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Train Blindé Sud (Train Blindé 3)

1948 - Train Blindé Raphanaud

Zunächst sind die Vietminh vom ersten Train Blindé unter Capitaine Raphanaud noch beindruckt und verhalten sich respektvoll zurückhaltend.
So verlaufen die ersten Fahrten bis auf die üblichen Sabotageakte und kleinere Gefechte im Dezember 1948 fast ereignislos.

1949 - Train Blindé Raphanaud

Train Blindé

du 2e R.E.I.

Den 28. Januar 1949 wechselt die Section d´Intervention auf dem Train Blindé.
Die Abordnung der 10° Cie. des III/2e R.E.I. geht, eine Section der 6° Cie. des II/2e R.E.I. übernimmt deren Platz.

Am 21. März 1949 meldete sich der Posten Phu Hoi, nahe Phan Thiet, nicht mehr per Funk. Man entsendet den Train Blindé, mit zwei weiteren Kompanien besetzt, von Phan Thiet aus zur Aufklärung nach dort.
Man kommt jedoch zu spät. Der Posten, gehalten von zwei Kompanien einheimischer Soldaten, wurde von einem Bataillon Vietminh überfallen und ist völlig zerstört. Es gibt nur wenige Überlebende, darunter den Commandant des Postens Guidon de Lavallée.
Capitaine Raphanaud macht sich mit seinen Männern umgehend an die Verfolgung, doch die Vietminh können ihn durch gelegte Hinterhalte aufhalten und bei Einbruch der Dunkelheit entkommen. Bei den Gefechten fallen 20 Vietminh, man hatte aber auch 7 eigene Verluste.

Schon bald darauf, am 29. April 1949, wird der Train Blindé auf eine weitere Bewährungsprobe gestellt. Er ist auf dem Weg nach Phan Thiet und hat bereits den Bahnhof von Chau Hanh verlassen. Plötzlich sprengen Vietminh zwei Brücken auf einer Distanz von 5 Kilometern. Es sind zwei Brücken über Zuflüsse des Song Luy, zwischen denen der Zug nun fest sitzt.
Man macht sich umgehend daran, eine der Brücken zu reparieren. Als Heckenschützen der Vietminh aber bald zwei Pioniere töten, muss man die Arbeiten am Tag einstellen. Die Arbeit in den Nachstunden ist schwierig, so dass der Zug erst nach drei Tagen seinen Weg fortsetzen kann.
Als man schließlich die nächste Station, den kleinen Bahnhof von Song Luy, erreicht, haben die Vietminh dort die Wasserpumpe zerstört, so dass das dringend erforderliche Wasser aus dem Fluss geholt werden muss, bevor der Train Blindé seine Fahrt endlich fortsetzen kann.

Der Train Blindé unterstützt dann am 26. Juli 1949 den Posten Tan Xuan gegen einen Angriff. Als man den Posten erreicht ist der Überfall bereits abgewehrt.
Die Männer werden jedoch angegriffen, als sie sich wieder zum Zug zurück bewegen. Es gibt mehrere Tote.

Am 10. August 1949 fällt der Train Blindé auf der Nebenstrecke zwischen Phan Rang und Dalat, in Höhe von Tan My in einen Hinterhalt.
Man kann die mehrfachen Angriffe der Vietminh abwehren, bis Verstärkung eintrifft. Doch es gibt mehrere Tote unter der Section d´Intervention der 6e Compagnie des II/2e R.E.I. unter Sergent Delbeck, darunter den Legionnaire Hennequart.

Es folgen bis zum Ende des Jahres 1949 zahlreiche weitere Sabotageakte und kleinere Angriffe auf den Train Blindé und dessen Patrouillen.

Januar bis Mai 1950 - Train Blindé Leyat

Anfang 1950 kommt es mit der Inbetriebnahme eines zweiten Train Blindé zu Veränderungen. Der erste Train Blindé von Capitaine Raphanaud wird nun zum Train Blindé Sud.

Der Train Blindé Sud ist nun zuständig für den Untersektor Phan Thiet, auf der Strecke zwischen Gia Huynh im Süden, an der Grenze zu Cochinchina, und Vinh Hao im Norden.

Karte der Region Phan Thiet mit Gia Huynh und Muong Man (4,9 MB)
Karte der Region Phan Rang mit Vinh Hao und Ca Na (6,4 MB)

Gleichzeitig ist Capitaine Raphanaud am Ende seiner Séjour angelangt und übergibt den Train Blindé Sud provisorisch an Lieutenant Jacques Leyat.
Im Februar 1950 wird der Train Blindé Sud mehrere Tage von Général Monclar besucht.

Im März 1950 wird der Train Blindé Sud einmal mehr durch einen Sabotageakt zwischen Ma Lam und Song Luy aufgehalten. Dieses mal wurden die Schienen mit der Kraft von Büffeln verbogen.

Vom 13. bis 26. April 1950 findet die Operation Première in der Region zwischen Phan Thiet und Rhan Ri statt.
Zum ersten Mal nehmen dabei der Train Blindé Sud und der Train Blindé Nord bei einer Operation gemeinsam teil, ohne jedoch direkten Kontakt zu haben.
Der Train Blindé Sud patrouilliert auf Order des Commandant der Operation, der Train Blindé Nord ist für die Versorgung der Kräfte zuständig.

Ab Mai 1950 übernehmen die Trains Blindés eine weitere Aufgabe. Sie sind offiziell nun auch für die Wasserversorgung einzelner Posten zuständig.

Lieutenant Jacques Leyat verlässt derweil den Train Blindé Sud im Mai 1950. Er war für die Rückkehr nach Frankreich längst überfällig.

1950 bis 1951 - Train Blindé Duhamel

Mit der Abreise von Lieutenant Leyat enden zunächst die detaillierten Informationen zum Train Blindé Sud.
Vermutlich wird der Train Blindé Sud im Juni 1950 von Capitaine Duhamel übernommen.

Was noch bekannt ist, dass am 02. Juni 1950 der Adjudant Parsiani, der Chef der Section d´intervention des 3° B.M.E.O., nahe Tho Lan bei einem Gefecht fällt.

Am 15. Oktober 1950 ändert sich die Strecke des Train Blindé Sud. Der Train Blindé Sud ist nun nur noch von Gia Huynh bis Song Luy zuständig.

Den 10. März 1951 kann eine Sabotage in der Region von Ca Na rechtzeitig erkannt werden und der Train Blindé Sud rechtzeitig stoppen.
Der Legionnaire Allard, Maschinist auf dem Train Blindé Sud, hatte dies bemerkt und wird dafür ausgezeichnet.

1951 bis 1952 - Train Blindé Maerten

Im zweiten Halbjahr 1951 steht der Train Blindé Sud vermutlich unter der Führung von Lieutenant Maerten.

1952 - Train Blindé Lucas

Im Frühjahr 1952 kommandiert Lieutenant Lucas den Train Blindé Sud.

Unter seiner Führung unterstützt der Train Blindé Sud am 23. März 1952 den gegen ein Bataillon Vietminh in Bedrängnis geratenen Train Blindé de Cochinchine und bewahrt diesen so vor seiner sicheren Zerstörung.

Am 23. Juni 1952 befindet sich der Train Blindé Sud in der Nähe des Postens von Muong Man, als dieser durch ein Bataillon Vietminh angegriffen wird.
Mit Hilfe von Deserteuren, darunter auch drei Legionären, war es den Vietminh gelungen, in den Posten einzudringen und dann die Attacke auszuführen.
Der Einsatz des Train Blindé Sud rettet den Posten und die Überlebenden. Es zeichnen sich insbesondere Sergent Dammers an der 25mm Kanone aus, sowie Caporal-Chef Darvel am Mörser.
Trotzdem zählt man in Muong Man 29 Tote, 20 Verletzte und zwei Vermisste. Dazu fehlen ein M.G., zwei Mörser, fünf leichte M.G., 22 Maschinenpistolen, 47 Gewehre, fünf Pistolen und zwei Funkgeräte. Aber der Posten ist nicht in die Hände der Vietminh gefallen.

Oktober bis Dezember 1952 - Train Blindé Foulon

Mitte Oktober 1952 übernimmt Lieutenant Foulon den Train Blindé Sud.

Sein Adjoint ist Adjudant Naretto. Sergent Anthime ist Chef der Equipe Conduite mit Legionnaire Allard als Maschinist, sowie Caporal-Chef Krause als Funker und Caporal-Chef Karkus als Sanitäter

Zunächst muss die Fahrt des Train Blindé Sud jedoch unter den heftigen Regenschauern eines Taifuns unterbunden werden.
Den 20. Oktober 1952 tobt noch immer der Taifun, trotzdem findet die Fahrt des Train Blindé Sud von Phan Thiet nach Song Phan statt, um eine JU52 zu unterstützen.

Am 03. November 1952 beteiligt sich die Besatzung des Train Blindé Sud an Arbeiten für einen Posten. Den 08. November 1952 schützt der Train Blindé Sud nächtliche Arbeiten an den Schienen.

Am 11. November 1952 nimmt die Besatzung des Train Blindé Sud an den Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs teil.

Es folgen bis ans Ende des Jahres 1952 hauptsächlich Eskorten von Rafales mit Material von Saigon nach Nha Trang.

Januar bis Mai 1953 - Train Blindé Foulon

Im Januar 1953 beteiligt sich der Train Blindé Sud an der Operation Robert.
Der Train Blindé Sud hat dabei die Aufgabe, die eventuelle Flucht von Vietminh in Richtung der Berge zu unterbinden, es kommt aber zu keinen Feindkontakt.

Am 18. Januar 1953 trifft eine Patrouille des Train Blindé Sud auf eine gegnerische Einheit und kann diese überraschen. 21 Vietminh werden getötet.
Den 21. Januar 1953 lässt Lieutenant Foulon eine Serie von Hinterhalten legen. Ein größerer Nachschubkonvoi der Vietminh kann dabei entdeckt werden. Es kommt zu einem heftigen Gefecht, bei dem 42 Vietminh getötet werden. 6 Karren Reis werden vernichtet.
Am 25. Januar 1953 lässt Lieutenant Foulon das Feuer auf eine größere Truppe Vietminh eröffnen. Vier Vietminh werden dabei getötet. Dabei explodiert eine 20mm Granate zu früh und und verletzt Adjudant Naretto am linken Arm.

Zum Februar 1953 wird der Train Blindé Sud zum Train Blindé 3 umbenannt.

Am 02. Februar 1953 hört die Besatzung des Train Blindé 3 beim Öffenen der Strecke eine heftige Explosion und das Feuer automatischer Waffen. Zwei Patrouillen stoßen vor und dabei auf den zweiten Teil des Rafale, welcher bei einer Brücke auf eine Mine gefahren war und attackiert wurde.

Als kurz darauf bei einem Gefangenen eine Karte des Postens Ma Lam gefunden wird, teilt Lieutenant Foulon umgehend seine Bedenken der Führung des Sektors mit und warnt die Besatzung des Postens.
Doch am 12. Februar 1953 wird der Posten überrannt, Capitaine Casalta vom 4° R.T.T. wird dabei getötet.
Am gleichen Tag war der Train Blindé 3 in die Operation Dakar mit dem 8° G.P. im Bereich Phan Thiet eingebunden und beherbergte den Stab um General Gèze.

Am 25. Februar 1953 ist man mit der Öffnung der Strecke beschäftigt, als man vom Train Blindé 3 aus eine Patrouille Vietminh ausmachen kann.
Sofortiger Beschuss führt jedoch nur zum Auffinden von Spuren der Verletzten.

Train Blindé

das Reibel-MG

Foto von Fernand P., S.I.H.L.E.


Am 28. Februar 1953 kann die Besatzung des Train Blindé 3 ein Bad im Meer bei Ca Na nehmen. Ein seltenes Vergnügen zwischen den Einsätzen. Den 09. März 1953 agiert der Train Blindé 3 als Taxi für einen höheren Offizier, um ihn auf einen Posten zu bringen.
Am 10. März 1953 verstirbt ein Verletzter im Train Blindé 3, welcher evakuiert werden sollte. Man bringt ihn zu seinem Posten zurück.

Den 12. März 1953 trifft eine Patrouille des Train Blindé 3 zufällig auf ein politisches Treffen der Vietminh. Zehn Vietminh werden verletzt und gefangen genommen, zwei werden getötet.

Am 13. März 1953 ist der Train Blindé 3 von Lieutenant Foulon in Gia Ray in Cochinchina. Gegen 14:00 Uhr bekommt er die Nachricht, sich dringend nach Song Luy zu begeben, um von dort einen Verletzten nach Phan Thiet zu bringen.
Die 220 Kilometer legt der Train Blindé 3 in acht Stunden zurück, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Am 16. März 1953 beteiligt sich die Besatzung des Train Blindé 3 an einer Operation auf ein gegnerisches Camp. 14 Vietminh werden dabei getötet, dazu 10 Tonnen Reis vernichtet und 23 Büffel getötet.
Den 18. März 1953 führen die Männer des Train Blindé 3 Rodungen bei PK 1538 durch. Es handelt sich um einen Punkt, den die Nachschubkonvois der Vietminh passieren.

Am 20. März 1953 verbleitb der Train Blindé 3 über Nacht bei einem bedrohten Posten, ein Hinterhalt wird gelegt. Zwei Vietminh werden getötet.

Den 26. März 1953 erhält der Train Blindé 3 den Auftrag, einen größeren Nachschubkonvoi der Vietminh zu unterbinden.
Gleichentags erhält man die Info über ein größeres politisches Treffen der Vietminh in der Nähe. Ein Commando des Train Blindé 3 liefert sich mit den Vietminh ein Gefecht, welche die Veranstaltung schützen. Es ist eine ganze Kompanie.

Die Nacht des 03. April 1953 sind alle Legionäre an ihren Waffen, als der Train Blindé 3 in Schwierigkeiten ist und seiinen Weg nicht fortsetzen kann. Zusätzlich werden zwei Patrouillen in den Nahbereich entsandt. Es kommt jedoch zu keinem Angriff.

Den 23. April 1953 ist der Train Blindé 3 mit dem Train Blindé 2 an der Operation Riff in der Region Phan Thiet beteiligt. Der Train Blindé 3 beherbergt einmal mehr den P.C. der Operation.

Am 30. April 1953 ist der Train Blindé 3 in Nha Trang. Dort wird das Fanion des Train Blindé 3 mit dem Croix de guerre T.O.E. avec palme durch Général Leblanc ausgezeichnet.
Grund für die Auszeichnung waren die Einsätze des Train Blindé Sud unter der Führung von Lieutenant Lucas im Jahr 1952.

Gleichzeitig gibt Lieutenant Foulon die Führung des Train Blindé 3 ab. Er verlässt den Train Blindé 3 am 05. Mai 1953.

Mai bis Juli 1953 - Train Blindé Michel

Die provisorische Nachfolge beim Train Blindé 3 übernimmt daraufhin Lieutenant Michel.

Unter Lieutenant Michel kommt es bald zu einer ersten Bewährungsprobe. Den 08. Mai 1953 wird der Train Blindé 3 drei Mal bei der Öffnung der Strecke für den Rafale gestoppt.
Gegen 11 Uhr stoppt der Train Blindé 3 das zweite Mal, weil die Schienen sabotiert sind. Die Situation ist so schlimm, dass neben den Coolies und den Legionären auch die Zivilisten des Rafale bei den Arbeiten helfen müssen. Um die Arbeiten zu unterstützen, wird auch der Train Blindé 2 angefordert.

Am 12. Mai 1953 hilft der Train Blindé 3 bei der Evakuierung des Wachturms bei PK 1578, welcher geräumt und nicht mehr besetzt werden soll.
Den 21. Mai 1953 wird der Train Blindé 3 von Phan Thiet aus zur Unterstützung der Operation Maurienne nachbeordert.
Am 19. Juni 1953 öffnet der Train Blindé 3 die Strecke von Ma Lam bis Long Than, dann bildet er bis Song Luy die Nachhut und bleibt noch auf Funkempfang, bis der Rafale Song Long Song erreicht hat.

Am 21. Juni 1953 öffnet der Train Blindé 3 die Strecke von Tour Cham nach Song Luy, für einen Rafale, der u.a. das 264° B.V.N. transportiert. Dabei wird der Train Blindé 3 bei PK 1578 durch ferngesteuerte Minen schwer beschädigt. Vier Wagons des Rafale mit Material werden in Mitleidenschaft gezogen und entgleisen.
Nur das schnelle Feuer auf eine gegnerische Gruppe kann verhindern, dass diese weitere Minen zünden und den Train Blindé 3, sowie den Rafale angreifen. Dabei unterstützten auf per Funk verständigte Jäger aus der Luft. Auf eine Verfolgung der Angreifer muss verzichtet werden.
Bis zum 28. Juni 1953 dauern die Reparaturen und die Unterstützung des Rafales vor Ort, was durch den Train Blindé 3, als auch durch den Train Blindé 2 geleistet wird.

Am 03. Juli 1953 kommt es bei Phan Thiet zu einer Kollision des Train Blindé 3 mit einem anderen Zug. Es gibt mehrere Verletzte, die Schäden werden in Muong Man notdürftig repariert.
Den 08. Juli 1953 ist der Train Blindé 3 wieder im Einsatz und einen Kran von Song Phan nach Muong Man.

Am Abend des 26. Juli 1953 legt Lieutenant Michel bei PK 1538 einen erfolgreichen Hinterhalt. Um 01:00 Uhr nachts kann ein größerer Versorgungskonvoi der Vietminh aufgerieben werden. 12 Vietminh werden getötet, dazu werden 19 Karren mit Reis und 20 Büffel gesichert.

Den 27. Juli 1953 beteiligt sich der Train Blindé 3 an der Operation Bourgogne.

Am 29. Juli 1953 unterstützt der Train Blindé 3 den Umzug der 602° C.S.M. von Ma Lam nach Phan Thiet, dazu werden vier Wagons angeschlossen.

August bis Dezember 1953 - Train Blindé Eugène

Im August 1953 hat Lieutenant Marcel Eugène den Train Blindé 3 übernommen.
Als Adjoint steht ihm Sergent-Chef Terplan zur Seite.

Am 07. und 09. August 1953 werden durch den Train Blindé 3 Offiziere transportiert.
Beim ersten Transport gibt es Verletzte durch eine Minenexplosion. Die Schienen sind daraufhin so kaputt, dass die Besatzung desTrain Blindé 3 dies nicht leisten kann und Spezialisten angefordert werden müssen.

Mit Transporten geht es weiter. Den 21. August 1953 transportiert der Train Blindé 3 einen Wagon des COMRES von Saigon. Am 24. August 1953 wird ein Verletzer transportiert.

Den 26. August 1953 wird von der Führung des Sektors Phan Thiet eine Kompanie Vietminh bei PK 1540 gemeldet. Der Train Blindé 3 beschießt diese Örtlichkeit intensiv mit dem 81mm Mörser. Auch diesen Tag war ein Wagon angehängt, mit dem COMRES von Nha Trang.

Am 28. August 1953 nimmt der Train Blindé 3 in Ma Lam einen Offizier auf, der den Posten Muong Man inspizieren soll.
Auch am 30. August 1953 sind Passagiere an Bord. Zunächstein Ingenieur, um die Schienen auf der Fahrt zu inspizieren. Dazu zwei Offizier, darunter ein Funker, um die Funksysteme der Posten zu inspizieren.

Den frühen Morgen des 01. September 1953 legt die Besatzung des Train Blindé 3 vier Hinterhalte. Danach gönnt man sich eine Pause in Muong Man.
Um 14:55 Uhr bittet ein Rafale um dringende Unterstützung. Auch der Train Blindé 2 aus Tour Cham wird alarmiert.
Man kann den in Bedrängnis geratenen Rafale unterstützen, und die Arbeiten schützen. Um 21 Uhr muss man die Rebellen mit 81mm und Bofors zurückdrängen.

Am 06. September 1953 stoppt der Train Blindé 3 bei PK 1578. Die Gleise sind so sabotiert, dass es geschätzte 36 Stunden dauern würde, sie zu reparieren. Dies kann der Train Blindé 3 nicht alleine leisten und es werden Pioniere angefordert.

Den 20. September 1953 steht der Train Blindé 3 an in Muong Man. Lieutenant Eugène erhält den Befehl, nach einem Pionierzug Ausschau zu halten, zu dem der Kontakt abgebrochen ist. Er entsendet eine Patrouille zu Fuß entlang der Schienen, welche nach vier Stunden auf den Zug trifft, bei dem lediglich der Funk ausgefallen war.

Am 29. September 1953 ist der Train Blindé 3 mit der Eskorte eines Rafales eingesetzt. Der letzte Zug des Rafale fährt auf zwei Minen. Eine dritte Mine kann durch Caporal Baar vom Train Blindé 3 entschärft werden.

Am 04. Oktober 1953 werden durch den Train Blindé 3 fünf Pionier-Wagons von Long Tham nach Ma Lam gezogen.
Den 05. Oktober 1953 versucht Legionär Bammert einen Generator zu reparieren und wird dabei so schwer verbrannt, dass er evakuiert werden muss.
Am 06. Oktober 1953 bringt der Train Blindé 3 vier Wagons mit Stacheldraht zum Posten Long Than.

Am 12. Oktober 1953 hält der Train Blindé 3 bei Suoi Van, um einen Rafale zu unterstützen. Vor Einbruch der Nacht lässt Lieutenant Eugène den Nahbereich der Schienen roden. In der Dunkelheit nutzt er erfolgreich die Scheinwerfer, um Annäherungen der Vietminh zu unterbinden. Eine beschädigte Lokomotive wird am nächsten Morgen angehängt und über 20 Kilometer gezogen.

Den 15. Oktober 1953 nimmt der Train Blindé 3 in Ca Na mehrere Ingeneure vom Train Blindé 2 auf. Von diesem Tag bis zum 23. Oktober 1953 werden verstärkt die Posten durch Mörserbeschuss als Übung unterstützt, so die Posten Long Thin Thon, Long Than, Phu Hoi und Phu Lam.

Am 24. Oktober 1953 operieren drei Kompanien suppletifs im Bereich zwischen Long Than und Song Luy. Eine der Kompanien gerät dabei in ein schweres Gefecht.
Der Train Blindé 3 kann die Kompanie mit 20 Schüssen aus der 40mm Kanone aus der Bedrängnis holen.

Train Blindé

die 20mm Kanone

Foto von Fernand P., S.I.H.L.E.


Den 27. Oktober 1953 fährt der Zug des Rafale, welcher dem Train Blindé 3 folgt, bei PK 1562 auf zwei Minen. Um einen Angriff zu verhindern, werden sofort die Bereiche um den Zug mit dem 81mm Mörser beschossen.

Am 02. November 1953 verschießt der Train Blindé 3 bei Long Than 60 Granaten auf flüchtende Vietminh.
Am 11. November 1953 nimmt die Besatzung des Train Blindé 3 an den Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs teil.
Bei den Einsätzen der folgenden Tage, wird der Train Blindé 3 durch Reporter der Zeitschrift Paris Match begleitet. Fotos von diesem Besuch finden sich in Paris Match, Ausgabe 255 vom 13. Februar 1954.
Den 20. November 1953 verlässt die Besatzung des Train Blindé 3 die Schienen und führt eine Patrouille auf der R.C. 1 zwischen Long Than und Song Luy durch.
Am 24. November 1953 wird Caporal Kovacs bei einem Zusammenstoß leicht verletzt.

Am 07. Dezember 1953 kann eine Patrouille des Train Blindé 3 drei Vietminh gefangen nehmen. Einer der Gefangenen gibt Informationen über einen Observationsposten der Vietminh bei Nui Re. Am nächsten Morgen wird ein erfolgreicher Handstreich unternommen.
Caporal Baar wird für seine Beteiligung ausgezeichnet. Er ist Chef eines Wagon Mitrailleur und gleichzeitig Mineur/Demineur des Train Blindé 3.

Den 11. Dezember 1953 werden fünf Vietminh erspäht, welche die Schienen sabotieren wollen. Man entsendet ein Patrouille, doch die Vietminh fliehen und werden vom Train Blindé 3 beschossen, insbesondere mit dem 81mm Mörser. Am nächsten Morgen findet eine Patrouille einen verletzten Vietminh.

Am 14. Dezember 1953 stoppt der Train Blindé 3 bei PK 1562. Lieutenant Eugène entsendet eine Patrouille einen guten Kilometer voraus auf Horchposten. Tatsächlich werden durch die Patrouille zwei Stunden später Vietminh ausgemacht, welche daraufhin durch den 81mm Mörser und die Bofors Kanone unter Beschuss genommen werden.

Zu weiteren Beschüssen kommt es am 22. Dezember 1953 im Bereich nördlich des Postens Long Than.
Den 28. Dezember 1953 leiten drei Männer des Train Blindé 3 einen anderen Zug als Lotsen durch die Gegend von Muong Man.

Januar bis Juli 1954 - Train Blindé Eugène

Auch im Jahr 1954 steht der Train Blindé 3 unter der Führung von Lieutenant Eugène.
Zunächst wird der Train Blindé 3 am 04. Januar 1954 noch zum Materialtransport genutzt. Den Folgetag wird der Legionär Friedrich Gockeln bei einem Unfall bei der Waffenreinigung nach einer Nachtpatrouille tödlich verletzt.

Am 11. Januar 1954 bekommt der Train Blindé 3 die Order, sich nach Süden zu begeben, um einen anderen Zug zu unterstützen. Gegen 14:00 Uhr wird der Legionär Zoomers durch einen Schuss leicht am Bein verletzt.

Den 20. Januar 1954 führt der Train Blindé 3 Übungsschüsse auf den Posten Long Than durch. Am 28. Januar 1954 übernimmt der Train Blindé 3 die Versorgung der Posten von Phu Vinh bis Song Luy und Tour Cham, sowie Ca Na, Vinh Hoa und Song Long Song. Der Train Blindé 3 ist dabei dem Sektor Nha Trang unterstellt.

Den 02. Februar 1954 kommt es zu einem Achsbruch bei einem der Wagons des Train Blindé 3.
Am 07. Februar 1954 fährt der zweite Zug des Rafale auf eine Mine. Lieutenant Eugène lässt die Umgegend, insbesondere ein feindlich gesinntes Dorf beschießen, aus dem sporadischer Beschuss kommt.

Den 01. März 1954 erlangt Lieutenant Eugène durch die Aussage eines Gefangenen die Position eines gegnerischen Camps. Mit Unterstützung der Artillerie des Sektors Phan Thiet und einem Luftangriff, wird die Position unter heftiges Feuer genommen. Am nächsten Morgen wird das Camp durch zwei Sections untersucht, die Zusammenarbeit hatte gut funktioniert.

Am 02. April 1954 unterstützt der Train Blindé 3 den Rafale bei PK 1543, wo dieser auf eine Mine fahren war. Es gibt 13 Verletzte, davon zehn schwer. Diese werden vom Train Blindé 3 nach Ma Lam gebracht, wo Ambulanzen auf sie warten, um sie ins Hospital nach Phan Thiet weiter zu transportieren.

Den 05. April 1954 gerät der Posten Song Mao unter Beschuss. Man vermutet einen größeren Angriff in der folgenden Nacht. Sowohl der Train Blindé 3 als auch der Train Blindé 2 verlegen nach dort. Während der Train Blindé 3 direkt am Bahnhof bleibt, überwacht der Train Blindé 2 den Wachturm an der Brücke. Es kommt jedoch zu keinem Angriff mehr.

Song Mao

Train Blindé vor dem Posten

Foto von Fernand P., S.I.H.L.E.


Am 07. April 1954 gibt der Train Blindé 3 sieben Schüsse auf seiner Fahrt ab, um den Feind zu verunsichern. Ein paar Tage später folgt das gleiche Spiel bei PK 1560. Dies wird insbesondere in gefährlichen Gegenden praktiziert.
Den 10. April 1954 entgleist der Wagon Mortier des Train Blindé 3. Es dauert vier Stunden, bis er wieder instandgesetzt ist.

Am 13. April 1954 führt der Train Blindé 3 wieder Eskorte des Rafale Muong Man/Saigon bis Suoi Kiet durch. Dort wird der Rafale dann vom Train Blindé 4 aus Cochinchina übernommen.

Den 20. April 1954 werden Informationen bekannt, dass massive Sabotageakte im Sektor Phan Thiet geplant sind. Man will zur Verhinderung dessen drei Train Blindés in dem Bereich zusammenziehen. Doch nur der Train Blindé 3 ist abkömmlich und legt am Morgen des 23. April 1954 mehrere Hinterhalte in dem gemeldeten Bereich.
Tatsächlich werden gegen 22 Uhr die Gleise bei PK 1561 durch geschätzte vier- bis fünfhundert Menschen sabotiert. Durch den Train Blindé 3 werden die Saboteure unter Feuer genommen und fliehen in Panik. Somit konnte Schlimmeres verhindert werden, es war ihnen nur gelungen ein Schienenstück von 150m Länge abzutragen.

Caporal-Chef Platzky wird als Chef des 81mm Mörsers nach dem Beschuss der Saboteure ausgezeichnet. Er ist bereits seit 1952 auf dem Train Blindé 3 und hat somit wie der Großteil der Besatzungen der Trains Blindés schon eine längere Dienstzeit.

Nachdem der Train Blindé 3 am 25. April 1954 noch mit Reparaturen bei PK 1562 beschäftigt ist, kann man den 30. April 1954 in Ma Lam feiern.
Doch der Druck der Vietminh nimmt zu und so ist der Train Blindé 3 schon bald wieder im Einsatz. Als am 04. Mai 1954 der Posten Ca Na gefallenen ist, transportiert der Train Blindé 3 noch am gleichen Abend eine Besatzung nach Tu Vinh, dem neuen Posten von Ca Na.

Am 09. Mai ist der Train Blindé 3 bei der Instandsetzung von Schienen bei Song Luy, zusammen mit einem Pionierzug. Gegen 23:00 Uhr kommt die Order, sich in die Nähe von Song Long Song zubegeben, da dort ein Angriff droht.
Der Pionierzug wird in die Obhut der Besatzung des Postens Song Luy gegeben. Der Train Blindé 3 fährt die Nacht durch und erreicht den Punkt am Morgen des 10. Mai 1954 gegen 04:00 Uhr.
Eine Stunde später wird der nahegelegene Posten Luong Hong schwer angegriffen. Der Train Blindé 3 kann rechtzeitig eingereifen und so kann der Posten gerettet werden. Am frühen Morgen erfolgt noch für zwanzig Minuten der Beschuss eines Pfads, den gerade eine dreißigköpfige Gruppe Vietminh auf ihrer Fucht genutzt hatte.
Es gibt bei der Postenbesatzung neun Tote, die Vietminh lassen 43 Tote zurück.

Noch am gleich Tag kehrt der Train Blindé 3 zu den Bauarbeiten bei Song Luy zurück. Schließlich erreicht man eine Brücke, welche ebenfalls sabotiert wurde. Aber es ist nicht mehr genug Material vorhanden, so dass der Train Blindé 3 nach Song Luy zurückkehren muss, um neues Material aufzunehmen.
Den 14. Mai 1954 hat der Train Blindé 3 Probleme mit den Posten Vinh Hoi und Song Long Song in Kontakt zu treten. Beim ersten Posten war der Funkt defekt, beim zweiten Posten lag es an der Faulheit des Funkers.

Am 15. Mai 1954 steht der Rafale vor einer zerstörten Brücke bei PK 1495. Der Rafale versucht zurückzuweichen, aber die Rebellen sabotieren nun auch die Schienen bei PK 1490. Der Rafale ist isoliert mit fünf Toten und mehreren Verletzten. Der Train Blindé 3 eilt zu seiner Unterstützung und beschießt die Vietminh mit dem 81mm Mörser, so dass diese flüchten. Dazu leistet man Hilfe bei der Entminung um den Rafale.

Am 16. Mai 1954 entdeckt eine Patrouille des Train Blindé 3, dass die drei Wachtürme von Ca Na vom Gegner überrannt wurden.
Den 23. Mai 1954 wird abermals der Posten Luong Hong angegriffen. Diesmal kann der Train Blindé 3 mit seinem Beschuss die Angreifer frühzeitig in die Flucht schlagen.

Ab 01. Juni 1954 hat Lieutenant Eugène zehn Tage Urlaub. Für ihn übernimmt Sous-Lieutenant Gomez den Train Blindé 3. Unter ihm unterstützt der Train Blindé 3 am 08. Juni 1954 die Pumpstation Song Long Song, welche vom Gegner bedrängt wird. Der benachbarte Posten Long Huong bekommt daraufhin die Aufgabe, auch die Pumpstation zu überwachen.

unbekannter Commandant des Train Blindé

Foto von Fernand P., S.I.H.L.E.


Nach der Rückkehr von Lieutenant Eugène, wird vom 12. Juni bis 13. Juli 1954 die Ausbildung der neuen vietnamesischen Besatzung auf dem Train Blindé 3 durchgeführt.
Die Vietnamsen, welche den Train Blindé 3 bald komplett übernehmen sollen, doppeln die Legionäre an ihren Arbeitsplätzen. Mit den Vietnamesen ist der Train Blindé 3 am 17. Juni 1954 am Posten Vinh Hao eingesetzt, um das dortige Funkgerät zu reparieren.

Am 26. Juni 1954 ist Lieutenant Eugène in Nha Trang, um die Übergabe vorzubereiten. Zwei Tage später trifft er auf den Train Blindé 2, welcher ebenfalls nach Nha Trang fährt zwecks endgültiger Übergabe an die vietnamesische Armee.
Doch der Train Blindé 3 bleibt allein noch bis zum Waffenstillstand im Einsatz. Auch im Juli 1954 werden noch drei Begleitungen des Rafale durchgeführt. Dazu müssen acht Interventionen für bedrohte Posten durchgeführt werden, denn der Druck des Gegners steigt weiter.

Zunächst öffnet der Train Blindé 3 am 29. Juni 1954 die Bahnstrecke von Song Luy in Richtung Ma Lam. Der Rafale wartet in Song Luy, da die Strecke sabotiert wurde.
Am 07. Juli 1954 liefert der Train Blindé 3 dem Posten Song Luy Nachschub an Munition. Auf fünf Kilometern sind diesmal die Schienen sabotiert.

Den 19. Juli 1954 erfolgt bei PK 1432 die Reparatur eines Schienenstücks. Am 25. Juli 1954 werden die Übungsschüsse eines Pionierzugs fehlgedeutet. Den 26. Juli 1954 nimmt man den kaputten Generator des Postens Song Mao auf, um ihn zur Reparatur nach Nha Trang mitzunehmen.

Am 27. Juli 1954 fährt der Pilotzug des Rafale auf zwei Minen. Der Train Blindé 3 eilt zu seiner Unterstützung. Dabei wird ein Fall von Pocken festgestellt. Um eine Epidemie unter den 200 Insassen des Zugs zu verhindern, werden diese alle mittels per Heli abgeworfener und durch den Sanitäter des Train Blindé 3 verabreichter Medikamente geimpft.

Den 29. Juli 1954 sind bei PK 1441 etwa 300 Meter Schienen sabotiert, die Reparatur dauert gut zwei Stunden.
Am 30. Juli 1954 stoppt der Train Blindé 3 vor einer Sabotage der Schienen auf 700 Metern Länge. Eine Aufklärungspatrouille des Train Blindé 3 stößt auf Widerstand, der Legionär Hoppendietzel wird dabei durch einen Schuss verletzt und muss nach Phan Rang evakuiert werden.

Am Folgetag, dem 31. Juli 1954 ist der Train Blindé 3 in Tour Cham, als er die Order bekommt, sich zur Brücke 1412 zu begeben, um diese über Nacht zu überwachen.
Als man dort gegen 19 Uhr eintrifft, brennt die Brücke bereits und etwa 40 Vietminh fliehen. Man eröffnet das Feuer und es gibt Tote und Verletzte unter den Vietminh. Dann zieht man sich zur Brücke 1411 zurück, wo die Vietminh gegen 23 Uhr beginnen, den Train Blindé 3 zu beschießen, was sich bis über 5 Uhr morgens hinauszieht.
Dann tritt schließlich am 01. August 1954 der Waffenstillstand in Kraft.

Offiziell fand am 31. Juli 1954 die Übergabe des Train Blindé 3 vom 2° R.E.I. an die vietnamesische Armee statt. Der endgültige Abzug der Besatzung unter Lieutenant Eugène findet aber erst am 09. August 1954 in Nha Trang statt.

Eine kleine Abordnung des 2° R.E.I. wird jedoch noch über die Übergabe hinaus auf die Trains Blindés zur weiteren Ausbildung der neuen Besatzung abgeordnet.