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Operation Ceinture

Phu Tong Hoa

Hinterhalt bei Kouéi Pet

an der R.C. 3 am 22. Juli 1948

Am 22. Juli 1948 trifft die Patrouille unter Lieutenant Palisser der 4e Compagnie von Capitaine Mattéi bei Bac Chu in der Gegend des Postens Ban Cao auf ein ganzes Bataillon Vietminh.
Unter den Verletzten des anschließenden Gefechts befindet sich auch Lieutenant Palisser.
Er hat einen Steckschuss im Bauch, der umgehend operiert werden muss. Dies kann aber vor Ort nicht durchgeführt werden, da es keinen Arzt gibt, nur im 24 Kilometer entfernten Cao Bang.
Palisser wird deshalb von Mattéi noch am gleichen Nachmittag mit seinem Jeep und Begleitung von drei Legionären über den Posten Bel Air in Richtung Cao Bang evakuiert.

In Bel Air erfährt man von Caporal Cattanéo, dass sich höchstwahrscheinlich zahlreiche Vietminh am Pass von Kouéi Pet verborgen halten, den die Männer passieren müssen.

Bei Einbruch der Nacht stoppt der Jeep mit den fünf Männern vor Kouéi Pet. Da man einen Hinterhalt befürchet, lässt Mattéi den Jeep mit dem Verletzten von nun an rückwärts fahren, so dass man im Falle eines Angriffs sofort nach Bel Air durchstarten kann.
Mattéi bleibt im Jeep und dirigiert den Fahrer, die zwei Legionäre gehen dem Jeep zu beiden Seiten der Fahrbahn als Späher vor.

Plötzlich explodiert unter dem Jeep eine Mine. Mattéi wird zur Seite geschleudert und rettet sich in den Dschungel, als das Feuer der Vietminh losbricht.
Unter dem Feuer der Vietminh müssen sich die Männer getrennt voneinander in den Dschungel schlagen.

Im 6 Kilometer entfernten Posten Bel Air hört man den Gefechtslärm und entsendet umgehend Verstärkung in Richtung des Hinterhalts.
Aber auch die Verstärkungskräfte von Caporal Cattanéo müssen sich gegen die Übermacht vor Ort wieder nach Bel Air zurückziehen.

Es gelingt Mattéi, nachdem er im Dschungel über Stunden ausgeharrt hatte, am frühen Morgen des 23. Juli den Posten Bel Air zu erreichen, nachdem er an der Stelle des Überfalls nur noch den Jeep mit dem toten Fahrer vorgefunden hatte.

Überraschenderweise findet er Palisser in Bel Air vor, er wurde durch die Explosion der Mine aus dem Jeep geschleudert und konnte sich in der Nacht trotz seiner schweren Verletzung ebenfalls nach Bel Air schleppen.

Die beiden anderen Legionäre konnten sich ihrerseits in der anderen Richtung zum Posten Vo Chang durchschlagen, wie man per Funk in Bel Air erfährt.

Mattéi gibt nicht auf. Mit einem G.M.C. versucht er am gleichen Tag erneut, den Kouéi Pet zu passieren.
Diesmal gelingt es, die Vietminh hatten nicht mit einem erneuten Versuch gerechnet.

In Vo Chang nimmt er seine beiden Legionäre auf und fährt weiter in Richtung Cao Bang.
Aber die Straße ist wenige Kilometer vor Cao Bang sabotiert und er kommt nicht weiter.
Man schickt ihm aus Cao Bang eine Patrouille mit Half-Tracks entgegen, die ihn schließlich erreicht und den Verletzten aufnimmt.

Leider waren die Bemühungen um Palisser vergeblich, er konnte auch in Cao Bang nicht operiert werden, da die Ärzte nach Dong Khé entsandt wurden.
Er wird noch nach Dong Khé verbracht, verstirbt dort aber am 24. Juli 1948 auf dem Operationstisch.