deltas. In der Operation Lorraine ist das Bataillon bei Ung-Hoa, dann zwischen Vietri und Co Tich eingesetzt.
Vom 30. November 1952 bis 31. Dezember 1952 ist das I/3e R.E.I. in die Operation Bretagne südlich von Nam Dinh eingebunden.
Am 20. Dezember 1952 verlässt die 4e Compagnie des I/3e R.E.I. die G.M. 5, um sich mit dem IV/3e R.E.I. nach zur Basis nach Dinh Bang zu begeben, da das IV/3e R.E.I. aufgelöst und in die vietnamesische Armee eingegliedert werden soll.
I/3° R.E.I. - Auf Operation
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Fotos von Friedrich M., I/3e R.E.I. |
1953 - Groupe Mobile 5
Am 07. Januar 1953 stößt die 4e Compagnie wieder zum I/3e R.E.I.
Das Bataillon wird am 16. Januar 1953 nach Namh Dinh verlegt. Von dort bricht es am 18. Januar 1953 in die Region Thai Binh und Ninh Giang auf.
Ab 20. Januar 1953 ist das I/3e R.E.I. mit der G.M. 5 in der Operation Artois eingebunden.
Am 30. Januar 1953 ist das Bataillon wieder in Ninh Giang.
Ab 06. Februar 1953 ist die G.M. 5 in der Operation Normandie III eingebunden.
Das I/3e R.E.I. bricht am 11. Februar 1953 nach Haiphong auf. Am 12. Februar kehrt das Bataillon zu seiner Basis nach Dinh Bang zurück.
Am 22. Februar 1953 bricht das I/3e R.E.I. in die Region von Nam Sach auf.
Am 27. Februar 1953 geht es im Rahmen der Operationen Nice I und II nach Sept Pagodes.
Nach dem Abschluss der Operationen geht es am 03. März 1953 zurück nach Dinh Bang.
Am 17. März 1953 wird das I/3e R.E.I. nach Xuan Mai an der R.C. 6 verlegt. Bereits am 19. März 1953 kehrt es nach Dinh Bang zurück.
Am 21. März 1953 bricht das Bataillon nach Phu Ly auf. Ab dem 25. März 1953 ist das I/3e R.E.I. mit der G.M. 5 in der Operation Hautes Alpes eingebunden. Es kehrt am 02. April 1953 nach Phuc Nhac zurück.
Am 13. April 1953 bricht das I/3e R.E.I. nach Phu Ly auf. Es kontrolliert dort einen Sektor und ist in Dong Dinh an der R.P. 60 untergebracht, wo es eine Stellung hält.
Am 21. April 1953 ist das Bataillon in einer Operation auf Yen Dong eingebunden.
Am 27. April 1953 versorgt es in einer Operation den Posten Yen Vi.
Vom 12. bis zum 14. Mai 1953 ist das I/3e R.E.I. mit der G.M. 5 in der Operation Camélia in der Region Cho Chay eingesetzt, ehe es nach Dong Dinh zurückkehrt.
In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 1953 wird der Posten Yen Vi durch das I/3e R.T.M. gegen zwei Bataillone Vietminh gehalten. Dies ist war bereits der dritte Angriff innerhalb weniger Tage auf den Posten.
Das I/3e R.E.I. bricht am 16. Mai 1953 in Richtung des Postens auf und kann sich bis zum 20. Mai nach Yen Vi durchschlagen und der Region etwas Luft verschaffen.
Die Tirailleurs werden durch die Legionäre abgelöst und das I/3e R.E.I. richtet sich in Yen Vi zu beiden Seiten des Day-Flusses ein.
Aber der Posten Yen Vi wird schließlich am 27. Mai 1953 zerstört und verlassen. Am 31. Mai 1953 bricht das Bataillon in Richtung Van Dinh auf, am 01. Juni 1953 geht es zurück nach Dinh Bang.
Die anderen Einheiten der G.M. 5 verlegen ebenfalls auf ihren Basen.
I/3° R.E.I. - Im Einsatz
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Fotos von Willi Queck, I/3e R.E.I. |
1953 - Bac Ninh
Von Dinh Bang verlegt das I/3e R.E.I. am 03. Juni 1953 auf die Halbinsel Do Son. Nach einer Ruhepause brechen am 16. Juni 1953 die ersten Teile des Bataillons in die Region nördlich von Bac Ninh auf.
Ab 19. Juni 1953 ist das I/3e R.E.I. komplett in dem Sektor nördlich von Bac Ninh und richtet sich dort fest in diversen Posten ein.
Die Kompanien operieren in der Folge einzeln, teilweise im B.M. - Bataillon de Marche des Sektors Bac Ninh.
So die 2e Compagnie vom 5. bis zum 10. und vom 12. bis zum 13. September 1953 und die 3e Compagnie am 22. September 1953.
Am 02. Oktober 1953 unternimmt die 2e Compagnie eine Operation nördlich des Song Cau.
Am 05. Oktober 1953 unterstützt die 4e Compagnie den Milizposten Xuan Hoa.
Am 05. November 1953 operieren die 1ère und 2e Compagnie zusammen in der Region Dong Ky.
Ab dem 20. November 1953 findet die Operation Ventoux am Song Cau statt.
Karte der Region um Bac Ninh (6,6 MB)
I/3° R.E.I. - unbekannter Posten
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Fotos von Friedrich M., I/3e R.E.I. |
1954 - Bac Ninh
Das I/3e R.E.I. ist Anfang 1954 weiterhin im Bereich nördlich von Bac Ninh eingesetzt, hinzu kommt nun aber auch der südliche Bereich.
Unter Commandant Wagner ist das Bataillon auf 28 Posten verteilt (u.a. Dong Xuyen, Phuong Mao, Dap Cau, Vinh Kieu...), dazu koordiniert es 10 befestigte Dörfer und 15 Posten, die von vietnamesichen Paramilitärs gehalten werden.
Eine Hauptaufgabe ist es, die Verkehrswege von Hanoi nach Phu Lang Thuong über die R.C. 1, nach Phu Luu über die R.P. 16, nach Sept Pagodes über die R.P. 18 und nach Ke Sat über die R.P. 38 zu sichern.
Um den Posten Luft zu verschaffen, werden zahlreiche Operationen in der Region durchgeführt.
So findet am 14. Januar 1954 eine Operation im Bereich Pins Parasols statt und am 20. Januar 1954 eine Operation auf Xa Luan bei Vinh Te.
Am 22. Januar 1954 werden die Posten von Thanh Chuc bis Lang Cau angegriffen.
Am 26. Januar 1954 eine weitere Operation, diesmal auf Vinh Te und Dai Lien Ha.
Am 09. Februar 1954 operiert das I/3e R.E.I. mit der G.M. 3 in der Region Trung Son.
P.A. Thanh Chuc
Foto von Willi Queck, I/3e R.E.I.
Am 16. Februar 1954 wird erneut der Posten Thanh Chuc angegriffen. Darauf wird am 18. Februar 1954 eine Operation in der Biegung des Song Thiep durchgeführt.
Am 26. Februar 1954 wird der Posten Dung Vi angegriffen, am 04. März 1954 ist es der Posten Ha Giang.
Am 12. März 1954 muss der Posten Hoai Bao unterstützt werden und am 26. März 1954 findet wieder eine Operation in den Pins Parasols statt.
Am 02. April 1954 findet eine Operation in der Region im Südosten von Dinh Bang statt, in den Bergen von Trung Son.
Die 4e Compagnie wird am 08. April 1954 von Lieutenant Pierre Jaluzot übernommen. Er war seit 1953 als Officier de Renseignement wieder beim I/3e R.E.I. und wird die 4e Compagnie die nächsten vier Jahre führen.
Am 11. April 1954 wird der Posten Hoai Bao angegriffen. Am 28. April 1954 wird wieder eine Operation in den Bergen von Trung Son durchgeführt.
P.A. Nui Va
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Fotos von Willi Queck, I/3e R.E.I. |
Die Paras des I/3° R.E.I.
Als sich im April 1954 die Lage in Diên Biên Phú zuspitzt, meldet sich das I/3e R.E.I., um komplett über Diên Biên Phú abgesetzt zu werden.
Man wählt schließlich 100 Freiwillige aus, von denen 87 die ärztliche Tauglichkeitsprüfung überstehen und zum Flugplatz Bach Mai verbracht werden.
Sie werden am 23. April 1954 und in der Nacht vom 29. auf den 30. April 1954 über Diên Biên Phú, insbesondere über Isabelle abgesetzt.
Auszeichnung
von Werner R., I/3° R.E.I.
welcher am 30. April 1954 über Isabelle absprang
1954 - Bac Ninh
Inzwischen gehen die Aktivitäten im Raum Bac Ninh weiter. Bei den zahlreichen kleineren Operationen kommt es einigen Gefechten, dazu fallen zahlreiche Legionäre versteckten Minen und Fallen zum Opfer.
Die Dörfer, in denen man auf solchen Widerstand trifft, wie Tam Son, Gioi Te, Vinh Tte Cau Mau, Trung Thon, Dai Van, Co Mieu, Dong Luong, Phu Chan oder Noi Thon bleiben im Gedächtnis der Legionäre des I/3e R.E.I.
So findet am 15. Mai 1954 eine Operation am Song Cau statt, am 25. Mai 1954 am Song Thiep.
Vom 29. auf den 30. Mai 1954 legt eine Section unter Sergent Le Tallec einen nächtlichen Hinterhalt bei Hien Luong.
Es gelingt, eine gegnerische Patrouille aufzureiben, in dem Gefecht werden 22 Vietminh getötet. Aber auch Le Tallec und zwei suppletifs lassen ihr Leben.
Am 05. Juni 1954 wird eine Operation auf Bang Lam durchgeführt. Am 17. Juni 1954 eine Operation in die Region südlich von Vinh Kieu.
Am 12. Juli 1954 muss der Posten Dung Vi unterstützt werden. Am 15. Juli 1954 gibt es bei Dai Chu einen Hinterhalt.
Am 27. Juli 1954 wird der Posten Dung Vi verlassen. Am gleichen Tag wird Caporal Chef Bigot getötet, nur wenige Minuten vor Inkrafttreten des Waffenstillstandes.
Er wird mit den zahlreichen gefallenen Kameraden auf dem Friedhof des I/3e R.E.I. in Thi Cau begraben.
Vom 06. bis 08. August 1954 verlässt das I/3e R.E.I. schließlich nach 13 Monaten die Region von Bac Ninh.
1954 - Abreise aus Indochina
Es geht zunächst in den Sektor von Ban Yen Nhan. Am 11. August ist das I/3e R.E.I. mit den anderen Bataillonen des 3e R.E.I. in die neu aufgestellte G.M. 6 eingegliedert.
Es kommt am 02. September 1954 in Kien Ky und Nac Da zu Zwischenfällen.
Am 08. September 1954 wird das I/3e R.E.I. nach Ke Sat verlegt. Von dort aus geht es am 07. Oktober 1954 in den Sektor Binh Phien und am 29. Oktober 1954 nach Cuu Vien, wo man sich für die Abreise nach Algerien bereit macht.
Einige Legionäre lassen sich in andere Regimenter versetzen, um ihre Zeit in Indochina zu verlängern.
Am 15. November 1954 ist es schließlich soweit. Das I/3e R.E.I. besteigt in Haiphong die Lecomte de Lisle und verlässt den Boden Indochinas.
Auf der "Lecomte de Lisle"
Foto von Willi Queck, I/3e R.E.I.
Es geht zunächst nach Bône in Algerien, wo bereits ein neuer Konflikt auf die Legionäre wartet...

















